DFB-Coach Streichsbier nimmt Team in Schutz

Aus bei U-20-WM: "Einsatz hat gestimmt"

Guido Streichsbier

Fairer Verlierer: Deutschlands U-20-Trainer Guido Streichsbier gratulierte Sambia zum Weiterkommen. imago

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, der Einsatz hat gestimmt", äußerte sich Streichsbier auf der DFB-Website und hatte damit gar nicht unrecht. Vor allem in den Schlussminuten der regulären Spielzeit schlugen die Deutschen zurück. Nach der sehenswerten Führung durch einen direkt verwandelten Freistoß des Hoffenheimers Philipp Ochs und drei Gegentreffern später sorgte zunächst der Mainzer Suat Serdar per Hackentor für den Anschluss. Der eingewechselte Jonas Arweiler von Borussia Dortmund II hievte die DFB-Auswahl in der vierten Minute der Nachspielzeit in die nicht mehr für möglich gehaltene Verlängerung. Dort fand Deutschland jedoch keine Antwort mehr auf den 4:3-Siegtreffer von Abwehrspieler Shemmy Mayembe (107.).

"Leichte und unnötige Ballverluste" ausschlaggebend

Doch wenn der Einsatz gestimmt hat, woran lag es dann? "Viele leichte und unnötige Ballverluste" sah Streichsbier bei seinem Team, das sich dadurch unter anderem den Treffer zum 1:3 einfing: In Überzahl lief Sambia in der 86. Minute auf das deutsche Tor zu, am Ende ging der Ball durch die Beine von Torhüter Svend Brodersen vom FC St. Pauli.

"Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht und selbst unseren Rhythmus gestört", analysierte Streichsbier weiter. Ein Manko, das sich beim deutschen Team schon im letzten Spiel offenbarte. Mit Ach und Krach zitterte man sich dank eines mühsamen 3:2-Siegs gegen die Inselkicker Vanuatu dank Schützenhilfe in die Runde der letzten 16.

Spielbericht

Wie beim Turnier vor zwei Jahren scheiterte Deutschland auch diesmal an einem afrikanischen Team. Bei der jüngsten WM in Neuseeland zog man im Elfmeterschießen gegen Mali mit 3:4 den Kürzeren.

Immerhin verabschiedet sich das DFB-Team als fairer Verlier. "Gratulation an Sambia für den ersten Viertelfinaleinzug bei einer WM", sagte Streichsbier in Richtung des Gegners, der nun am Montag (10 Uhr) im Viertelfinale auf Frankreich oder Italien trifft. "Sie sind eine tolle Mannschaft und wir wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg."

lab