2. Bundesliga

Hollerbach: "Setzen uns nächste Woche zusammen"

Würzburg muss nach zwei Aufstiegen in die 3. Liga zurück

Hollerbach: "Setzen uns nächste Woche zusammen"

Bernd Hollerbach

Beschlossene Sache: Bernd Hollerbach und die Würzburger Kickers sind als 17. abgestiegen. Imago

"Die Kickers werden in der 3. Liga eine schlagkräftige Truppe haben", erklärte Hollerbach bei "Sky", nachdem der Abstieg der Unterfranken durch die 1:4-Niederlage beim VfB Stuttgart besiegelt war. Die Wortwahl des gebürtigen Würzburgers verwunderte dabei: Statt einem "wir", schließlich ist Hollerbach nicht nur Trainer, sondern auch für die Zusammenstellung des Kaders zuständig, sagte der 47-Jährige "die Kickers". Auf Nachfrage der "Sky"-Reporterin, wie es mit seiner Person weitergehen würde, wich der geknickte Hollerbach branchenüblich aus: "Jetzt lassen wir das erst einmal sacken. Danach werden wir uns nächste Woche mit allen zusammensetzen."

Es bleibt also offen, ob er auch in der kommenden Saison wieder an der Seitenlinie am Dallenberg stehen wird. Lobende Worte für seinen Heimatklub fand er trotz des Abstiegs dennoch: "Wir haben gezeigt, was mit einem kleinen Etat möglich ist. Wir haben keine Schulden, sind solide aufgestellt." Außerdem sprach Hollerbach von einem "tollen Vertrauensverhältnis mit den Entscheidern" und einem "klasse Verein, der mir viel bedeutet".

Trainersteckbrief Hollerbach
Hollerbach

Hollerbach Bernd

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Stuttgart VfB Stuttgart
69
2
Hannover Hannover 96
67
3
Braunschweig Eintracht Braunschweig
66
Würzburger Kickers - Die letzten Spiele
Halle Halle (H)
2
:
2
Vikt. Köln Vikt. Köln (A)
5
:
1
Würzburger Kickers - Vereinsdaten
Würzburger Kickers

Gründungsdatum

17.11.1907

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Wir hatten schöne Stunden, solche Momente gehören aber auch zum Leben.

Bernd Hollerbach nach dem Abstieg aus der 2. Liga

Mehr als zwei Jahre lang lief für die Kickers alles wie am Schnürchen. Das ursprüngliche Programm "3x3", mit dem man ab 2014 binnen drei Jahren von der Regionalliga Bayern in die 3. Liga aufsteigen wollte, wurde innerhalb von zwei Spielzeiten komplett überholt. Dem ersten Aufstieg in die 3. Liga folgte sogleich der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Und auch hier ließen die Kickers zunächst aufhorchen. Sechs Tage vor Heiligabend setzten die Rothosen das i-Tüpfelchen auf eine besondere Hinserie: Mit 3:0 am heimischen Dallenberg fertigte der Aufsteiger den VfB Stuttgart ab. Es war der Abschluss einer herausragenden ersten Saisonhälfte mit 27 Punkten und Rang sechs.

Doch durch eine Rückrunde, die in Schulnoten einzig und allein mit "ungenügend" bewertet werden kann, machte sich der unterfränkische Überraschungs-Klub eine erfolgreiche erste Zweitliga-Saison wieder kaputt. Die Kickers konnten im Jahr 2017 als einziges Profi-Team in ganz Deutschland keine einzige Partie für sich entscheiden. Nur zehn Treffer gelangen den Rothosen noch, die lediglich sieben Punkte einfuhren. Mit 34 Punkten blieb letztlich nur der vorletzte Platz und damit der direkte Abstieg.

ssc

Der historische Absturz der Würzburger Kickers