Aufsteiger trifft im Westfalenpokal auf Rödinghausen

Lottes Rahn: "Vorne läuft es nicht so rund"

Gerrit Nauber trifft

Immerhin ein Tor: Lottes Gerrit Nauber erzielt das 1:1 in Paderborn. imago

Mit großen Erwartungen waren die Sportfreunde nach Paderborn gereist. Der 2:1-Sieg gegen formstarke Zwickauer in der Vorwoche hatte der Mannschaft von Cheftrainer Atalan Rückenwind gegeben. Doch Paderborn erwies sich beim Liga-Debüt des neuen Coachs Steffen Baumgart als harte Nuss, ging zudem durch einen Treffer von Ben Zolinski in der achten Minute in Führung. Lotte war in der Folge zwar um Torchancen bemüht, konnte sich diese in einer zerfahrenen Partie aber nur selten erspielen. "Das war kein gutes Spiel von beiden Seiten", resümierte SFL-Verteidiger Matthias Rahn, der allerdings nur als Zuschauer mit nach Paderborn gereist war und aufgrund seiner Kniebeschwerden geschont wurde.

Wenn ich es nicht weiß, dann pfeife ich es nicht.

Ismail Atalan über den Strafstoß gegen seine Mannschaft

Warum die Gäste auch im zweiten Durchgang aus ihrem Plus an Ballbesitz nur wenig Ertrag ziehen konnten, wusste SFL-Coach Atalan genau: Er verwies auf Schiedsrichter Robert Schröder und kritisierte nicht nur dessen Entscheidung, Nico Neidhart nach 66 Minuten mit Gelb-Rot vom Feld zu stellen, sondern auch den Strafstoßpfiff in der 72. Minute. André Dej soll den Ball aus kurzer Distanz an den Arm bekommen haben, weshalb der Unparteiische das Spiel unterbrach und Paderborn einen Elfmeter zusprach, den Tim Sebastian (72.) verwandelte. Nach dem Spiel habe Schröder gegenüber Atalan allerdings zugegeben, sich bei seiner Entscheidung nicht sicher gewesen zu sein. "Wenn ich es nicht weiß, dann pfeife ich es nicht", haderte Atalan fassungslos. "Das war eine entscheidende Phase."

Atalans Wunsch für Paderborn

Tatsächlich hatte Lotte kurz zuvor in Unterzahl den 1:1-Ausgleich durch Gerrit Nauber erzielt, musste nun aber erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Atalan hielt darum in Richtung des Gegners fest: "Ich hoffe und wünsche Steffen und Paderborn für die nächsten vier Spiele nicht, dass der Schiedsrichter ein Hauptdarsteller wird." Atalans Schiedsrichterkritik konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich seine Mannschaft in der Vorwärtsbewegung das gesamte Spiel über schwertat. "Wir hatten zwar die bessere Spielanlage, aber nach vorne läuft es bei uns nicht so gut", beschrieb "Beobachter" Rahn.

Besser laufen soll es nun am Mittwochabend, wenn der SV Rödinghausen im Westfalenpokal-Halbfinale wartet. Mit einem Sieg könnte Lotte ins Finale einziehen und damit die Chance wahren, in der kommenden Saison ein weiteres Mal im DFB-Pokal anzutreten. Der Aufsteiger ist allerdings gewarnt: Viertligist Rödinghausen hatte schon im Viertelfinale überraschend Lottes Ligarivalen SC Preußen Münster ausgeschaltet (1:0) .

pau