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Grindel: UEFA-Exekutivkomitee, FIFA-Council, Vizepräsident

DFB stärkt Position in den großen Verbänden

Grindel: UEFA-Exekutivkomitee, FIFA-Council, Vizepräsident

Reinhard Grindel

Auch bei der UEFA und der FIFA Nachfolger von Wolfgang Niersbach: Reinhard Grindel. picture alliance

Grindel, erst seit einem Jahr zum DFB-Präsidenten aufgestiegen, wurde für vier Jahre in das UEFA-Gremium aufgenommen. Bei der Wahl für acht freie Plätze in der UEFA-Regierung erhielt der 55-Jährige die fünftmeisten Stimmen der insgesamt elf Kandidaten. 44 der 55 Mitgliedsverbände stimmten für ihn. Im Werben um einen Platz im FIFA-Council, dem er nun noch zwei Jahre angehört, hatte Grindel keinen Gegenkandidaten.

Der DFB war seit der Sperre für Grindels Vorgänger Wolfgang Niersbach im vergangenen Juli in den mächtigen Gremien nicht mehr vertreten gewesen. Maximal zwölf Jahre darf Grindel dem Exekutivkomitee nun angehören - eine längere Amtszeit ist künftig ausgeschlossen.

"Es ist wichtig, dass wir als DFB die Möglichkeit bekommen, bei sportpolitischen Entscheidungen in der UEFA und FIFA unsere Position am Beratungstisch deutlich machen zu können", sagte Grindel. Für die Aufnahme ins FIFA-Council, die formal am 11. Mai beim FIFA-Kongress in Bahrain erfolgt, erhält er jährlich eine Vergütung von 300.000 Euro.

DFB-Vizechef Rainer Koch betonte die Bedeutung für die deutsche EM-Bewerbung: "Ich freue mich über dieses klare Votum für Reinhard Grindel, das auch Beleg für die internationale Wertschätzung seiner bisherigen Arbeit ist. Es ist nicht nur mit Blick auf die EURO 2024 für den gesamten deutschen Fußball sehr wichtig, in den internationalen Gremien vertreten zu sein."

Grindel auch zum Vizepräsidenten ernannt

Anschließend wurde Grindel sogar noch zum UEFA-Vizepräsidenten ernannt - er soll den Bereich Governance verantworten. "Ich freue mich sehr, dass mir der UEFA-Präsident diese wichtige Aufgabe anvertraut und gerade auch mit Blick auf meine bisherige Arbeit als DFB-Präsident den Bereich Governance überträgt", so Grindel in einer DFB-Mitteilung. Erster UEFA-Vizepräsident ist jetzt der Schwede Karl-Erik Nilsson, neben Grindel sind auch Grigori Surkis (Ukraine), Angel Maria Villar Llona (Spanien) und Fernando Gomes (Portugal) weitere Vizepräsidenten. Der Engländer David Gill wird Schatzmeister.

Das neue UEFA-Exekutivkomitee (vierjährige Amtszeiten):

Karl-Erik Nilsson (Schweden) - 50 von 55 Stimmen
John Delaney (Irland) - 48
Michele Uva (Italien) - 46
Zbigniew Boniek (Polen) - 45
Reinhard Grindel - 44
David Gill (England/Wiederwahl) - 40
Michael van Praag (Niederlande/Wiederwahl) - 36
Servet Yardimci (Türkei) - 34

jpe/dpa/sid