Bundesliga 2004/05, 32. Spieltag
15:48 - 17. Spielminute

Tor 0:1
Petrov
Linksschuss
Wolfsburg

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Wichniarek
für Marx
Hertha

16:42 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Hertha

16:43 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Klimowicz
Wolfsburg

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Neuendorf
für Fathi
Hertha

16:51 - 63. Spielminute

Tor 1:1
Friedrich
Rechtsschuss
Vorbereitung Wichniarek
Hertha

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Makiadi
für Klimowicz
Wolfsburg

17:07 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Karhan
für Hofland
Wolfsburg

17:07 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Madlung
für Rafael
Hertha

17:09 - 81. Spielminute

Tor 2:1
Marcelinho
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Wichniarek
Hertha

17:12 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
T. Maric
für K. Fischer
Wolfsburg

17:16 - 87. Spielminute

Tor 3:1
Madlung
Linksschuss
Vorbereitung Friedrich
Hertha

BSC

WOB

32. Spieltag, Hertha BSC - VfL Wolfsburg 3:1 (0:1)

Joker Wichniarek ebnet den Weg zum Sieg

Kovac hatte bei der 1:2 -Niederlage in der vergangenen Woche in Rostock seine Gelbsperre abgesessen und kehrte gegen Wolfsburg ins Team zurück. Trainer Falko Götz ließ Dardai für den Kroaten auf der Bank. Auch Wolfsburgs Coach Erik Gerets nahm eine personelle Änderung vor: Gegenüber dem 1:0 -Sieg gegen den HSV stand Schnoor nach seiner Sperre (10. Gelbe Karte) wieder auf dem Rasen. Karhan hatte das Nachsehen.


Der 32. Spieltag im Überblick


Hertha musste einen Sieg landen, um an den Champions-League-Plätzen dran zu bleiben. Trotz dieser Vorzeichen ließ es der Gastgeber, wie auch die Gäste aus Wolfsburg, ruhig angehen. Mit zunehmender Spieldauer kristallisierte sich Hertha als Spiel bestimmende Mannschaft heraus, blieb aber vor dem Tor harmlos. Die Berliner konnten sich gegen die eng stehende VfL-Defensive nicht durchsetzen. Da sich Wolfsburg in erster Linie auf die Verteidigung konzentrierte, zeigte sich die Gerets-Elf kaum vor dem Tor von Fiedler. Gefährlich wurde es nur durch Standardsituationen. In der 17. Minute nutzte Petrov, wie schon in der Vorwoche gegen den HSV, einen direkten Freistoß: Der Bulgare legte sich das Leder nahe an der rechten Ecke des Strafraums aus circa 30 Metern zurecht. Er zirkelte den Ball um die Mauer und in den rechten oberen Torwinkel. Fiedler konnte den Ball nicht mehr ablenken. Auch in der Folgezeit fand die Götz-Elf nicht zu ihrem Spiel. In der Offensive fehlte die Idee, die Flügel nutzten die Hauptstädter kaum aus und es schlichen sich immer wieder Abspielfehler ein. Die Hausherren rannten sich vor dem Strafraum der Niedersachsen fest. Einzig Freistöße strahlten Gefahr aus, aber drei Versuche von Marcelinho aus aussichtsreichen Positionen brachten keinen Erfolg (20., 36. und 39.). So führten die "Wölfe" durch eine clevere und taktisch disziplinierte Leistung zur Pause mit 1:0.

In der zweiten Hälfte sollte Wichniarek für mehr Unruhe vor dem Tor von Jentzsch sorgen. Herthas Trainer Falko Götz ließ Marx in der Kabine. Die "alte Dame" erhöhte die Taktzahl, ging aggressiver in die Zweikämpfe und agierte zielstrebiger. Diesem intensiven Bemühen konnte der VfL nur mit verstärkter Defensiv-Arbeit beantworten, ein Wolfsburger Konterspiel fand nicht statt. In der 64. Minute wurden die Berliner belohnt: Neuendorf spielte auf die andere Seite zu Wichniarek, der das Auge hatte und Friedrich bediente. Der Nationalspieler wurde von Petrov bedrängt, schoss dennoch aus zehn Metern halbrechter Position. Der Ball schlug im langen Eck ein, Jentzsch war chancenlos. Nach dem Ausgleich blieb Hertha weiter dran, wenn auch nicht mehr so überlegen. Ein 14-Meter-Schuss von Wichniarek flog nur knapp am Tor vorbei (67.). Die "Wölfe" schienen mit einem Punkt zufrieden zu sein und standen weiter tief in der eigenen Hälfte. Gelegentliche Konter sorgten eher für Zeitgewinn als Entlastung. Für diese Passivität wurde der VfL in der 81. Minute bestraft: Wichniarek kam bei einem Zweikampf mit Sarpei an der Strafraumgrenze zu Fall. Schiedsrichter Kircher zeigte auf den Punkt. Marcelinho schnappte sich das Leder und verwandelte sicher gegen Jentzsch. Damit war die Partie entschieden, denn die Gerets-Elf konnte nichts mehr entgegensetzen. Hertha machte dann in der 88. Minute den "Sack" endgültig zu und markierte den 3:1-Endstand: Friedrich schickte Madlung mit einem Pass über fast 50 Meter. Der eingewechselte Abwehr-Spieler nahm das Leder an und schoss aus halblinker Position in die kurze Ecke. Jentzsch konnte nicht mehr abwehren.

Spieler des Spiels

Arne Friedrich Abwehr

2
Spielnote

4,5
Tore und Karten

0:1 Petrov (17', direkter Freistoß, Linksschuss)

1:1 Friedrich (63', Rechtsschuss, Wichniarek)

2:1 Marcelinho (81', Foulelfmeter, Linksschuss, Wichniarek)

3:1 Madlung (87', Linksschuss, Friedrich)

Hertha

Fiedler 4 - Friedrich 2 , van Burik 3, Simunic 3, Fathi 3,5 - N. Kovac 3,5, Marx 5 , Bastürk 3,5, Gilberto 4, Marcelinho 3,5 - Rafael 4,5

Wolfsburg

Jentzsch 3 - Rytter 4,5, Franz 3,5, Hofland 3 , S. Schnoor 4,5 - Thiam 3,5, H. Sarpei 4,5, K. Fischer 5 , Petrov 4 - Klimowicz 5 , Brdaric 5

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

3
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

58.075

In der ersten Hälfte knüpfte Berlin an die schwache Leistung aus dem Rostock-Spiel an. Mit der Einwechslung von Wichniarek, der zwei Tore vorbereitete, kamen die Berliner zurück und drehten das Spiel. Hertha hat mit dem "Dreier" weiterhin zwei Punkte Rückstand auf den dritten Platz. Der VfL, dessen Taktik nur in Halbzeit eins aufging, bleibt im Tabellenmittelfeld.