2. Bundesliga 2004/05, 21. Spieltag
20:25 - 6. Spielminute

Tor 0:1
Masmanidis

Vorbereitung Saenko
Karlsruhe

21:02 - 42. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Scherz
für Rahn
Köln

21:24 - 47. Spielminute

Tor 1:1
Springer

Vorbereitung Schindzielorz
Köln

21:28 - 50. Spielminute

Tor 1:2
Bilica
Eigentor
Vorbereitung Schwarz
Karlsruhe

21:29 - 52. Spielminute

Tor 2:2
Ebbers

Vorbereitung Scherz
Köln

21:43 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Cullmann
für Sinkala
Köln

21:52 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Mladenov
für Masmanidis
Karlsruhe

21:56 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Bröker
für Streit
Köln

KOE

KSC

21. Spieltag, 1. FC Köln - Karlsruher SC 2:2 (0:1)

Masmanidis schockt die "Geißböcke"

Beim 1. FC Köln gab es im Vergleich zur jüngsten 0:1-Niederlage in Frankfurt folgende personelle Änderungen: Sinkala und Springer kamen an Stelle von Cullmann und Achenbach. Karlsruhes Trainer Edmund Becker stellte nach der 0:1-Niederlage gegen Aachen wie folgt um: Im Mittelfeld begann Neuzugang Aduobe, der zuletzt enttäuschende Stürmer Freis musste weichen, Saenko gab die einzige nominelle Spitze.


Der 21. Spieltag im Überblick


Tore und Karten

0:1 Masmanidis (6', Saenko)

1:1 Springer (47', Schindzielorz)

1:2 Bilica (50', Eigentor, Schwarz)

2:2 Ebbers (52', Scherz)

Köln

Bade 3 - Bilica 5 , Konstantinidis 4, Voigt 5 - Sinkala 4 , Schindzielorz 3,5, Springer 3 , Streit 3 , Podolski 4, Rahn 4 - Ebbers 4

Karlsruhe

Miller 2,5 - Dick 3, Eggimann 3 , Stoll 3,5, Kai Oswald 4 - Aduobe 4, Schwarz 4, Kritzer 2,5, Männer 4, Masmanidis 2,5 - Saenko 3

Schiedsrichter-Team

Peter Gagelmann Bremen

2
Spielinfo

Stadion

Rhein-Energie-Stadion

Zuschauer

28.200

Die Kölner legten los wie die Feuerwehr, drängten den KSC an dessen Strafraum und sorgten von Beginn an für Unruhe vor dem Tor von Miller. Doch bereits der erste Gegenangriff der Badener brachte die Führung für die Becker-Schützlinge: Saenko setzt sich rechts klasse gegen Voigt durch und spielt von der Grundlinie zurück zu Masmanidis, der vom rechten Eck des Fünfmeter-Raumes flach ins linke Eck einschießt (6.). Die Kölner blieben auch danch das tonangebende Team, übten aggressives Pressing aus, banden den KSC meist in dessen Hälfte. Die Badener, die die Räume geschickt eng machten und dicht gestaffelt standen, warteten auf Gelegenheiten zu schnellen Gegenangriffen. Erst nach einer guten Viertelstunde wurde der KSC etwas mutiger und konnte sich besser befreien. Die Kölner Hintermannschaft machte einen wackligen Eindruck und hätte in der 21. Minute beinahe den nächsten Treffer hinnehmen müssen: Dick bringt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld an den Elfmeterpunkt, dort schraubt sich Kritzer am höchsten, köpft den Ball aber wuchtig um Zentimeter am rechten Winkel vorbei. Die "Geißböcke" fanden gegen die aufmerksame KSC-Defensive nur schwer ins Spiel und kaum freie Anspielstationen. Man merkte den Kölnern mit zunehmender Spieldauer mitunter auch Ratlosigkeit an. An fehlendem Einsatz und Willen lag das stockende FC-Offensivspiel nicht, es fehlte die Kreativität, die zündende Idee. Als die Karlsruher ein wenig aufgerückt waren, boten sich Streit (37.) und Podolski (38.) tolle Schuss-Chancen, die Miller aber beide vereitelte. Köln musste noch vor der Pause auswechseln, nachdem sich Rahn in einem Zweikampf eine offene Fleischwunde am Schienbein zuzog. Für ihn kam Scherz. Nach dem Wiederanpfiff überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst legte der FC einen Blitzstart hin: Schindzielorz' Schussversuch aus 35 Metern verunglückt und landet bei Springer, der mit links aus 20 Metern aus halbrechter Position in den linken Torwinkel schießt (47.). Doch die prompte Antwort des KSC folgte auf den Fuß: Kritzer flankt von rechts, Schwarz verlängert mit dem Scheitel, und Unglücksrabe Bilica bugsiert den Ball vor dem einschussbereiten Masmanidis ins eigene Tor (50.). Die Freude der Badener währte aber keine 120 Sekunden: Podolski führt an der rechten Auslinie einen Freistoß schnell zu Scherz aus, der passt flach an den zweiten Pfosten, wo Ebbers den Ball aus kürzester Entfernung einschießt (52.). Im Anschluss entwickelte sich bei Schneeregen auf rutschigem Geläuf eine kampfbetonte Partie. Die taktischen Fesseln waren gelöst, beiden Teams boten sich nun größere Freiheiten. Köln stellte das offensivere und agilere Team, der KSC blieb bei Kontern gefährlich. Das Tempo war hoch, wodurch aber auch immer wieder die Genauigkeit auf dem schwer bespielbaren Boden litt. So führte denn auch in mancher Szene der Zufall Regie. Viele Nickligkeiten verhinderten des Weiteren größeren Spielfluss. Beide Teams drängten auf die Entscheidung. Die Kölner Offensivbemühungen waren aber wenig durchdacht. Die Karlsruher kämpften verbissen um jeden Meter, zeigten großes Engagement und suchten bis in die Schlussminuten ihr Heil auch im Angriff. Der 1. FC Köln bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen, verpasste aber den Sprung an die Tabellenspitze. In einer sehr unterhaltsamen Partie entführten die taktisch klug eingestellten und aufopferungsvoll kämpfenden Karlsruher verdient einen Punkt.