U-21-EM in Polen, Gruppe B

Asensio-Show und ein Geniestreich von Renato Sanches

Später Jubel: Die Portugiesen freuen sich über das 2:0.

Später Jubel: Die Portugiesen freuen sich über das 2:0. pictue alliance

Bei der U-21-EM ging es zum Auftakt der Gruppe B zwischen Portugal und Serbien direkt ans Eingemachte. "Portugal wurde zum großen Favoriten gemacht, ich bin mir nicht sicher, ob das dem realen Bild entspricht", hatte Serbiens Stürmer Djurdevic vor dem Spiel gesagt - und in der Tat: Die Kräfteverhältnisse waren nicht so eindeutig. Portugal erwischte zwar den besseren Start, wirkte auch strukturierter und kam im Anschluss an einen Freistoß über Ruben Neves zur ersten dicken Chance. Der Ball landete am rechten Pfosten (5.). Das war dann aber auch schon alles, was die Iberer offensiv zustande brachten.

Auf der anderen Seite überzeugten die Serben, bei denen sowohl Bremens Veljkovic als auch Frankfurts Gacinovic spielten, in der Defensive und strahlten über Konter stets Torgefahr aus (Grujic, 12.; Djurdjevic, 27.). Dann aber patzte Serbiens Schlussmann Milinkovic-Savic bei einer Flanke von Daniel Podence - zur Freude von Goncalo Guedes, der aus kurzer Distanz per Kopf abstaubte und so den Portugiesen die durchaus schmeichelhafte Pausenführung bescherte.

Durchgang zwei gehörte dann den Serben, die viel Aufwand betrieben und auf den Ausgleich drängten. Dabei agierten die Serben allerdings zuweilen zu ballverliebt, was letztlich auch dazu führte, dass der finale Pass kaum einmal ankam. Und dennoch: Grujic (58., 59.) und der eingewechselte Radonjic (72., 76.) näherten sich dem gegnerischen Tor an. Portugal tat offensiv praktisch gar nichts mehr, verlegte sich nur noch auf die Verteidigung, hielt den knappen Vorsprung mit Glück und Geschick und profitierte obendrein davon, dass die Serben immer wieder zu kompliziert spielten und viel zu wenig aus ihrer großen Überlegenheit nach Wiederanpfiff machten. Doppelt bitter für die Männer vom Balkan war dann auch noch das 0:2, das kurz vor Schluss wunderbar vom eingewechselten Renato Sanches - der Münchner passte den Ball exzellent in die Schnittstelle der serbischen Deckung - vorbereitet und von Bruno Fernandes vollstreckt wurde (88.).

Asensio zeigt gegen den EM-Neuling keine Gnade

Keine große Mühe hatte die mit Stars gespickte spanische Auswahl mit seiner Auftakthürde Mazedonien. Die Iberer gewannen nach Toren von Saul Niguez (10., Atletico Madrid), Asensio (16., 54., 72.) und Deulofeu (35., Handelfmeter) mit 5:0 gegen den EM-Neuling. Gerade die ersten beiden Treffer der Mannschaft von Albert Celades Lopez waren traumhaft schön und das Eintrittsgeld schon wert. Saul Niguez brachte die Kugel mit einem tollen Fallrückzieher im Kasten unter, Mazedoniens Keeper Aleksovski hätte diesen jedoch halten müssen. Kurz darauf erhöhte Real-Star Asensio mit einem unhaltbaren Linksschuss ins rechte Kreuzeck. Wie auch kurze Zeit später beim 0:3 war Torhüter Aleksovski hier schuldlos.

Im zweiten Durchgang ließen es die Iberer nur in den ersten Minuten etwas ruhiger angehen, ehe sich Asensio noch zwei weitere Male in die Torschützenliste eintrug. Selbst nach seinem Treffer zum 4:0 sprühte der 21-Jährige noch immer vor Spielfreude: Für einen Sprint über den halben Platz war er sich nicht zu schade, bevor er aus 17 Metern den Schlusspunkt setzte.

Bemerkenswert und aus mazedonischer Sicht sei zu erwähnen, dass die Südosteuropäer 24 Abschlüsse verzeichneten. Effektive Spanier benötigten für fünf Tore dagegen nur elf Versuche.

drm

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