Bundesliga

FC Augsburg - Borussia Dortmund: Trainer Manuel Baum zufrieden - Coach Thomas Tuchel erwartet mehr Ruhe

FCA und BVB noch unvollendet

Baum zufrieden - Tuchel erwartet mehr Ruhe

Andreas Luthe & Pierre-Emerick Aubameyang

Nummer 100: Pierre-Emerick Aubameyang (r.) trifft gegen den FCA-Debütanten Andreas Luthe zum 1:1. Getty Images

100. Scorerpunkt für Aubameyang

Dortmund war ganz klar die tonangebende Mannschaft an diesem Samstagnachmittag: 77 Prozent Ballbesitz, 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 15:5 Torschüsse und 87 Prozent angekommene Pässe sprachen eigentlich klar für die Borussia, die den Gegner mit einem 3-3-2-2-System ein wenig überraschte. Trotzdem habe der FCA "relativ schnell den Schlüssel gefunden, um gut zu verteidigen", wie Coach Manuel Baum bei "Sky" sagte. "Die Arbeit gegen den Ball in den ersten 35, 40 Minuten war richtig gut, aber das hat Körner gekostet." Der verdiente Lohn: Alfred Finnbogason schoss Augsburg in Front, als er auf einen Schuss von Philipp Max erfolgreich abstaubte (29.).

Borussia Dortmund - Vereinsdaten

Gründungsdatum

19.12.1909

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

FC Augsburg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

08.08.1907

Vereinsfarben

Rot-Grün-Weiß

Trainersteckbrief Tuchel

Tuchel Thomas

Trainersteckbrief Baum

Baum Manuel

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
79
2
RB Leipzig
66
3
Borussia Dortmund
61

Das hat Körner gekostet.

Augsburgs Trainer Manuel Baum

Die Antwort der Borussen folgte postwendend: Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang stand goldrichtig, als Shinji Kagawas Flachschuss in seine Richtung kam und er aus der Nahdistanz zum 1:1 einschob (32.). Aubameyangs 29. Saisontreffer bedeutete seinen insgesamt 100. Scorerpunkt in der Bundesliga (83 Tore, 17 Assists). Vorbereiter Kagawa legte vier seiner insgesamt fünf Saison-Assists für den Gabuner auf. Diese Kombination sollte im weiteren Verlauf aber nicht mehr stechen - trotz der drückenden Dominanz der Dortmunder. Augsburg erkämpfte sich schlussendlich einen Punkt.

Augsburg zufrieden, aber noch nicht gerettet

Spielbericht

"Dass wir Dortmund nicht komplett ausschalten können, ist klar", befand Baum hinterher. "In der zweiten Halbzeit sind wir müder und fahriger geworden, da kam nach Balleroberung nicht mehr viel raus. Aber bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir verrichtet haben, und mit dem Punkt gegen starke Dortmunder."

Ein Zähler, mit dem der FCA angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz gut leben kann: Zwar zog Mainz (4:2 gegen Frankfurt) vorbei, doch Wolfsburg (1:1 gegen Gladbach) und Hamburg (1:1 auf Schalke), die am 34. Spieltag in einem direkten Duell aufeinandertreffen, machten keine Punkte gut - und nehmen sich diese beim Saisonfinale nun gegenseitig weg. Die Fuggerstädter selbst müssen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Hoffenheim ran.

Dortmund konzentriert sich auf "zwei Endspiele"

Dortmund spürt dagegen den heißen Atem von Verfolger Hoffenheim, das 5:3 in Bremen siegte und nun punktgleich ist, im Nacken. "Auch wenn wir nur 1:1 gespielt haben, haben wir alles noch selbst in der Hand", sagte BVB-Angreifer Marco Reus. Kapitän Marcel Schmelzer ergänzte: "Dazu müssen wir das Heimspiel gegen Werder Bremen gewinnen. Wir wollen nicht in die Play-offs, wir wollen den dritten Platz in der Liga behalten und den Pokal nach Dortmund holen." Nach dem Liga-Finale gegen Bremen ist die Borussia auch noch eine Woche später im DFB-Pokal-Endspiel gegen Eintracht Frankfurt gefordert.

Es wird auf jeden Fall ruhiger, weil es nicht lauter geht.

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel über das Reizklima beim BVB

Störgeräusche sind da eher unerwünscht - auch wenn genau diese das bestimmende Thema bei den Schwarz-Gelben in der vergangenen Woche waren. "Das ist in der Mannschaft gar kein Thema", wiederholte Schmelzer gebetsmühlenartig. "Uns Spieler darf das nicht interessieren", schob auch Reus die Angelegenheit beiseite. Tuchel nahm es mit Humor: "Es wird auf jeden Fall ruhiger, weil es nicht lauter geht", lächelte der Trainer und verweist auf eine konzentrierte Atmosphäre in der BVB-Kabine: "Wenn der Sturm tobt, ist es im Auge ganz ruhig. Wir haben jetzt zwei Endspiele, eins in Dortmund, eins in Berlin. Ich freue mich auf diese beiden Endspiele, bin total fokussiert darauf, alles andere wird ausgeblendet und muss ausgeblendet werden bis nach der Saison."

cru

Bilder zur Partie FC Augsburg - Borussia Dortmund