2. Bundesliga

Aigner hadert: "Haben Angst, wenn wir führen"

1860 München vor Relegation im emotionalen Tief

Aigner hadert: "Haben Angst, wenn wir führen"

Michael Liendl (l.), Abdoulaye Ba

Nach der Niederlage in Heidenheim geschockt: Michael Liendl (l.) und Abdoulaye Ba. picture alliance

"Die Niederlage ist schwer zu verdauen. Das ist hart. Ich bin sehr traurig", meinte Münchens portugiesischer Coach Vitor Pereira, der sich allerdings zumindest mit dem Start seiner Mannschaft zufrieden zeigte: "Wir sind das Spiel mit sehr viel Mut angegangen und wollten unbedingt auf Sieg spielen." Ähnlich wie schon vor einer Woche bei der 1:2-Niederlage war den Oberbayern der Wille zwar in der Tat nicht abzusprechen. Doch es fehlten im Offensivspiel abermals die Mittel, um dauerhaft Druck auf das gegnerische Tor ausüben zu können. So hatten die Löwen in der ersten Hälfte keine einzige auch nur kleine Torchance. Neben dem zwischenzeitlichen Führungstreffer von Stefan Aigner verbuchten die Sechziger auch nach Wiederbeginn nur ein einzige weitere Großchance, die Levent Aycicek bereits kurz nach der Pause vergab.

Spielbericht

Spielersteckbrief Aigner
Aigner

Aigner Stefan

Trainersteckbrief de Oliveira Lopes Pereira
de Oliveira Lopes Pereira

de Oliveira Lopes Pereira Vitor Manuel

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Ähnlich wie sein Coach äußerste sich auch Torschütze Aigner nach dem Spiel bei Sky frustriert: "Es ist unbegreiflich, weil wir das Spiel weitestgehend im Griff hatten. Aber es passt irgendwie zu unserer Saison." Vor allem die Tatsache, erneut eine Führung nicht gehalten zu haben, ärgerte den Routinier. "Wenn wir führen, haben wir Angst, dass wir die Führung auch über die 90 Minuten ins Ziel bringen. Das war leider heute auch wieder so. Es ist schwer zu sagen, woran das liegt."

Aigner richtete den Blick aber bereits auf die kommende Aufgabe in der Relegation, die am Freitag (18 Uhr) mit den Hinspiel beim Drittligisten Jahn Regensburg beginnt. "Es bringt für uns nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Jetzt haben wir noch zwei Bonus-Spiele. Nun geht es noch zehn Tage weiter und wir müssen die positiven Dinge herausziehen. Es heißt also: Weitermachen und Chance nutzen."

Ähnlich äußerte sich auch Geschäftsführer Ian Ayre und appellierte an den gesamten Klub: "Wir müssen mit der Enttäuschung umgehen, ab morgen wieder aufstehen und in den zwei Spielen gegen Jahn Regensburg kämpfen!"

jom