Bundesliga

Werder Bremens Trainer Alexander Nouri nimmt die Niederlage auf seine Kappe

Kruses deutliche Worte - Nagelsmanns Urlaubs-Angebot

Nouri nimmt die Niederlage auf seine Kappe

Alexander Nouri

Zeigte sich nach dem Speil selbstkritisch: Werder-Coach Alexander Nouri. imago

"Das Spiel geht auf meine Kappe. Wir hatten eine Idee, einen Plan, und der ist nicht aufgegangen. Das lag natürlich auch daran, dass Hoffenheim hier sehr stark aufgetreten ist", räumte Nouri nach der Partie ein. Was war passiert? Seine Mannschaft hatte von Spitzenteam Hoffenheim eine Lehrstunde erteilt bekommen, lag nach 51 Minuten mit 0:5 zurück. Defensivverhalten war nicht zu erkennen, die Abwehrspieler des SVW standen viel zu weit von ihren Gegenspielern weg und ließen diese teilweise ohne Gegenwehr einschießen.

"Hoffenheim hat unsere Schwachstellen analysiert. Wir haben durch viele individuelle Fehler - auch von mir - verloren", sagte Außenverteidiger Robert Bauer. "Wir hatten zu viele Fehler in unserem Spiel und waren nicht aggressiv genug", weiß Nouri. Die Begegnung war natürlich vorzeitig entschieden. Aber die Bremer zeigten Moral und spielten nach dem fünften Gegentor zwingend nach vorne. Der Lohn? Drei eigene Treffer durch Theodor Gebre Selassie, den eingewechselten Philipp Bargfrede und Bauer. "Da haben uns die Zuschauer getragen. So machen wir noch drei Tore", sagt der Werder-Coach, der einsah: "Unter dem Strich bleibt die Niederlage und die geht auf meine Kappe."

Spielersteckbrief Kruse

Kruse Max

Trainersteckbrief Nouri

Nouri Alexander

Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Kruses deutliche Worte

Spielbericht

Die Bremer Europa-League-Träume erlebten dadurch einen herben Dämpfer. Aber noch ist alles möglich. Die Grün-Weißen stehen mit 45 Punkten auf dem achten Platz, haben drei Punkte weniger als der Sechste aus Freiburg und einen Punkt weniger als der Siebte aus Köln auf dem Konto. Platz sieben reicht dann zur Qualifikation für die Europa League, wenn Dortmund den DFB-Pokal gewinnt. Doch an internationalen Wettbewerb war nach der Partie bei den Grün-Weißen nicht zu denken. "Im Endeffekt haben wir es nach heute und dem Spiel letzter Woche nicht verdient, europäisch zu spielen", sagte Max Kruse nach der Partie am Sky-Mikrofon. "Heute und auch letzte Woche hat man auch große Defizite gesehen. Der Kampfgeist war da, aber wir haben einfach zu viele Fehler gemacht."

Applaus an die Fans von Max Kruse (re.) & Co. Aber den Spielern ist die Enttäuschung über die eigene Leistung ins Gesicht geschrieben.

Applaus an die Fans von Max Kruse (re.) & Co. Aber den Spielern ist die Enttäuschung über die eigene Leistung ins Gesicht geschrieben. imago

Zwar haben die Werderaner noch die Chance auf Platz sechs oder sieben, jedoch müsste dazu ein Sieg im letzten Saisonspiel in Dortmund her. Für den BVB geht es noch um Rang drei und die damit verbundene direkte Qualifikation für die Champions League. "Wir haben heute eine große Chance verspielt. Das kann man nicht einfach so abhaken. Wir ärgern uns brutal", machte Manager Frank Baumann deutlich.

Nagelsmanns Urlaubs-Angebot

Aber vielleicht glückt dem SVW ja eine Überraschung im Signal-Iduna-Park. Das wäre zumindest im Interesse der TSG Hoffenheim und dessen Coach Julian Nagelsmann. Denn die Kraichgauer stehen auf Rang vier, punktgleich mit den Schwarz-Gelben. Jedoch haben die Hoffenheimer die um vier Treffer schlechtere Tordifferenz. "Alex, hau alles rein, was du kannst, gib Feuer", richtete Nagelsmann die Worte auf der Pressekonferenz an Werder-Coach Norui, beide hatten 2016 zusammen den Lehrgang zum Fußballehrer besucht. Und dann gab es noch ein verlockendes Angebot unter Kumpels: "Ich fahre mit dir auch eine Woche in den Urlaub, wenn es sein muss. Aber hau sie weg bitte", so Nagelsmann zu Nouri.

mst

Bilder zur Partie Werder Bremen - TSG Hoffenheim