2. Bundesliga

Gewinner des Spieltags: 96, Aue und Bielefeld

96 ist Tabellenführer - Bielefelder Befreiungsschlag

Gewinner des Spieltags: 96, Aue und Bielefeld

Aues Siegtorschütze Rizzuto

Erzgebirge feiert mit Siegtorschütze Rizzuto (M.) den Coup bei Union. imago

Gießelmann scheitert an Fejzic

Der Mittwoch hielt fünf Partien bereit. In Fürth bestimmte die SpVgg die Partie im ersten Durchgang über weite Strecken, Braunschweig beschränkte sich vornehmlich auf die Defensive und setzte Nadelstiche (Kumbela, 12., 33.). Die beste Chance, ihre Spielanteile in die Führung umzumünzen, verpasste für die Radoki-Elf Gießelmann, der nach Foul an Ankurbler Narey per Strafstoß an der Parade des Ex-Fürthers Fejzic scheiterte (36.). Glück dann für die Kleeblättler kurz vor dem Kabinengang, dass ein klares Handspiel Frankes nicht zum Elfmeterpfiff führte. Nach dem Wechsel tat sich vor beiden Toren wenig, einzig Zucks Freistoß versprühte Gefahr (67.). Weil auch Joker Dursun seinen Hechtkopfball aus fünf Metern vorbeisetzte, blieb es bei der Nullnummer.

2. Bundesliga - 27. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hannover 96
52
2
VfB Stuttgart
51
3
Eintracht Braunschweig
51
2. Bundesliga - Torjäger 2016/17
Terodde Simon
17
Kutschke Stefan
15
Burgstaller Guido
14

Aue besteht auch bei Union!

An der Alten Försterei zeigte Aue auch ohne den angeschlagenen Tiffert und erkrankten Adler zunächst den attraktiveren Fußball, hielt Union in Schach und hatte durch Bertram die beste Chance im ersten Durchgang (4.). Die Köpenicker kamen mit Elan aus der Kabine, doch wieder stand Erzgebirge vor der Führung (Köpke, 56.). Der Aufstiegsaspirant agierte nervös und konnte kaum Druck aufbauen. So kam es, wie es kommen musste: Rizzuto ließ Aue jubeln (79.). Die Serie unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco hielt (3/1/0).

Kaminski rettet den VfB

Lacazette trifft zum 1:0

Lacazette trifft zum 1:0 für 1860. imago

Der VfB war beim Gastspiel bei 1860 im ersten Abschnitt das aktivere Team, kam aber nur selten gefährlich vor das Münchner Tor. Zu allem Überfluss gerieten die Schwaben nach einer Fehlerkette in der Defensive durch Lacazettes Premierentor im Löwen-Trikot in Rückstand (23.). Stuttgart ließ es insgesamt meist an zwingenden Aktionen fehlen, symptomatisch, dass Asano in aussichtsreicher Position die Ballannahme misslang (60.). Aber die Gäste gaben nicht auf, drückten die Löwen in die Defensive und belohnten sich mit dem späten Ausgleich durch Kaminski (90.+2).

Kutschke dreht den Spieß um

Ein intensives Duell bekamen die Fans in Dresden zwischen Dynamo und Heidenheim zu sehen. Beide Teams führten die erste Hälfte mit offenem Visier, dabei hatten die Sachsen die besseren Chancen. Bei der besten bekam Hauptmann aus kurzer Distanz zu wenig Druck hinter den Ball und scheiterte an FCH-Keeper Müller (43.). Die Schwaben waren nach Wiederanpfiff direkt hellwach, Griesbeck traf nach Verhoeks unfreiwilliger Vorlage (49.). Die Sachsen reagierten, Aosman verpasste den Ausgleich (58.). Heftige Proteste dann auf der Gegenseite, als Aosman Schnatterer auf der Strafraumlinie foulte, der Referee aber weiterspielen ließ (59.). Neuhaus hoffte mit Hilßner auf neue Impulse - und hatte Glück: Der Joker bereitete Berkos Kopfballtor mit seinem ersten Ballkontakt vor (76.). Nun wollte Dynamo mehr - und bekam auch mehr: Kutschke, vorher kaum zu sehen, drückte eine Heise-Flanke zum 2:1-Sieg über die Linie (86.). Dresden verkürzte den Rückstand auf Platz drei auf sechs Zähler.

Zoua scheitert vom Punkt

Schwer in Gang kam die Partie zwischen Bochum und Kaiserslautern, ehe der FCK die Führung verpasste: Zoua scheiterte per Foulelfmeter an Riemann (21.) und aus dem Spiel heraus erneut aus elf Metern ebenfalls am Keeper (25.). Die Gastgeber gaben den Takt vor, aber nur Mlapas Möglichkeit (27.) stand zunächst zu Buche, während auf der Gegenseite Osawe zu unentschlossen agierte (41.). Die Pfälzer standen auch zu Beginn des zweiten Abschnitts dicht vor dem 1:0 (Zoua, Osawe). Der VfL wachte spät auf und agierte mit mehr Schwung, aber weder Mlapa (76.) noch Losilla (85.) und auch nicht Quaschner (88.) brachten den Ball - nach zwischenzeitlicher Großchance Osawas (80.) - über die Linie.

Nur Harnik trifft - 96 springt auf Platz 1

Schrei vor Wut, Schrei vor Glück: Nürnbergs Hanno Behrens und 96-Torschütze Martin Harnik.

Schrei vor Wut, Schrei vor Glück: Nürnbergs Hanno Behrens und 96-Torschütze Martin Harnik. picture alliance

Hannover hatte vor der Partie gegen Nürnberg die Tabellenführung vor Augen und begann äußerst engagiert. Harnik hatte schon nach Sekunden die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Keeper Schäfer. Nach der stürmischen Anfangsphase der 96er fing sich der Club jedoch und gestaltete die Partie bis zur Pause ausgeglichen. Die kalte Dusche folgte allerdings nur Sekunden nach Wiederanpfiff: Der Ex-Nürnberger Füllkrug setzte Harnik erfolgreich in Szene (47.), Brecko konnte den Abschluss nicht verhindern. Danach aber ließen die Niedersachsen die Zügel ein wenig schleifen, so ergaben sich Chancen für Kammerbauer (64.) und Brecko (75.), die beide das Tor knapp verfehlten. Noch näher kam Mühl dem Ausgleich – der Pfosten und Bakalorz, dessen harter Einsatz einen Elfmeter hätte zur Folge haben können, hatten etwas dagegen. Auf der anderen Seite hatte Füllkrug gemeinsam mit Prib die Entscheidung bei einem Konter auf dem Fuß. Letztlich blieb es beim knappen Sieg für die 96er, die sich damit die Tabellenführung schnappten.

2. Bundesliga, 27. Spieltag

St. Pauli trotz langer Überzahl zu harmlos

Sandhausen musste am Millerntor einen frühen Rückschlag hinnehmen. Bereits in der 11. Minute sah Roßbach wegen einer Notbremse die Rote Karte, St. Pauli hielt die Trümpfe in der Hand. Viel machten die Hamburger in den ersten 45 Minuten nicht daraus: Die beste Chance besaß Bouhaddouz, der in der 24. Minute an der Latte scheiterte. Die Lienen-Elf erhöhte danach die Schlagzahl, tat sich gegen die kampfstarken Sandhäuser aber äußerst schwer und ließ die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. Erst in der 70. Minute wurde es richtig gefährlich, als Gordon einen Schuss von Nehrig auf der Linie klärte. Sobiech näherte sich noch einmal mit einem Kopfball in der Nachspielzeit an, das war es dann aber auch für die Hamburger, deren Negativlauf (zwei Punkte aus den vergangenen vier Spielen) sich damit fortsetzt.

KSC verpasst den Befreiungsschlag gegen Würzburg

Schlusslicht Karlsruhe stand gegen Abstiegskonkurrent Würzburg mit dem Rücken zu Wand, die Badener waren schon beinahe zum Siegen gezwungen. Doch davon war kaum etwas zu sehen, stattdessen zeigte Würzburg die besseren Ansätze und entwickelte mehr Offensivgeist. Der Zufall kam der Slomka-Elf zur Hilfe: Mefferts verunglückte Flanke landete genau über Keeper Siebenhandl im langen Eck, es war der einzige "Torschuss" des KSC in der ersten Hälfte. Der FWK steckte aber nicht auf und kam durch Benatelli zum verdienten Ausgleich (51.). Der Torschütze war es aber auch, der in der 76. Minute mit der Ampelkarte vom Platz flog. Doch auch in Überzahl gelang Karlsruhe nicht viel, Kinsombi vergab in der 90. Minute die einzige große Chance. So reichte es nur zu einem 1:1 für das Schlusslicht. Nur wenige Stunden nach dem Schlusspfiff folgte die Entlassung von Trainer Mirko Slomka.

Saibenes Heimdebüt auf der Alm glückt

Überraschend ließ Arminia-Trainer Jeff Saibene bei seinem Heimdebüt Torjäger Klos auf der Bank. Dennoch gingen die Bielefelder gegen Düsseldorf in Front, Börner bekam die Fußspitze bei einer Flanke von Schütz in der 11. Minute an das Leder. Aufregung dann in der 28. Minute, als Yabo gegen Fortuna-Schlussmann Rensing im Strafraum den Kontakt suchte, zu Recht aber keinen Elfmeter bekam. Stattdessen kassierte die Arminia in Person von Ayhan den Ausgleich (40.). Im zweiten Abschnitt nahm das Niveau der Partie ab, Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten kaum noch, Kampf war stattdessen Trumpf. In der 83. Minute rang Sobottka bei einer Ecke Börner nieder und sah Gelb-Rot - der eingewechselte Klos verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:1. Der Treffer reichte den Ostwestfalen, da Dick in den Schlussminuten einen Kopfball von Ayhan auf der Linie klärte. Ein ganz wichtiger Sieg im Abstiegskampf für die Bielefelder.

kid/mas/las