Bundesliga

Werder Bremens Garcia: Das Angebot überzeugt nicht

Bremen: Außenverteidiger denkt über Wechsel nach

Garcia: Das Angebot überzeugt nicht

Santiago Garcia

Denkt über einen Wechsel nach: Bremens Santiago Garcia. imago

In einem Interview mit der "WerderStube" der Kreiszeitung Syke erklärte sich der Linksverteidiger erstmals zu den anstehenden Vertragsgesprächen, die unlängst stattgefunden haben. Manager Baumann hatte nach dem Treffen mit dem eigens aus Übersee angereisten Garcia-Agenten von "guten Gesprächen" berichtet. Der Profi schätzt dies indes total anders ein und drückte seine Unzufriedenheit aus. Vor allem über die Tatsache, dass sich der im Sommer auslaufende Vertrag nur um ein Jahr verlängern soll.

Der 2013 von US Palermo geholte Defensivmann, der im Juli erstmals Vater wird, wünscht sich mehr Planungssicherheit und durchaus auch bessere Konditionen. Garcia in dem Interview: "Ich bin jetzt 28 Jahre alt und muss auch an mich denken. Ich bin seit vier Jahren in Bremen, mache in jeder Saison 25 Pflichtspiele oder mehr."

Spielersteckbrief S. Garcia

Garcia Santiago

Doch die Zeit an der Weser scheint für den robusten Linksverteidiger, den die Fans wegen seiner oftmals rustikalen Spielweise und seiner offenkundigen technischen Schwächen recht kritisch beurteilen, so gut wie abgelaufen. Das "Schmalspur-Angebot", das der Klub nun vorgelegt hat, darf Garcia als Aufforderung auffassen, sich einen neuen Verein zu suchen. Zumal Werder auch in anderer Hinsicht ein derartiges Signal an den Südamerikaner gesandt hat: Der Verein hat schon frühzeitig einen Spieler für dessen Position verpflichtet: Ludwig Augustinnsson, ein Nationalspieler aus Schweden, der beim FC Kopenhagen ebenso brilliert wie zuletzt auch der gut eingeschlagene Wintertransfer Thomas Delaney.

"Die Chancen stehen 50:50"

Garcia jedenfalls scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Der Verteidiger, der seinen Stammplatz verloren hatte und erst durch die Verletzung von Robert Bauer wieder ins Team gerückt ist, denkt über einen Wechsel nach, wenngleich er liebend gern bei Werder bleiben würde: "Die Chancen stehen 50:50." Anfragen, so seine Auskunft, liegen ihm vor. Die Namen der interessierten Klubs wollte er nicht nennen. Nur so viel: Das zuletzt kolportierte Interesse des FC Valencia bestätigte er nicht.

Hans-Günter Klemm