"kicker.tv - Der Talk" - Folge 45

Streich, Tuchel & Co.: Gewinner und Verlierer der Saison

Karlheinz Wild, Bela Rethy, Jessica Kastrop und Fritz von Thurn und Taxis

In der Diskussion: (v.li.) Karlheinz Wild, Bela Rethy, Jessica Kastrop und Fritz von Thurn und Taxis. kicker

Die Gewinner der Saison:

Vier Trainer und ihre Klubs stachen in der Saison 2016/17 heraus: Ralph Hasenhüttl rauschte mit RB Leipzig ungebremst durch die Bundesliga und bis in die Champions League, Christian Streich führte den SC Freiburg als Aufsteiger auf Platz sieben, Peter Stöger und der 1. FC Köln qualifizierten sich nach 25 Jahren wieder für Europa und Julian Nagelsmann formte die TSG Hoffenheim von einem Abstiegskandidaten zu einem Verein von internationalem Format.

"Für mich ist Christian Streich der Trainer", hielt kicker-Chefreporter Karlheinz Wild fest. Dem Sportclub brechen regelmäßigen am Saisonende wichtige Spieler weg und trotzdem schaffe es Streich immer wieder, eine schlagkräftige Truppe ins Rennen zu schicken. Auf den Pressekonferenzen blickt er außerdem gerne über den Tellerrand hinaus, äußert sich zu Themen abseits des Fußballs. Eine positive Eigenschaft, wie Moderatorin Jessica Kastrop unterstreicht: "Er nutzt seine Vorbildfunktion, sich zu interessanten Standpunkten zu äußern. Gesellschaftliches Bewusstsein und die Trainerfunktion müssen sich nicht ausschließen."

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Rethy: "Streich braucht seine Scholle"

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Auf Platz vier schaffte es die TSG mit Nagelsmann, dem mit 29 Jahren jüngsten Trainer der Bundesliga-Geschichte. Als "Wundermann" würde Reporterlegende Fritz von Thurn und Taxis den Coach nicht bezeichnen, schließlich könne man seinen Erfolg erklären.

Wahnsinnig erfolgreich war auch Aufsteiger RB Leipzig - der Verein, der polarisiert wie kein anderer. Kommentator und Fußballromantiker Bela Rethy gibt zu: "Ich war von dem Konzept nicht angetan, aber die Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, hat mich das vergessen lassen."

Die Verlierer der Saison:

"kicker.tv - Der Talk"-Moderator Marco Hagemann stellte vier Verlierer der Saison zur Diskussion: Thomas Müller, der bei den Bayern nicht mehr unverzichtbar ist. Sportdirektor Rudi Völler, der mit Bayer 04 Leverkusen eine Talfahrt hinlegte. Mario Gomez, der mit dem VfL Wolfsburg statt Champions League Relegation spielen muss. Und Thomas Tuchel, der trotz Pokalfinale und direkter Champions-League-Qualifikation wohl nicht bleiben dürfen wird.

Rethy hätte Tuchel eher in der Rubrik der Gewinner gesehen, schließlich habe er das Saisonziel erreicht. Dennoch gibt es Spannungen zwischen Tuchel und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. "Wenn Watzke das Gefühl hat, mit diesem Trainer geht es nicht weiter, dann muss er professionell entscheiden, dass man sich trennen muss", findet Wild. Ein hitziges Thema - Kastrop hatte nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus auf ein versöhnliches Ende gehofft.

Er ist sehr cholerisch, geht sehr offensiv mit den Spielern um im Training, da wird's schon sehr, sehr laut.

Bela Rethy über Thomas Tuchel

Von Thurn und Taxis meint: "Tuchel war in Mainz schon schwierig, er hat an sich gearbeitet. Aber ich weiß nicht, ob es ihm bewusst war, was Borussia Dortmund ist, was das für eine Macht ist." Doch was heißt eigentlich "schwierig"? Rethy habe gehört, dass Tuchel "sehr cholerisch" sei, dass er "sehr offensiv mit den Spielern umgeht im Training, da wird's schon sehr, sehr laut". Und: "Er ist Perfektionist, wenn was nicht umgesetzt wird, wird er ungehalten und auch ungerecht."

Was die "kicker.tv - Der Talk"-Experten über die vermeintlichen Verlierer Thomas Müller, Rudi Völler und Mario Gomez zu sagen hatten? Schauen Sie einfach die komplette Sendung online nach. Schließlich ging es auch noch um den Hamburger SV ("Der HSV wird nie mehr absteigen") und Philipp Lahm ("...und trotzdem wird er wieder beim FC Bayern landen, da dürfen wir uns sicher sein").

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