2. Bundesliga 2004/05, 1. Spieltag
16:15 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Scherz
für Feulner
Köln

16:27 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Thurk
für Reghecampf
Cottbus

16:28 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Voigt
für Schindzielorz
Köln

16:32 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Tököli
für Streit
Köln

16:32 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Iordache
für Baumgart
Cottbus

16:45 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Cottbus)
Jungnickel
für Y. Mokhtari
Cottbus

KOE

FCE

2. Bundesliga

Piplicas Patzer bleiben ungestraft

1. Spieltag, 1. FC Köln - Energie Cottbus 0:0

Piplicas Patzer bleiben ungestraft

Kölns Trainer Huub Stevens bot in seiner Startelf mit Lell, Benschneider und Guié-Mien drei Neuzugänge auf. Schindzielorz absolvierte sein erstes Pflichtspiel nach langer Verletzungspause. Bei Cottbus musste Trainer Eduard Geyer auf die Abwehrstammkräfte Berhalter (Nasen- und Jochbeinbruch, Leisten-OP), Beeck (Meniskus-OP) und da Silva (Außenbandanriss) verzichten. Mit Szelesi, Hysky und Gunkel stand neuer Ersatz parat. Zudem liefen mit Mokhtari und Baumgart zwei weitere Neueinkäufe in der Startformation auf.


Der 1. Spieltag im Überblick


Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Köln

S. Wessels 3 - Lell 3, Sinkiewicz 3, Cullmann 3,5, Benschneider 4,5 - Schindzielorz 3,5 , Springer 4, Streit 4 , Feulner 3,5 - Guié-Mien 4, Podolski 4

Cottbus

Piplica 3,5 - Szelesi 3, Hysky 3, Gunkel 3,5, Nikol 3 - Reghecampf 3,5 , Rost 3,5, Ogungbure 2,5, Z. Löw 3 , Y. Mokhtari 3,5 - Baumgart 4

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

4
Spielinfo

Stadion

Rhein-Energie-Stadion

Zuschauer

38.000

Vor der tollen Kulisse von 42 000 Zuschauern begann Cottbus stark abwartend und auf Konter lauernd. Die Lausitzer standen hinten sehr kompakt und ließen Köln kommen. Entsprechend feldüberlegen waren die "Geißböcke", fanden zunächst aber kein probates Mittel, sich gegen den Abwehrriegel entscheidend in Szene zu setzen. Zwar präsentierten sich beide Teams trotz hochsommerlicher Temperaturen enorm laufbereit und einsatzfreudig, im Endeffekt neutralisierten sie sich aber weitgehend auf gutem Niveau. Die Torhüter waren beschäftigungslos, die Strafräume meist verwaist. Die erste Chance des Spiels ließ eine knappe halbe Stunde auf sich warten und erforderte eine Standardsituation. Kölns Streit brachte eine Ecke von links herein, Springer setzte sich im Luftkampf durch, köpfte aber aus neun Metern knapp rechts vorbei. Auf der anderen Seite versuchte Mokhtari zwei Minuten später, Wessels mit einem Heber aus 20 Metern zu überlisten, verfehlte aber das Tor. Während die neuformierte Cottbuser Abwehr sehr aufmerksam war, keimte Gefahr für Energie auf, wenn Piplica bei hohen Bällen gefragt war. Der Bosnier machte beim Rauslaufen immer wieder mal Fehler, die die Kölner aber nicht zu nutzen wussten. Nach einer abermaligen schwachen Faustabwehr kam Feulner aus der zweiten Reihe völlig frei zum Schuss. Der Ex-Bayer zog mit dem Vollspann Richtung linken Torwinkel ab, doch Piplica machte seinen Fehler wett und rettete artistisch zur Ecke. Kurz vor der Halbzeit durfte sich auch Wessels auszeichnen, als er einen Mokhtari-Freistoß aus dem rechten Winkel fischte. Cottbus wich auch nach dem Seitenwechsel nicht von der Marschroute ab, die da hieß, Sicherheit zuerst. Dass diese Passivität aber auch nach hinten losgehen kann, zeigte sich in der 50. Minute, als Podolski auf einmal mutterseelenallein am Elfmeterpunkt freigespielt wurde. Der Youngster verzog aber seinen Volleyschuss und drosch den Ball in den dritten Stock. Den Kölner Angriffen fehlte es insgesamt am nötigen Tempo, dem Direktspiel, dem Überraschungsmoment. Vieles war zu durchsichtig und somit kaum ein Problem für die Defensive der Lausitzer. Wie aus heiterem Himmel wäre Energie in der 63. Minute beinahe in Führung gegangen. Im Anschluss an einen Konter brachte Reghecampf einen Freistoß von der rechten Seite nach innen zu Mokhtari, der aber freistehend aus vier Metern Wessels anköpfte. Die bis dato größte Chance des Spiels. Diese Situation hatte aber keine Signalwirkung auf die Geyer-Schützlinge, die weiter äußerst diszipliniert Position und System beibehielten. Köln war weiter tonangebend, spielbestimmend, ohne aber Kapital daraus zu ziehen. Die wenigen Chancen, die Cottbus zuließ, wurden vergeben. So scheiterte Tököli an Piplica, Scherz köpfte aus fünf Metern knapp rechts vorbei und Podolski traf den Ball nach Springer-Flanke freistehend sieben Meter vor dem Tor mit dem Kopf nicht richtig. Die beiden Ex-Bundesligisten trennten sich leistungsgerecht vor 38 000 Zuschauern im RheinEnergieStadion mit 0:0. Köln war über die gesamte Spielzeit das aktivere und spielbestimmende Team. Teils fehlte es aber an der Durchschlagskraft, teils an einer besseren Chancenverwertung. Cottbus agierte äußerst diszipliniert, behielt stets die Ordnung bei und setzte seltene, aber gefährliche Nadelstiche.