Bundesliga

Schröder: "Mainz und aufgeben? Gibt's nicht"

Schmidt bleibt vorerst Trainer bei den Rheinhessen

Schröder: "Mainz und aufgeben? Gibt's nicht"

Rouven Schröder (li.) und Martin Schmidt

Das Gespann, das Mainz auch mit nach Freiburg begleiten wird: Rouven Schröder (li.) und Trainer Martin Schmidt. imago

Als Sportdirektor Schröder vergangenen Sonntag vor die Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 getreten war, muss es richtig gedonnert haben. "Deutliche Worte" seien es damals gewesen, mit der "nötigen Schärfe", schließlich brauche sich niemand im Klub "etwas vormachen". Der Grund für die Brandrede: Die Nullfünfer hatten beim Tabellenvorletzten FC Ingolstadt einen unterirdischen Auftritt hingelegt (1:2) und zum dritten Mal in Serie verloren.

Sollte Schröder nach dem Spiel gegen RB Leipzig (2:3) wieder eine direkte Ansprache an die Mannschaft richten, sie würde wohl deutlich milder ausfallen. "Das war für mich ein ganz klarer Unterschied zu Ingolstadt", legte sich Schröder nach der abermaligen Niederlage schon am Sky-Mikrofon fest. "Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir uns gewünscht haben. Sie war aggressiv, hat gedrückt, Chancen herausgespielt und Leipzig beeindruckt. Der Schalter wurde umgelegt."

1. FSV Mainz 05 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.03.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Trainersteckbrief Schmidt
Schmidt

Schmidt Martin

Spielbericht

Und doch standen die Rheinhessen am Ende wieder ohne Punkte da, vom Abstiegs-Relegationsplatz trennt Mainz nach 27 Spieltagen nur noch das Torverhältnis. "Wir müssen einfach mal in Führung gehen. Das ist die Problematik aktuell", sprach Schröder die entscheidende Fähigkeit an, in der Leipzig dem FSV voraus war. Gbamin (7.), Bojan (21.), Öztunali (34.) - Chancen für einen eigenen Vorsprung waren zur Genüge vorhanden. Die Tore aber machte RB: Sabitzer (48.) und Werner trafen gleich nach Wiederbeginn (52.).

"Martin wird in Freiburg definitiv auf der Bank sitzen"

"Das sind Schläge, die schwer zu verkraften sind", erkannte auch Schröder, trotzdem "hat die Mannschaft bis zum Schluss alles gegeben. Das Matchglück ist einfach nicht da". Jairo (69.) und Muto (90.+1) nährten durch zwei Anschlusstreffer jeweils noch die Hoffnung, doch am Ende stand ein 2:3 aus Mainzer Sicht - und "unter dem Strich zu wenig für das, was wir uns vorgenommen haben".

"Einen Sieg" hatte Schröder erwartet, gleichzeitig ein Bekenntnis zu Trainer Schmidt vermieden. Heißt das, dass die Luft für den Schweizer nach der nächsten Pleite dünner wird? "Martin (Schmidt, d. Red.) wird die Mannschaft gegen Freiburg vorbereiten und dort definitiv auf der Bank sitzen", legte sich Schröder fest und schob die Begründung direkt hinterher: "Auf die Leistung kann man aufbauen. Mainz und aufgeben? Das gibt's nicht."

mam

kicker.tv Hintergrund

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