Österreich: Mittelfeldspieler zieht mit Schöttel gleich

Rapids Pflichtspielrekord: Steffen Hofmann zieht gleich

Routinier im neuen Stadion: Steffen Hofmann am Sonntag gegen St. Pölten.

Routinier im neuen Stadion: Steffen Hofmann am Sonntag gegen St. Pölten. imago

Lediglich unterbrochen durch einen kurzen Aufenthalt bei 1860 München spielt Hofmann seit 2002 für den SK Rapid. Gleich mehrfach war der heute 36-Jährige Fußballer des Jahres in seiner Wahlheimat, zweimal Meister (2005, 2008) und einmal Torschützenkönig (2010). Gegen Ende seiner Karriere hat der Mittelfeldspieler nun einen weiteren Meilenstein im österreichischen Klubfußball erreicht: Mit 527 Pflichtspielen ist der aus der Bayern-Jugend hervorgegangene Hofmann nun neben Ex-Nationalspieler Schöttel Rekordhalter bei Rapid.

Auch "Einfädler" Matthäus gratuliert

Kurz vor Anpfiff beim 2:1-Heimsieg über den SKN St. Pölten wurde er im neuen Allianz-Stadion von seinem Klub geehrt. In einer Videobotschaft beglückwünschten ihn zahlreiche Wegbegleiter, darunter Andreas Herzog, Josef Hickersberger, Peter Pacult oder auch DFB-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der den Wechsel des Deutschen im Sommer 2002 zu den Hütteldorfern eingefädelt hatte. Auch Schöttel schickte per Video eine Gratulation.

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Hofmann war sichtlich gerührt. Dass er Schöttels Marke nun erreicht hat, hatte er schon im Vorfeld mit den Worten "das zeigt nur, dass ich alt bin" kommentiert. Der Vater dreier Kinder ist mit einer Österreicherin verheiratet und längst ein echter Wiener - der meist mit der U-Bahn zum Training fährt. Sein Resümee nach 15 Jahren Wien: "Rapid war meine erste große Liebe. Der Klub ist so wie ich: bodenständig, ohne Allüren, immer alles geben, niemals aufgeben. Wir passen einfach zusammen."

Noch keine Entscheidung über die Zukunft

Hofmanns Vertrag läuft mit dem 30. Juni aus. Wie es weitergeht, ist noch offen - auch wenn sich das am Sonntag schon sehr wie ein Abschied anfühlte. Rapid-Sportchef Fredy Bickel hat ihm einen Freibrief gegeben. Hofmann kann weitermachen, wenn er das möchte. Der Franke ringt noch mit sich. Weitermachen oder aufhören, Familienleben, Trainer oder Sportdirektor? "Ich weiß es wirklich noch nicht. Kann sein, dass ich mich morgen, vielleicht am Dienstag, vielleicht nach dem Cup-Finale entscheide. Schauen wir mal. Es hängt auch nicht alles nur immer von mir ab."

aho