Bundesliga 2004/05, 23. Spieltag
15:35 - 5. Spielminute

Gelbe Karte
Lizarazu
Bayern

15:58 - 28. Spielminute

Spielerwechsel
D. Schumann
für Riether
Freiburg

16:02 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Lucio
Bayern

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Scholl
für Salihamidzic
Bayern

16:39 - 52. Spielminute

Tor 0:1
Deisler
Rechtsschuss
Vorbereitung Makaay
Bayern

16:49 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Antar
für Bajramovic
Freiburg

16:47 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Frings
für Deisler
Bayern

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Dorn
für Sanou
Freiburg

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Hargreaves
für Scholl
Bayern

SCF

FCB

23. Spieltag, SC Freiburg - Bayern München 0:1 (0:0)

Der FC Bayern gibt sich keine Blöße

Am vergangenen Samstag musste sich der SC Freiburg im Abstiegsduell gegen den VfL Bochum nicht nur mit 1:3 geschlagen geben, sondern verlor zudem Stammtorhüter Golz, der nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Der Routinier war demnach für die Partie gegen den FC Bayern gesperrt. Trainer Volker Finke musste darüber hinaus auf Mittelfeldspieler Tskitishvili auskommen (Adduktorenprobleme), wieder einsatzbereit war dagegen Bajramovic. Golz wurde durch den 21-jährigen Reinard vertreten, der erstmals in dieser Saison von Beginn an zwischen den Pfosten stand. Gegenüber der Partie im Ruhrstadion hatte die Finke-Elf ein völlig verändertes Gesicht: Golz, Schumann, Tskitishvili, Antar und Dorn konnten oder durften nicht auflaufen und wurden ersetzt durch Reinard, Ibertsberger, Bajramovic, Aogo und Sanou. Auf Seiten der Bayern musste Felix Magath wegen anhaltender Muskelprobleme bereits im dritten Spiel in Folge auf Mittelfeldantreiber Ballack verzichten. Gegenüber dem 3:1-Erfolg gegen Arsenal London in der Champions-League am Dienstag stellte der Coach des FC Bayern sein Team lediglich auf einer Positionen um. Ein wenig überraschend kam Deisler seit dem 8. Spieltag zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Für ihn musste Frings weichen.


Der 23. Spieltag im Überblick


Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams innerhalb weniger Tage im badenova-Stadion – am Mittwoch findet hier das DFB-Pokal-Viertelfinale statt - wirkten die Gastgeber überaus engagiert, legten eine überzeugende kämpferische Einstellung an den Tag und hatten von Beginn an mehr vom Spiel. Die erste große Chance vor ausverkauftem Haus hatte allerdings der Rekordmeister, als Makaays Schuss aus 18 Metern knapp am linken Pfosten vorbei strich (14.). Der Sportclub zeigte sich jedoch wenig beeindruckt, blieb das aktivere Team und erarbeitete sich nun auch gute Einschussmöglichkeiten. Coulibaly prüfte Kahn mit einem hart und platziert getretenen 30-Meter-Freistoß (26.). Der Nationaltorhüter war auch wenig später auf dem Posten, als er einen abgefälschten Bajramovic-Schuss aus dem rechten Eck fischen konnte (30.). Für Aufregung sorgte in der 35. Minute Lucio, der – wenige Minuten zuvor Gelb-verwarnt – wiederum Gelb-würdig Bajramovic foulte. Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich ahndete jedoch ein Foul von Salihamidzic wenige Augenblicke zuvor, so dass der Brasilianer weitermachen konnte. Der FC Bayern blieb auch in der Folgezeit zu passiv und konnte weder spielerisch noch kämpferisch überzeugen. Die Breisgauer versäumten es bei weiteren guten Gelegenheiten, einen Treffer zu erzielen, so dass es bis zum Halbzeitpfiff beim 0:0-Unentschieden blieb. Felix Magath reagierte zur Halbzeit und brachte Scholl an Stelle von Salihamidzic in die Begegnung, um die bis dato lahmende Kreativabteilung des Rekordmeisters zu beflügeln. Scholl spielte fortan zentral hinter den Spitzen, Deisler rückte auf die rechte offensive Außenbahn. Die Bayern kombinierten nun in der Vorwärtsbewegung schneller und flüssiger und erzielten wenig später die Führung, die zu diesem Zeitpunkt allerdings ein wenig glücklich war: Makaay bediente bei einem Konterangriff Deisler, der zunächst Ibertsberger austanzte und dann mit einem trockenen Flachschuss aus 18-Metern ins linke Eck dem jungen Rainard keine Chance ließ (52.). Die Freiburger bemühten sich in der Folgezeit um den schnellen Ausgleich, agierten dabei aber weitestgehend ohne Durchschlagkraft. Der Tabellenführer beherrschte die Begegnung nun klar und kam immer wieder zu kleineren Torgelegenheiten, ohne dabei allerdings mit letzter Konsequenz die Vorentscheidung zu suchen. Das Finke-Team wirkte mit zunehmender Spieldauer immer hilfloser und konnte das Tor der Bayern nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen. Die beste Gelegenheit vergab der eingewechselte Dorn, der nach einem Kovac-Schnitzer an den Ball kam, das Leder allerdings aus 14 Metern halbrechter Position weit über das Tor schoss (87.). Der Rekordmeister brachte die Begegnung letztlich souverän über die Zeit. So blieb es bei einem durch die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit letztlich verdienten 1:0-Arbeitssieg des FC Bayern.

Die Münchner konnten mit diesem Erfolg ihren ersten Auswärtssieg im Jahr 2005 feiern und können so ihre Tabellenführung auch an diesem Wochenende verteidigen.

Die Freiburger überzeugten in der ersten Halbzeit, konnten jedoch erneut nicht punkten. Dies ist im Abstiegskampf zu wenig.