Bundesliga

Patrick Banggaard in Darmstadt: Von null auf hundert

Junger Däne steht seinen Mann - Sommerurlaub ein Fremdwort

Banggaard in Darmstadt: Von null auf hundert

Patrick Banggaard

Längst in Darmstadt angekommen: Patrick Banggaard. imago

Torsten Frings ist voll des Lobes: "Patrick hat es richtig gut gemacht. Natürlich ist auch der ein oder andere Fehler dabei, was aber normal ist, wenn so ein junger Spieler in der Bundesliga spielt. Ich bin sehr zufrieden mit ihm." Für 600.000 Euro Ablöse hatte Darmstadt den 22-Jährigen im Winter vom FC Midtjylland geholt, mit dem er 2015 Meister geworden war. "Patrick ist ein sehr junger Spieler, der bereits eine Menge Erfahrung mitbringt, allerdings nur in der dänischen Liga. Er macht seine Sache gut. Trotzdem muss man auch behutsam sein. Er braucht seine Zeit, um sich zu entwickeln", beschreibt der Lilien-Trainer seine Nummer 26. Der Vertrag läuft bis 2020, so lang wie kein anderes Arbeitspapier im Spielerkader.

Durch die Verletzungen von Peter Niemeyer (Achillessehnenentzündung) schnuppert Banggaard seit drei Spielen Bundesligaluft. "Das gibt einem natürlich ein gutes Gefühl", sagt er. Der Unterschied zwischen der ersten Liga Dänemarks und der Bundesliga sei "groß, wegen des Tempos im Spiel und auch den vielen Fans". Den Worten des Trainerteams kann er nach seinem wöchentlichen Deutsch-Unterricht mittlerweile passabel folgen, was er nicht versteht, übersetzen Teamgefährten. Im Spiel orientiert er sich an seinem Nebenmann, Abwehrchef Sulu: "Aytac spricht viel und besitzt große Erfahrung."

Kurze Sommerpause

Diesen Sommer erwartet Banggaard eine sehr kurze Pause. Er ist mit der dänischen U 21 bei der EM-Endrunde in Polen (16. bis 30. Juni) aktiv. Wenn diese endet, hat Darmstadt das Training schon wieder aufgenommen, weil die 2. Liga bereits drei Wochen vor der Bundesliga am 28. Juli startet. Mehr als zwei, maximal drei Wochen Sonderurlaub werden für Banggaard diesmal nicht drin sein.

Michael Ebert

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