Herthas Manager spricht über die Reds-Leihgabe

Wegen Allan: Preetz will "mit Liverpool sprechen"

Gut möglich, dass er noch länger bei der Hertha bleibt: Berlins Allan.

Gut möglich, dass er noch länger bei der Hertha bleibt: Berlins Allan. imago

Die Partie beim 1. FSV Mainz 05 war für Allan Rodrigues de Souza der zehnte Einsatz für Hertha BSC in dieser Saison. Der 20 Jahre alte Brasilianer, der seit dem vergangenen Sommer für ein Jahr vom FC Liverpool ausgeliehen ist, rückte zum vierten Mal in dieser Saison und erstmals seit dem 15. Spieltag ( 0:2 in Leipzig ) in die Startelf, weil Niklas Stark wegen einer Überlastungsreaktion im Fuß ausfiel und Vladimir Darida wegen der fünften Gelben Karte zuschauen musste.

Allan konnte nicht brillieren, habe aber gezeigt, dass er wolle, so Manager Michael Preetz. "Das hat er ausgestrahlt. In puncto Einsatzfreude und Mentalität hat er es ordentlich gemacht." Der 1,72 Meter große und 70 Kilogramm schwere Linksfuß mühte sich, lief mit 11,28 Kilometern nach Per Skjelbred (11,91) am meisten, hatte mit 72 die zweitmeisten Ballkontakte und versuchte, dem Spiel Struktur zu verleihen. Dass noch Luft nach oben war, ist nachvollziehbar. Schließlich waren die 90 Minuten von Mainz nach einem Zehn-Minuten-Kurzeinsatz beim 2:0 im Heimspiel zuvor gegen den FC Augsburg (2:0) erst Allans zweiter Einsatz im neuen Jahr.

Allan hat "den Anschluss verpasst"

Der Grund: Die Teilnahme für Brasilien an der U-20-Südamerikameisterschaft von Mitte Januar bis Mitte Februar in Ecuador. Preetz nennt dies "keine gute Idee". Erstens, weil Allan dort wenig spielte (nur drei Einwechselungen). Und zweitens "hat das dazu geführt, dass er bei uns in diesen Wochen den Anschluss verpasst hat", so der Manager, der glaubt, dass Allan den einen oder anderen Einsatz im Team von Trainer Pal Dardai mehr gehabt hätte, "wenn er hiergeblieben wäre".

Das müssen und werden wir mit Liverpool besprechen.

Hertha-Manager Michael Preetz

Im Heimspiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) könnte Allan erneut ein Kandidat für die Startelf sein. Stark fällt weiterhin aus, und Rückkehrer Darida ist eigentlich der Stamm-Zehner bei Hertha. Wie es um die Zukunft des Brasilianers in Berlin bestellt ist, "ist offen", sagt der Manager. Bei Hertha kann man sich "grundsätzlich vorstellen" (Preetz), dass der Twen auch in der neuen Saison den Hertha-Dress trägt. "Das müssen und werden wir mit Liverpool besprechen", sagt der Hertha-Manager.

Andreas Hunzinger