2. Bundesliga

St. Paulis Lennart Thy: "Mund abwischen und weiter geht's"

St. Pauli enttäuscht - nächste Station: Nürnberg

Thy: "Mund abwischen und weiter geht's"

Lennart Thy

Blickt nach vorne: St. Paulis Lennart Thy. imago

Bereits in der elften Minute zückte Schiedsrichter Florian Badstübner die Rote Karte gegen Sandhausens Damian Rossbach. Dieser hatte St. Paulis Waldemar Sobota als letzter Mann kurz zuvor mit einer Notbremse gestoppt. Gut 80 Minuten waren die Hamburger in der Folge ein Mann mehr auf dem Feld, doch am Ende reichte es trotz einiger Gelegenheiten vor den 29.000 Zuschauern am Millerntor nur zu einem torlosen Remis - es war die dritte Partie in Folge ohne eigenen Treffer.

"Wenn wir 80 Minuten in Überzahl spielen, müssen wir das besser machen und uns mehr Chancen erspielen", sagte Sobota nach der Partie. "Nur so kann man Tore machen. Das ist einfach nur ärgerlich." Lienen war mit der Leistung eigentlich zufrieden, doch weniger mit dem Resultat. "Das Ergebnis ist sehr schade. Nach dem Spielverlauf hätten wir es verdient gehabt zu gewinnen", so der 63-Jährige, der hinzufügte: "Um ein Spiel zu gewinnen, muss man aber ein Tor schießen."

Lennart Thy, ein Mann fürs Toreschießen, der in der zweiten Hälfte eingesetzt wurde, meinte, dass er und sein Team nicht "das richtige Rezept gefunden" hätten und der Ball einfach nicht rein gewollt habe. Daher möchte er jetzt die Partie schnell abhaken und nach vorne schauen. "Mund abwischen und weiter geht's", sagte der Stürmer. "Ab morgen liegt der Fokus ganz klar auf dem kommenden Gegner." Dieser heißt Nürnberg. Bereits am Freitag nämlich müssen die seit nunmehr vier Spielen sieglosen Kiezkicker bei den Franken ran. Ein hartes Programm. "Wir sind im Abstiegskampf, da ist es egal, dass wir viele Spiele in wenigen Tagen haben", so Christopher Buchtmann. "Wir bleiben positiv.“

Flum und Möller Daehli noch auf der Kippe

Beim FCN hat St. Pauli keine allzu großen Personalsorgen. "Eigentlich sind alle unversehrt aus dem Spiel gekommen. Es gibt keine größeren Geschichten", so Coach Lienen, dem lediglich noch Johannes Flum und Mats Möller Daehli leichte Sorgen bereiten. "Bei Flumi und Mats müssen wir sehen, wie sie das Spielersatztraining verkraftet haben." Zudem habe Sobota aktuell noch ein wenig Kopfschmerzen, weil er beim Foul vor der Roten Karte "auf den Hinterkopf gefallen" sei.

Vor dem kommenden Gegner äußerte Lienen Respekt. "Der 1. FC Nürnberg verfügt über eine gute Mischung aus spielstarken, robusten und schnellen Spielern", weiß der erfahrene Trainer und warnt vor allem vor den Club-Spielern Kevin Möhwald und Hanno Behrens, die er in einer "guten Verfassung" sieht.

kid