Bundesliga

Eintracht Frankfurt: Sorgen um Haris Seferovic und Marc Stendera

Rückkehr zur Dreierkette gegen Mainz?

Frankfurter Sorgen um Seferovic und Stendera

Haris Seferovic (l.) am Dienstag im Training

Musste das Vormittagstraining abbrechen: Eintracht-Stürmer Haris Seferovic (l.). imago

Die Personalsituation droht sich vor dem Derby in Mainz weiter zuzuspitzen. Mit einem dick bandagierten Knie verließ Seferovic am Dienstag vorzeitig den Platz, nachdem er bei einer Aktion mit Ball unglücklich umgeknickt war. Ob es etwas Ernstes ist, konnte der Schweizer Nationalstürmer beim Verlassen des Platzes noch nicht sagen.

Ungewissheit herrscht auch bei Stendera, der sein Knie an diesem Dienstag von einem Spezialisten untersuchen lässt. Am 23. Mai 2016 hatte der Mittelfeldspieler beim Relegationsspiel in Nürnberg einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss erlitten, was eine fast einjährige Zwangspause nach sich zog. In Hoffenheim und gegen Wolfsburg stand er jüngst erstmals wieder auf dem Platz. Da für Omar Mascarell (Achillessehnenentzündung) die Saison wohl ebenso beendet ist wie für Makoto Hasebe (Knie-OP), ist die Personaldecke im defensiven Mittelfeld besonders dünn.

Spielersteckbrief Seferovic

Seferovic Haris

Spielersteckbrief M. Stendera

Stendera Marc

Spielersteckbrief Andersson Ordonez

Ordonez Valdez Andersson Rafael

Gegen Mainz wieder mit Dreier- bzw. Fünferkette?

Im Training am Dienstag bildeten zeitweise Varela, Hector, Abraham, Oczipka und Tawatha eine Fünferkette, davor spielten Chandler und Gacinovic auf der Doppelsechs. Gut möglich, dass diese Defensiv-Formation so auch am Samstag in Mainz aufläuft. Gegen Wolfsburg (0:2) setzte Trainer Niko Kovac zwar auf eine Viererkette, die nur situativ zur Fünferkette wurde, wenn sich Chandler von der Sechs zurückfallen ließ, der VfL spielte aber auch nur mit einem Stürmer (Gomez).

Mainz wiederum agierte beim 0:0 in Hamburg mit zwei nominellen Angreifern (Cordoba, Muto). Spielen die 05er auch gegen Frankfurt mit einer Doppelspitze, wird Kovac höchstwahrscheinlich zur Dreier-/Fünferkette zurückkehren, um im Abwehrzentrum Überzahl zu schaffen. So reagierte er zumindest bisher, wenn der Gegner mit zwei Mittelstürmern operierte.

Andersson Ordonez "auf dem Weg der Besserung"

Andersson Ordonez wird am Samstag noch keine Option sein. Der Innenverteidiger, der zuletzt wegen Wadenproblemen fehlte, konnte am Dienstag zwar individuelles Lauftraining absolvieren, Co-Trainer Robert Kovac, der sich am Dienstag vor allem zu seinem Akt der Zivilcourage am Vorabend äußern musste , meinte aber: "Man kann noch nicht sagen, wann er wieder spielen kann. Er ist aber auf dem Weg der Besserung."

Julian Franzke