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160.000 Dollar: "Vitality_Rocky" ist FUT-Weltmeister

FUT-WM in Berlin: Siep für FIWC qualifiziert

160.000 Dollar: "Vitality_Rocky" ist FUT-Weltmeister

Chevrey "Vitality_RocKy" Corentin

Chevrey "Vitality_RocKy" Corentin krönt sich in Berlin zum FIFA Ultimate Team-Weltmeister. kicker eSport

Es hätte der Tag der deutschen Spieler werden können und zumindest der junge Wolfsburger Timo "TimoX" Siep kam weit. Für ihn stand zunächst das Halbfinale des Lower Brackets auf dem Plan – Sein Gegner: Tim "TheStrxngeR" Katnawatos. Zunächst war die Begegnung ausgeglichen, Katnawatos hatte Pech und scheiterte einmal knapp auf der Torlinie und brachte den Ball auch sonst nicht im Kasten unter.

Dann hatte "TimoX" eine Idee: "Ich habe umgestellt, damit kam er nicht so klar." Gemeint war eine Formationsumstellung auf 4-4-2, die Katnawatos zu schaffen machte. Zunächst wehrte der noch einen Elfmeter von "TimoX" ab: "Hab mich daran erinnert, wie er gegen "Cihan" seinen letzten Elfmeter geschossen hat und er hat es wieder so gemacht", dann kassierte der Youngstar allerdings einen Gegentreffer. Danach half auch keine Dreierkette mehr: 3:0 stand am Ende auf der Anzeige. "Ich hatte gehofft die Gruppenphase zu überstehen. Die FIWC-Quali ist ein Traum", sagte Katnawatos und Siep war selbstsicher, dass er noch Großes schaffen könnte. So kam es dann auch.

EA fällt der Übertragungswagen aus

Zunächst spielte sich jedoch Marcel "Marlut" Lutz weiter voran. Er setzte im Turnier konsequent auf eine Fünferkette und hatte damit Erfolg: Erneut reichte ihm ein einfaches 1:0, diesmal gegen "Rafifa" von PSG. Für Lutz war jedoch in der nächsten Runde Schluss: Spencer "UNILAD Gorilla" Ealing knackte seine Defensive und stieg ins Upper Bracket der Xbox-Divison auf. "Marlut" war damit raus. Beide Spiele fanden schon "offline" statt, denn gegen 14 Uhr fiel "EA SPORTS" die komplette Übertragung aus.

Der Übertragungswagen wurde aus dem Verkehr gezogen. Das Stromaggregat war ausgefallen und um das millionenteure Fahrzeug nicht zu beschädigen, zog man den Stecker. Ab da herrschte Konfusion, das gerade laufende Spiel zwischen "Gorilla" und Chevrey "Vitality_RocKy" Corentin wurde unterbrochen, sehr zum Ärger der beiden Spieler.

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Allerorts wurden Krisensitzungen abgehalten und das Spiel dann fortgesetzt. "TimoX" und "ManiiKa" mussten ihrerseits eine volle Stunde warten, bis "EA" entschied, offline weiterzumachen. Das Chaos wurde komplett, da auch kein Bild auf irgendeinen Bildschirm in der Halle übertragen werden konnte. Als Notlösung filmte "EA" die Bildschirme der Spieler ab, Zuschauer und Caster mussten sich um die Spielstationen drängen, um etwas sehen zu können. Man wollte später Zusammenfassungen der gemachten Bilder zeigen. kicker eSport berichtete in der Folge per Twitter-Ticker von den Ereignisse (https://twitter.com/kicker_eSport).

Offline-Finals

Chevrey "Vitality_RocKy" Corentin

Konzentrierter Weltmeister: Die 160.000 US-Dollar Preisgeld brachten Chevrey "Vitality_RocKy" Corentin nicht aus der Ruhe. Er spielt fokussiert. kicker eSport

"TimoX" gewann sein Spiel gegen einen zornigen "ManiiKa" mit 1:0 und stieg ins Upper Bracket auf. Dort wartet unser "Player to Watch" Shaun "xShellzz" Springette. "EA SPORTS" räumt dem Finalisten aus dem Upper Bracket einen Vorteil ein: Er muss nur ein Spiel gewinnen, der Aufsteiger jedoch zwei um sich zum Meister der Division zu krönen. Beide Finals, das auf der Xbox One und das auf der PlayStation 4, gingen jedoch über die volle Distanz. "TimoX" gewann zunächst 3:1 und durfte weiterspielen. Das zweite Spiel endete 2:2 und ging ins Elfmeterschießen. Dort vergab Siep schnell zwei Schüsse und Springette sicherte sich den Sieg. Dennoch ist Siep dadurch beim FIWC dabei, genauso wie Marcel "Marlut" Lutz und Tim Katnawatos.

Auf der Xbox One kam es zur Revanche zwischen "RocKy" und "Gorilla". Ealing war der Mann für Tore in letzter Minute. Erst zwang er seinen Gegner mit 3:2 ins nächste Spiel, dann schoss er kurz vor Halbzeit des zweiten Spiels den Ausgleich. "RocKy" blieb cool und knipste sich in der 81. Minute zum Divisionstitel.

Grand Final hochspannend

Das Grand Final mit Hin- und Rückspiel auf der jeweiligen bevorzugten Konsole hieß also "xShellzz" gegen "RocKy" und "EA SPORTS" brachte den Stream zumindest für das Endspiel wieder zum Laufen. Zuerst ging es auf die PlayStation, Springettes Konsole. "RocKy" stellte nichts Abenteuerliches auf und gewann sogar auswärts mit 2:1. "Springette hat eine Menge Arbeit vor sich", tönte Caster Leigh "Deman" Smith entsprechend vor dem Rückspiel. Die Partie geriet zum Spannungskracher: Springette zog zunächst hochfokussiert mit 3:1 weg und wäre damit Weltmeister geworden. Aber "RocKy" kam zurück und kurz vor Ende stand es 2:3. Das hätte seinem Gegner immer noch gereicht aber dann ballerte "RocKy" in der 90. Minute noch ein Ding in die Maschen. 5:4 entsprechend der Endstand für ihn.

Chevrey "Vitality_RocKy" Corentin krönte sich damit zum Weltmeister nach Version von "EA Sports" und gewann 160.000 US-Dollar. Die besten Vier jeder Konsole erhielten außerdem einen Startplatz beim "FIWC Grand Final" in London. Der Ausrichter ließ durchblicken, dass die Veranstaltung noch größer als die FUT-Meisterschaft werden würde. Hoffentlich nur ohne Hitze und Stream-Ausfälle. Das wäre ein Geschenk für den aufstrebenden FIFA-eSport.

Holm Kräusche

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