Regionalliga

SV Meppen weist Waldhof Mannheims Vorwürfe zurück

Viel Wirbel wegen Ticketvergabe fürs Aufstiegsrückspiel

Meppen weist Mannheimer Vorwürfe zurück

Fans des SV Waldhof Mannheim

Wollen auch im Rückspiel beim SV Meppen zahlreich vertreten sein: Die Fans des SV Waldhof Mannheim. Getty Images

In einem offenen Brief an die Verantwortlichen des SV Meppen hat "PRO Waldhof e.V.", der Dachverband der Mannheimer Fans, am gestrigen Freitag sein "Erschrecken" ausgedrückt, "dass der SV Meppen 1912 e.V. sich weigert, Sitzplatzkarten für das Aufstiegsspiel in Meppen an Fans des SV Waldhof Mannheim auszugeben." Ein solches Vorgehen könne man "nicht unkommentiert lassen". Diese Entscheidung missachte nicht nur "eine faire Gleichbehandlung von Heim- und Gästefans", sondern komme auch einer "Diskriminierung eines bestimmten Personenkreises" gleich. Gar "schlichtweg unverschämt und moralisch verwerflich" sei, dass den Waldhof-Fans keine ermäßigten Stehplatzkarten angeboten werden.

Meppen verweist auf Vorgaben der Polizei

Das Antwortschreiben des SV Meppen ließ nicht lange auf sich warten. "Mehr als erschreckend und befremdlich" stellten die Verantwortlichen des SVM am Anfang ihrer Stellungnahme klar, sei es, "in welcher Art und Weise zum Teil in dieser Sache diskutiert wurde - auf beiden Seiten." Dass keine Sitzplatzkarten an Gästefans ausgegeben werden, liege in einem Schreiben, das der SV Meppen am 8. Mai von der Polizeidirektion Emsland/Grafschaft Bentheim erhalten hat, begründet. Dort heißt es: "Da es im Sitzplazbereich keine bauliche Fantrennung gibt und diese auch nicht gewährleistet werden kann, sind keine Eintrittskarten im Bereich der Sitzplätze an Anhänger des SV Waldhof Mannheim zu verkaufen." Kurzum: Den Verantwortlichen seien also die Hände gebunden. Damit wies man auch den Vorwurf zurück, "sich durch das Verweigern der Ausgabe von Karten an gegnerische Fans einen Vorteil zu verschaffen".

Die Aufregung um den Nicht-Verkauf von ermäßigten Karten für Auswärtsfans konnte man auf Seiten des SVM ebenfalls nicht teilen: Dies sei mit den Verantwortlichen der Mannheimer so besprochen, da diese den Niedersachsen auch keine ermäßigte Tickets zur Verfügung stellen. Auch für die von Mannheimer Fans kritisierte Postleitzahlsperre im Online-Verkauf, die Gästefans den Erwerb neutraler Sitzplatzkarten verwehrt, hatte man eine Erklärung parat: Dieses Verfahren sei "bei Risikospielen im gesamten Bundesgebiet Gang und Gebe" und ebenfalls "in Absprache mit der Polizei" beschlossen worden.

Bleibt bei so viel Aufregung im Vorfeld nur zu hoffen, dass die beiden Aufstiegsspiele (Hinspiel: 28. Mai) zwischen den Staffelsiegern der Regionalliga Südwest und der Regionalliga Nord auch sportlich zu einem echten Schlagabtausch werden.

fi