Bundesliga 2004/05, 29. Spieltag
16:02 - 30. Spielminute

Tor 0:1
Marcelinho
Linksschuss
Vorbereitung Friedrich
Hertha

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Lisztes
für Borowski
Bremen

16:43 - 55. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Hunt
für C. Schulz
Bremen

16:56 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Dárdai
für Bastürk
Hertha

16:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Wichniarek
für Rafael
Hertha

16:58 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Hertha

17:01 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Zidan
für Fahrenhorst
Bremen

17:08 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Neuendorf
für Marcelinho
Hertha

BRE

BSC

29. Spieltag, Werder Bremen - Hertha BSC 0:1 (0:1)

Werder beißt sich an Berlin die Zähne aus

Bremens Coach Thomas Schaaf konnte wieder auf Ismael zurückgreifen, der beim 2:1-Erfolg in Hamburg seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hatte. Da Fahrenhorst eine ordentliche Leistung bot, blieb Pasanen draußen. Im Sturm ersetzte Valdez den verletzten Klose (Knieprobleme), und in der Abwehr verdrängte Schulz Magnin. Gegenüber dem 3:1-Arbeitssieg gegen den SC Freiburg änderte Herthas Trainer Falko Götz sein Team auf drei Positionen: Simunic kehrte nach Verletzung und Erkältung zurück. Rafael und Fathi standen wieder in der Anfangsformation. Madlung, Salihovic und Bobic hatten das Nachsehen.


Der 29. Spieltag im Überblick


In dem Duell Vierter gegen Fünfter ging es für die beiden Teams einerseits um die Festigung der UEFA-Cup-Plätze, andererseits auch um den Anschluss an die Plätze, die zur Teilnahme bzw. Qualifikation der Champions-League berechtigen. Dementsprechend druckvoll begannen die Bremer. Sie nahmen von der ersten Minute an das Heft in die Hand, konnten sich aber in der Anfangsphase nicht gegen die sattelfeste Abwehrreihe der Berliner durchsetzen. Hertha stand tief, fuhr aber schon früh gefährliche Konter. So setzten Rafael nach schöner Marcelinho-Vorarbeit (5.) und Bastürk mit einem 15-Meter-Schuss (7.) Akzente. Nach gut zehn Minuten bekamen die Gastgeber das Spiel immer besser in Griff. Neben der Feldüberlegenheit erarbeiteten sie sich ein Plus im Zweikampfverhalten und ließen den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen. So prüfte Klasnic Fiedler mit einem strammen 14-Meter-Schuss (13.), und Jensens Drop-Kick aus 15 Metern ging knapp am Tor der Berliner vorbei (18.). Hertha konnte sich kaum aus der Umklammerung lösen, deshalb war es umso überraschender als Marcelinho in der 30. Minute die Führung erzielte: Friedrich spielte einen langen Ball auf Marcelinho, der auf der rechten Seite von einem Stellungsfehler von Fahrenhorst profitierte. Der Brasilianer drängte in den Strafraum und jagte das Leder aus zehn Metern in die Maschen. Der Faden im Spiel der Bremer riss. Werder war schockiert und anfällig für Fehler. So hätte Hertha schon 2:0 führen können, doch Marcelinho zögerte nach einem Rafael-Zuspiel zu lange, und Reinke parierte den Schuss des Brasilianers (35.). Danach fingen sich die Bremer wieder, ließen sich nicht mehr auskontern, brachten aber auch vor dem gegnerischen Tor bis zur Pause nichts Konstruktives mehr zu Stande.

Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Werder war überlegen, konnte dies aber nicht in Zählbares ummünzen. Hertha setzte weiter brandgefährliche Konter und ließ sich nicht von seiner Linie abbringen. Einen Schuss von der rechten Strafraumecke von Marcelinho konnte Reinke parieren (52.), und eine Kontermöglichkeit konnte Rafael kurz vor Reinke nicht vollenden, der Heber landete neben dem Tor (54.). Werders Coach Thomas Schaaf reagierte und brachte mit Hunt einen dritten Stürmer (55.). Der 18-Jährige sorgte für Belebung im Angriffspiel der Hausherren. Auf einmal klappte das Überraschungsmoment, der Spielwitz kehrte zurück und der amtierende Meister erspiele mehrere Torchancen. Doch Lisztes' Weitschuss (57.), Hunts Heber (58.), Fahrenhorsts Kopfball und Jensens Direktschuss (65.) waren allesamt nicht von Erfolg gekrönt. Die Gäste von der Spree reagierten in der letzten halben Stunde nur noch. Auch Entlastungsangriffe wurden mit zunehmender Spielzeit immer seltener. Mit Dardai kam eine weitere Stütze für die Defensive. Aber die passive Taktik der Hauptstädter ging auf, denn Bremen belagerte zwar das Tor des Kontrahenten, konnte sich aber auch mit vier Stürmern (Zidan wurde eingewechselt, 77.) nicht durchsetzen. Die Schaaf-Elf versuchte den Ausgleich zu erzwingen, aber sie biss sich die Zähne am Verteidigungswall der "alten Dame" aus.

Spieler des Spiels

Josip Simunic Abwehr

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

0:1 Marcelinho (30', Linksschuss, Friedrich)

Bremen

Reinke 2,5 - Stalteri 3, Ismael 2,5, Fahrenhorst 5 , C. Schulz 4 - F. Ernst 3, Jensen 3,5, Borowski 4,5 , Micoud 4 - Valdez 4,5, Klasnic 5

Hertha

Fiedler 2,5 - Friedrich 3 , van Burik 3, Simunic 1,5, Fathi 3 - N. Kovac 3, Marx 4, Bastürk 4,5 , Gilberto 4, Marcelinho 1,5 - Rafael 3,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Franz-Xaver Wack Biberbach

2,5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

40.453

Hertha stand von der ersten Minute an tief in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. Diese Taktik ging auf, Marcelinhos Tor reichte für den "Dreier". Werder kämpfte bis zum Schluss, aber es fehlten die nötigen Mittel, Berlin zu knacken. Damit schließt die Götz-Elf auf die Nordlichter auf, bleibt aber auf Grund des schlechteren Torverhältnisses auf Rang fünf.