2. Bundesliga

Fejzic: "Treten mit einem guten Gefühl an"

Braunschweigs Keeper geht optimistisch in die Relegation

Fejzic: "Treten mit einem guten Gefühl an"

Jasmin Fejzic klärt gegen Yann

Eine der Eins-zu-eins-Situationen, die Braunschweigs Keeper Jasmin Fejzic für sich entschied. Getty Images

Fejzic stand bereits unter der Woche im Mittelpunkt: Denn der 31-Jährige verlängerte am Donnerstag seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um weitere drei Jahre und ist nun bis Juni 2020 an die Eintracht gebunden. "Wir hatten von Anfang an großes Vertrauen in ihn. Dies hat Jasmin auch komplett gerechtfertigt", begründete Sportdirektor Marc Arnold die Vertragsverlängerung mit Fejzic, der vor dieser Saison zur Nummer eins wurde und in allen 34 Ligapartien von der ersten bis zur letzten Minute zwischen den Pfosten stand.

Gegen den Karlsruher SC bewies Fejzic einmal mehr, welchen sportlichen Stellenwert er für die Eintracht besitzt. Denn um die Minimalchance auf den direkten Aufstieg zu nutzen, schickte Braunschweigs Coach Torsten Lieberknecht eine extrem offensive Mannschaft auf das Feld. Von Beginn an legten die Löwen ausschließlich den Vorwärtsgang ein, dies eröffnete dem KSC aber Räume für Konter. So stand Fejzic gegen das Schlusslicht des Öfteren im Brennpunkt.

Bundesliga-Relegation - Relegation
Spielersteckbrief Fejzic
Fejzic

Fejzic Jasmin

Eintracht Braunschweig - Vereinsdaten

Gründungsdatum

15.12.1895

Vereinsfarben

Blau-Gelb

Fejzic erwies sich aber in seinem 100. Zweitligaspiel als bärenstarker Rückhalt für die Niedersachsen. Gleich reihenweise entschärfte er selbst beste Karlsruher Einschusschancen und hielt so den 2:1-Sieg gegen das Schlusslicht fest. Dieser reichte zwar nicht, um die Konkurrenten VfB Stuttgart und Hannover 96 noch abzufangen, zumal sich das Spitzenduo keine Ausrutscher leistete, so dass selbst ein hoher Sieg nicht mehr für den direkten Aufstieg gereicht hätte.

Doch durch den Dreier fährt Braunschweig nun mit Rückenwind zum Relegations-Hinspiel am Donnerstagabend (20.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) in das nur rund 30 Kilometer entfernte Wolfsburg. "Dank des Sieges gegen den KSC treten wir jetzt mit einem guten Gefühl gegen Wolfsburg an. Schon jetzt haben wir mit 66 Punkten eine überragende Saison gespielt", sagte Fejzic.

Arnold warnt vor Schlagabtausch gegen Wolfsburg

Diese Ansicht vertrat auch Trainer Torsten Lieberknecht. "Als starker Dritter hätten wir den Aufstieg verdient, aber es gibt ja nun mal diese Relegation", sagte der Coach. Lieberknecht setzte nach der zwischenzeitlichen Führung Sandhausens alles auf eine Karte und brachte mit Jan Hochscheidt und dem jungen Philipp Tietz noch zwei weitere Offensivkräfte.

Eine solch offensive Aufstellung wird Lieberknecht am Donnerstagabend nicht mehr ins Rennen schicken. "Einen derartigen Schlagabtausch dürfen wir gegen Wolfsburg nicht zulassen", mahnte auch Eintracht-Sportdirektor Marc Arnold an. Immerhin überstand der Gelb-vorbelastete Mirko Boland die Partie ohne Verwarnung, der neben Ken Reichel dienstälteste Akteur im Eintracht-Dress ist demnach am Donnerstag spielberechtigt.

jer