Domstädter retten sich wieder am drittletzten Spieltag

Fortuna Köln: Mehr als nur Klassenerhalt

Fortuna-Coach Uwe Koschinat

Erleichterung bei Uwe Koschinat: Mit Fortuna Köln hat er den Klassenerhalt geschafft. imago

Nach einer Negativserie mit nur einem Sieg aus sieben Ligaspielen waren die Kölner noch einmal in Abstiegsgefahr geraten. Besonders die 0:1-Heimniederlage durch ein spätes Gegentor gegen Paderborn in der Vorwoche war für Trainer Uwe Koschinat ein "Stich ins Herz" und sorgte für eine unruhige Woche im Kölner Süden. "Die Gefühlslage war keine einfache", gab Koschinat gegenüber dem Vereins-TV nach dem 2:1-Auswärtssieg am Samstag in Osnabrück, mit dem sein Team dann doch vorzeitig den Klassenverbleib sicherte, zu.

Denn ein Abstieg würde wohl den Absprung von Investor Michael Schwetje bedeuten. Professioneller Fußball im Südstadion wäre dann nur noch schwer vorstellbar. Der Erhalt der Klasse ist für die Fortuna praktisch gleichbedeutend mit dem Erhalt der Existenz, zumal eine weitere Bedrohung von unten lauert.

Trainersteckbrief Koschinat

Koschinat Uwe

Spielersteckbrief Uaferro

Uaferro Boné

Fortuna Köln - Vereinsdaten

Gründungsdatum

21.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Stadtrivale Viktoria Köln sicherte sich souverän die Meisterschaft in der Regionalliga West und kann in der Relegation gegen Carl Zeiss Jena ebenfalls die Drittklassigkeit erreichen. Einen Aufstieg des Klubs von der anderen Rheinseite hatte Koschinat in einem kicker-Interview im November als "absolute Katastrophe" bezeichnet, da die durch Mäzen Franz-Josef Wenzke finanziell gut aufgestellte Viktoria den Fortunen in punkto Zuschauerzahlen und Strahlkraft auf dem Transfermarkt den zweiten Rang in der Stadt hinter dem 1. FC Köln ablaufen würde. "Dann gäbe es für die meisten Spieler kaum noch Gründe, nicht zur Viktoria zu wechseln", so Koschinat damals. Ein Abstieg der Fortuna in die Viertklassigkeit wäre so für den Verein noch schwerer zu verkraften.

Sonderlob für Uaferro - Pokalfinale terminiert

Umso erleichterter zeigte sich der Fortuna-Coach nach Spielende in Osnabrück. "Es erfüllt mich mit sehr viel Stolz, dass wir mit relativ unverändertem Personal aufgestiegen sind und dreimal die Klasse gehalten haben," sagte Koschinat.

Auch mit Lob für seine Spieler hielt sich der sonst oft kritische 45-Jährige nicht zurück. Besonders Boné Uaferro habe "als omnipräsenter Innenverteidiger heute alles richtig gemacht". Zudem gelang dem Abwehrchef per Kopf sein erstes Saisontor zum zwischenzeitlichen 2:0. "Wir haben heute vielleicht unser bestes Spiel dieser Saison gemacht", sagte Uaferro, sprach dann aber wohl auch allen aus dem Herzen, die es mit der Fortuna halten: "Die Spannung jedes Jahr brauchen wir nicht und die Fans auch nicht."

Noch einmal Spannung wird es in dieser Saison trotz des gesicherten Klassenverbleibs aber noch geben. Im Finale des Landespokals Mittelrhein treffen die Fortunen auf den Regionalligisten Bonner SC. Am heutigen Montag wurde die Partie im Rahmen des "Pokaltags der Amateure" am 25. Mai fest terminiert. Anstoß ist um 17 Uhr im Bonner Sportpark Nord, dem Heimstadion des Finalgegners.

kon/ckr