Hoffenheim: Nach dem Ex-Klub muss der Vater leiden

Hübners ganz besondere Tore

Der Mann für die besonderen Tore: Hoffenheims Benjamin Hübner.

Der Mann für die besonderen Tore: Hoffenheims Benjamin Hübner. imago

Aber wenn, dann sucht sich Hübner für seine Tore ganz besondere Gelegenheiten aus. Sein allererstes für Hoffenheim erzielte er am 23. Spieltag ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub beim 5:2-Sieg gegen Ingolstadt. Sein zweiter Treffer geriet nun noch emotionaler. "Ehe ich drüber nachdenken konnte, lag schon die ganze Mannschaft auf mir drauf."

Doch dieser Kopfball bedeutete nicht nur das späte Siegtor für die TSG, zugleich besiegelte es die Niederlage für Hübners Vater Bruno in Diensten der Eintracht. "Jetzt wird der Sportdirektor entlassen", witzelte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Der aufmüpfige Sprössling werde zu Hause was zu hören bekommen, vermutete der Ex-Frankfurter Pirmin Schwegler, "jeder hat sich für Benny gefreut, außer sein Vater wahrscheinlich, da wird es zu Hause ungemütlich, aber da muss er durch. Aber heimlich wird er sich sicher dennoch freuen".

Benjamin Hübner: "Er ist ja immer noch mein Vater"

Der Papa nahm es gelassen sachlich. "Es gab einen Glückwünsch zum Sieg", verriet Benny und flachste: "Ich hoffe, dass uns so etwas nicht auseinanderbringt. Er ist ja immer noch mein Vater."

Der seinen Sohn womöglich bald in der Champions League bewundern kann. In das richtungsweisende Duell in Dortmund am Samstag im Kampf um Platz 3 geht Benjamin Hübner jedenfalls selbstbewusst: "Unsere Situation ist gut, wir sind gut drauf, haben eine breite Brust und wissen, was wir können. Die Quali für die Champions League haben wir jetzt sicher, also versuchen wir, es direkt zu schaffen. Wir haben keinen großen Druck, der liegt bei Dortmund, wir wollen dort auch was holen." Womöglich mit einem Standard?

Michael Pfeifer

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