15:52 - 22. Spielminute

Gelbe Karte
Fukal
Gladbach

16:00 - 29. Spielminute

Tor 1:0
Hunt
Linksschuss
Vorbereitung Pasanen
Bremen

16:16 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Kluge
Gladbach

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
van Hout
für Broich
Gladbach

16:40 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Jensen
für Micoud
Bremen

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Hausweiler
für Fukal
Gladbach

17:09 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Zidan
für Hunt
Bremen

17:10 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Polanski
für Kluge
Gladbach

17:11 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Moore
Gladbach

17:14 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Polanski
Gladbach

17:15 - 88. Spielminute

Tor 2:0
Zidan
Rechtsschuss
Vorbereitung Jensen
Bremen

17:18 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Strasser
Gladbach

17:18 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
C. Schulz
für Klose
Bremen

BRE

BMG

Bundesliga

Werders zweite Sturm-Garde kam, sah und traf

21. Spieltag, Werder Bremen - Bor. M'gladbach 2:0 (1:0)

Werders zweite Sturm-Garde kam, sah und traf

Beide Trainer mussten ihre zuletzt erfolgreichen Startformationen verletzungsbedingt umbauen. Bei Werder Bremen zog sich Stürmer Klasnic im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zu. Coach Thomas Schaaf vergab den freigewordenen Platz an den 18-jährigen Hunt, da auch "Edeljoker" Valdez, der den entscheidenden Treffer beim 3:2-Erfolg in Wolfsburg markiert hatte, aufgrund seiner fünften Gelben Karte fehlte. Zudem kehrte Ismael nach Gelb-Sperre zurück, Fahrenhorst räumte seinen Platz. Gladbachs Dick Advocaat musste ebenfalls seine erfolgreiche Angriffsreihe umstellen. Ausgerechnet der Doppeltorschütze aus dem 3:2 gegen Freiburg , Neuzugang Wesley Sonck, fiel mit Knie- und Knöchelbeschwerden aus. Der Niederländer auf der Borussen-Bank brachte mit Broich seinen "Teilzeitarbeiter": Nur in vier seiner 20 Pflichtspieleinsätze der Saison durfte der 23-Jährige über die volle Spielzeit mitwirken.


Der 21. Spieltag im Überblick


Nach sechs bzw. sieben Punkten aus den vorangegangenen drei Partien der Rückrunde liefen beide Mannschaften mit breiter Brust auf. Gladbach versteckte sich keineswegs, sondern setzte die Hausherren bereits in der eigenen Hälfte unter Druck, die dadurch erzwungenen Ballverluste des Meisters im Spielaufbau konnten die Gäste allerdings nicht nutzen. Da auch Werder bereits früh den Gegner attackierte, fand das Spiel in der Anfangsphase fast ausschließlich im Mittelfeld statt. Mit zunehmender Spieldauer kam das Heimteam besser in die Begegnung, so dass sich die Norddeutschen auch nicht unverdient die erste Torchance der Begegnung erarbeiteten. Nach einem bösen Fehlpass von Strasser vor dem eigenen Sechzehner bediente Ernst den freistehenden Hunt. Das 18-jährige Sturmtalent verpasste in seinem ersten Bundesligaeinsatz von Beginn an das Tor nur um Zentimeter (19.). Gladbach wirkte zwar bemüht, konnte sich in der Offensive aber nur selten durchsetzen. Die größte Möglichkeit im ersten Durchgang hatte noch Neuville, der nach einem Einwurf und einer zu kurzen Kopfballabwehr von Magnin den Ball volley nahm. Sein Drehschuss rauschte aber weit über das Tor (25.). So war es der junge Hunt der sich selbst einen Traumeinstand als Stammspieler verschaffte und Werder für ein spielerisches Übergewicht belohnte: Nach Ecke Micoud kam Hunt fünf Meter vor dem Tor frei an den Ball und konnte leicht einschieben (29.). Auch nach dem Tor zeigte sich den 40.566 Zuschauern ein unverändertes Bild, Werder hatte die Partie im Griff. Gladbach war zwar bemüht, konnte sich aber nur selten in Tornähe durchsetzen. Kurz vor der Halbzeit wäre den Hausherren beinahe noch ein zweiter Treffer geglückt. Nach einem Steilpass von Micoud gingen Hunt und Klose auf das Tor zu, als der Nationalstürmer ins leere Tor einschieben wollte, wurde er von Strasser mit vollem Einsatz von hinten attackiert und verpasste so eine deutliche Halbzeitführung. Die Bremer Rufe nach einem Elfmeter ignorierte Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer.

Borussen-Trainer Dick Advocaat reagierte auf die Darbietung seiner Elf in der Halbzeit mit einer personellen und taktischen Umstellung: Für Broich kam mit van Hout ein weiterer Stürmer, Gladbach agierte fortan wieder im zuletzt so erfolgreich praktizierten System mit drei Spitzen. Die "Fohlen" kamen auch prompt sehr engagiert aus der Kabine, beschäftigten Bremens Hintermannschaft in den Anfangsminuten deutlich mehr als noch im ersten Durchgang. Doch der Offensivdrang der Westdeutschen stellte sich als Strohfeuer heraus. Nach zehn Minuten hatte der Doublegewinner von der Weser die Partie wieder im Griff und suchte seinerseits die frühe Entscheidung. Doch Fernschüsse von Baumann (55.) und Jensen (56.) brachten zunächst wenig Torgefahr, ehe Borowski zwei Mal aus aussichtsreicher Position scheiterte (69., 71.). Die Gäste lockerten immer mehr die Defensive, kamen aber dennoch kaum gefährlich vor das von Reinke gehütete Tor. Meist wurden die Angriffsversuche schon im Mittelfeld abgefangen und von den Hausherren zu schnellen Gegenstößen genutzt. Zu einer bedingungslosen Schlussoffensive setzten die Gäste nie an. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann ein weiteres neues Gesicht im Werder-Trikot. Ein schwacher Pass von Jensen erreichte den für Hunt ins Spiel gekommenen Zidan zwar nicht direkt, der Ägypter setzte aber nach, erkämpfte sich das Leder von Moore und vollstreckte aus 14 Metern sicher und unhaltbar für Keller (88.).

Spieler des Spiels

Fabian Ernst Mittelfeld

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Hunt (29', Linksschuss, Pasanen)

2:0 Zidan (88', Rechtsschuss, Jensen)

Bremen

Reinke 3 - Stalteri 3,5, Ismael 3,5, Pasanen 2,5, Magnin 3 - Baumann 4, Borowski 3,5, F. Ernst 2, Micoud 3 - Klose 3 , Hunt 2

Gladbach

Keller 3 - Fukal 4,5 , Moore 4,5 , Strasser 3,5 , Jansen 3 - Thijs 4, Kluge 5 , Böhme 4, Broich 5 - Sverkos 5, Neuville 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

5,5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

40.566

Bremen gewinnt sicher und verdient gegen ein Gladbacher Team, das sich zwar nicht versteckte, aber bis auf die Anfangsphasen beider Halbzeiten Werder kaum gefährden konnte. Der Meister bleibt somit weiter aussichtsreich im Kampf um einen Champions-League-Platz, während die Borussia mit der ersten Niederlage der Rückrunde einen Rückschlag hinnehmen muss.