Bundesliga 2004/05, 18. Spieltag
20:39 - 5. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

20:42 - 8. Spielminute

Gelbe Karte
Frings
Bayern

20:42 - 8. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Schweinsteiger
für Lizarazu
Bayern

20:49 - 15. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Benjamin
für Trochowski
HSV

20:56 - 22. Spielminute

Tor 1:0
Pizarro
Kopfball
Vorbereitung Scholl
Bayern

21:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Jeremies
für Zé Roberto
Bayern

21:39 - 48. Spielminute

Tor 2:0
Schweinsteiger
Linksschuss
Vorbereitung Makaay
Bayern

21:51 - 54. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Moreira
für Takahara
HSV

21:45 - 55. Spielminute

Tor 3:0
Makaay
Rechtsschuss
Vorbereitung Frings
Bayern

21:54 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Dondé
für Klingbeil
HSV

22:00 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Barbarez
HSV

22:05 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Jeremies
Bayern

22:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Zickler
für Scholl
Bayern

FCB

HSV

18. Spieltag, Bayern München - Hamburger SV 3:0 (1:0)

Pizarro nutzt Pieckenhagens Fauxpas

Zum Auftakt der Rückrunde musste Bayern-Coach Felix Magath auf den Gelb-gesperrten Nationalspieler Ballack verzichten. In der Anfangsformation des Rekordmeisters richteten sich die Augen der Fans besonders auf Rückkehrer Lizarazu auf seiner angestammten Position links in der Viererkette und den offensiven Mittelfeldstrategen Scholl, der hinter den beiden Spitzen Makaay und Pizarro zum Einsatz kam. HSV-Trainer Thomas Doll konnte nicht auf den verletzten Innenverteidiger Boulahrouz und den Gelb-gesperrten Beinlich zurückgreifen. Für den Niederländer spielte Reinhardt in der Viererkette. Neuzugang Trochowski - in der Winterpause von den Bayern zu den Hanseaten gewechselt - gab sein Startelf-Debüt in der Bundesliga.


Der 18. Spieltag im Überblick


Auf schneebedecktem Boden sahen die Fans im Olympiastadion in der Anfangsphase zunächst ein gleichverteiltes Spiel. Der HSV suchte durchaus den Weg nach vorne, allerdings blieben sowohl die Gäste als auch der Rekordmeister zunächst ohne Tormöglichkeiten. Beide Teams wurden früh zum Wechseln gezwungen, und es erwischte jeweils die Neuzugänge: Auf Seiten der Bayern dauerte das Comeback von Lizarazu nur acht Minuten, bevor der Franzose verletzungsbedingt gegen Schweinsteiger ausgewechselt werden musste. Und auch Trochowski hatte sich seinen ersten Einsatz für seinen neuen Klub sicherlich anders vorgestellt, als nach einer knappen Viertelstunde ebenfalls verletzt den Platz verlassen zu müssen. Für den gebürtigen Polen schickte Trainer Doll Benjamin aufs Feld. Während die Münchner vielfach umstellen - Salihamidzic wechselte nach links, Frings dafür nach rechts hinten, und Schweinsteiger agierte auf der vorherigen Frings-Position - übernahm Benjamin einfach den Part von Trochowski. Nach 19 Minuten dann der erste echte Aufreger: Nach Jarolims Eckball kam Kovac in der Mitte gegen Barbarez einen Schritt zu spät. Der Bosnier köpfte aus sieben Metern, Kahn bewahrte sein Team mit einer Glanzparade vor dem Rückstand. Die vergebene Chance sollte sich für die Nordlichter alsbald rächen: Klingbeil brachte auf der rechten Außenbahn Schweinsteiger zu Fall - Freistoß. Den bringt Scholl in den Fünfmeterraum, Pieckenhagen unterläuft den Ball, Wicky kommt nicht hoch, so dass Pizarro aus kurzer Distanz zur Führung einnicken kann (21.). In der Folge tat sich nicht mehr viel, Bayern kontrollierte die Partie gegen die Doll-Elf, ohne selbst Akzente zu setzen. Hamburg intensivierte zwar seine Offensivbemühungen, konnte sich aber allzu selten gegen die Abwehr des Rekordmeisters in Szene setzen. Lediglich zwei Mal kam der Tabellenführer in Bedrängnis: Salihamidzic köpfte gegen Mpenza bei einem Rettungsversuch knapp am eigenen Gehäuse vorbei (35.), und bei Takaharas Scharfschuss erwies sich Kahn als Meister seines Faches (44.). Mit Jeremies für Zé Roberto legte die Heimelf zu Beginn des zweiten Durchgangs los wie die Feuerwehr und hatte binnen Sekunden gleich zwei Mal das zweite Tor auf dem Fuß: Makaay scheiterte nach Reinhardts Aussetzer am Innenpfosten - und Pizarro gelang das Kunststück, den Abpraller aus acht Metern auf den vor der Torlinie postierten van Buyten zu platzieren (46.). Doch die Magath-Elf ließ nicht locker, und bereits zwei Minuten später war es soweit: Schweinsteiger spielt sich per Doppelpass mit Makaay durch die Abwehrreihen der Gäste. Pieckenhagen berührt zwar den Linksschuss des Youngsters, doch der Ball hat genug Fahrt, um den Rettungsversuch des heraneilenden Klingbeil verpuffen zu lassen - 2:0. Und gegen die überforderte Deckung der Hamburger legten die Bayern noch mal nach: Einfach, aber wirkungsvoll bringt Frings Makaay mit einem weiten Pass in Stellung, und der Goalgetter bleibt cool. Sein Heber über Pieckenhagen hinweg aus 14 Metern prallt von der Latte an den Innenpfosten und von dort ins Netz (55.). Damit war die Begegnung entschieden. Die Hanseaten fanden nicht mehr in die Partie zurück und hätten bei besserer Chancenverwertung der weiterhin munter nach vorne spielenden Münchner durchaus als klarerer Verlierer den Platz verlassen können. Vor allem nach Eckbällen zeigte die Abwehr der Doll-Elf große Schwächen. Lucio (68.) und Salihamidzic (74.) konnten die besten Chancen nicht nutzen.

Spieler des Spiels

Oliver Kahn Tor

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Pizarro (22', Kopfball, Scholl)

2:0 Schweinsteiger (48', Linksschuss, Makaay)

3:0 Makaay (55', Rechtsschuss, Frings)

Bayern

Kahn 2 - Salihamidzic 3, Lucio 2,5, R. Kovac 2,5, Lizarazu - Hargreaves 3, Frings 3 , Zé Roberto 4,5 , Scholl 3,5 - Pizarro 2,5 , Makaay 2,5

HSV

Pieckenhagen 5 - Brecko 4, Reinhardt 4,5, van Buyten 3,5, Klingbeil 4 - Wicky 5, Jarolim 5 , Trochowski , Barbarez 3,5 - Takahara 5 , Mpenza 4,5

Schiedsrichter-Team

Lutz Wagner Kriftel

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

39.000

So blieb es am Ende beim hochverdienten Sieg der geschlossen auftretenden Bayern, die die Partie mit starken zehn Minuten nach der Pause entschieden. Der HSV scheiterte einmal mehr bei dem Unterfangen, die schwarze Serie (ohne Sieg beim Rekordmeister seit fast 23 Jahren) zu beenden.