Bundesliga

TSG Hoffenheims Gala - mit einem Makel

TSG spielt in Bremen stark auf und zieht mit Dortmund gleich

Hoffenheims Gala - mit einem Makel

Gleich fünfmal durften die Spieler der TSG Hoffenheim in Bremen jubeln.

Gleich fünfmal durften die Spieler der TSG Hoffenheim in Bremen jubeln. imago

Hoffenheim legte in Bremen los wie die Feuerwehr, führte bereits nach elf Minuten durch die Tore von Adam Szalai und Andrej Kramaric mit 2:0. "Wir haben sehr gut begonnen. Wir haben Bremen im 4-3-3 sehr gut und hoch angelaufen und ihnen so keinen kontrollierten Spielaufbau gestattet", wird Coach Nagelsmann auf der Vereinswebsite zitiert. "So stand es früh 2:0 - beide Tore waren gut herausgespielt." Die Werderaner fanden kaum ein Mittel gegen die Kraichgauer, die neben ihrer Offensivpower auch defensiv sehr gut standen. Vor der Pause stellte Steven Zuber sogar noch auf 3:0.

"Nach 30 Minuten haben wir auf unsere normale Grundordnung umgestellt und es auch da gut gemacht", fährt der Trainer fort und ergänzt: "In der Halbzeit haben wir besprochen, dass wir weiter auf dem Gas bleiben wollen." Gesagt, getan. Nach dem Seitenwechsel stand es nämlich bereits nach 51 Minuten 5:0, erneut Kramaric und Ermin Bicakcic hatten getroffen. Doch mit dieser beruhigenden Führung im Rücken nahmen die Gäste das Gas raus, ließen den Hausherren etwas mehr Räume. "Nach den Wechseln hatten wir einige unglückliche Aktionen, was die Teamdynamik betrifft. Da waren einige Situationen, die wir besser ausspielen müssen", haderte Nagelsmann.

Spielersteckbrief Kramaric

Kramaric Andrej

Trainersteckbrief Nagelsmann

Nagelsmann Julian

TSG Hoffenheim - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.07.1899

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Spielbericht

Besser spielten es plötzlich die Bremer aus, denen es gelang, noch drei Treffer zu erzielen. Theodor Gebre Selassie, der eingewechselte Philipp Bargfrede und Robert Bauer gestalteten das Ergebnis aus Sicht der Hausherren ansehnlicher. "Ich glaube, wir hatten heute die Chance auf sieben oder acht Tore. Dann wäre die Ausgangslage für kommende Woche besser", weiß auch der TSG-Coach. "So müssen wir nächste Woche unbedingt gewinnen."

Kramaric hofft auf Schützenhilfe von Werder

"Bis zum 5:0 haben wir es fast perfekt gespielt. Dann waren wir zu entspannt. Und dann bekommen wir drei Gegentore. Das passiert in der Bundesliga, wenn man nicht bei 100 Prozent ist", sagt Doppelpacker Kramaric und ergänzt: "Darüber werden wir reden müssen." Dennoch hat er ein gutes Gefühl, dass seine Mannschaft noch Platz drei und die damit verbundene direkte Qualifikation für die Königsklasse buchen kann. "Ich habe immer noch Hoffnung, was Platz drei betrifft", so der Kroate.

Die Kraichgauer machten nämlich durch den Sieg zwei Punkte auf Dortmund gut, das nur 1:1 in Augsburg spielte. Beide Teams gehen punktgleich in den letzten Spieltag, der BVB hat die um vier Treffer bessere Tordifferenz. Hoffenheim empfängt Augsburg und die Borussen spielen zu Hause gegen Werder Bremen. Kramarics Hoffnung: "Vielleicht kann uns Bremen kommende Woche in Dortmund etwas helfen. Wir müssen auf jeden Fall gegen Augsburg gewinnen. Das ist die Grundlage."

mst

Bilder zur Partie Werder Bremen - TSG Hoffenheim