Verband äußert sich zu Plänen mit chinesischer U 20

DFB betont: "Die Klubs haben das Modell positiv beurteilt"

Ronny Zimmermann

"Sportlich würde das Ganz ebenfalls Sinn machen": DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. imago

"Bevor die Verhandlungen weiter konkretisiert worden sind, wurde eine Abfrage bei den Vereinen der Regionalliga Südwest GbR durchgeführt. Dabei hat sich ein klares Meinungsbild ergeben", heißt es in der DFB-Meldung. Und das sah laut Ronny Zimmermann, DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest, so aus: "Die Klubs der Regionalliga Südwest haben das vorgeschlagene Modell positiv beurteilt."

Die Grundzüge des Modells, über das der DFB und Chinas Fußballverband derzeit im Rahmen der im November 2016 offiziell vereinbarten deutsch-chinesischen Fußballpartnerschaft sprechen, waren bereits bekannt. Details würden derzeit noch diskutiert werden, Verträge seien laut DFB noch nicht unterschrieben. Käme die Vereinbarung zustande, soll die chinesische Olympia-Auswahl über die gesamte Saison in Deutschland untergebracht sein. Für die Organisation der beiden Heimspiele gegen die Asiaten soll jeder Regionalligist nach dem derzeitigen Entwurf 15.000 Euro erhalten. Dazu kämen die Einnahmen aus Ticketing, Vermarktung und Catering.

Doch nicht nur aus finanzieller Sicht verspricht sich der Verband von seinen Plänen etwas. "Sportlich würde das Ganze ebenfalls Sinn machen, weil die Vereine in der Regel ohnehin Testspiele vereinbaren, wenn sie in der Liga spielfrei sind, um im Rhythmus zu bleiben", wird Zimmermann zitiert.

Der SV Waldhof Mannheim, in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga unlängst denkbar knapp gescheitert, erklärte allerdings am Freitag, nicht gegen die chinesische Auswahl spielen, sondern stattdessen ein Freundschaftsspiel gegen den FK 03 Pirmasens bestreiten zu wollen . Der FK, der vergangene Saison als 14. aus der Südwest-Staffel abgestiegen war, hatte nach Bekanntwerden der DFB-Pläne seine "Fassungslosigkeit" zum Ausdruck gebracht .

ski