Bundesliga

Oliver Mintzlaff (Vorstandschef RB Leipzig): "Das hat nichts mit Financial Fair Play zu tun"

RB Leipzig erwartet keine Probleme mit der UEFA

Mintzlaff: "Das hat nichts mit Financial Fair Play zu tun"

Erwartet keine Probleme mit der UEFA: RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff.

Erwartet keine Probleme mit der UEFA: RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff. imago

Die Zuwendungen von Red Bull an die aus dem Verein ausgegliederte RB Leipzig GmbH sind im Jahresabschluss 2015 nämlich nicht unter dem Punkt Sponsoring aufgeführt, vielmehr sind sie als Darlehen deklariert. Demnach hatte RB Leipzig am 31. Dezember 2015 Verbindlichkeiten gegenüber dem Getränkehersteller, mit 99 Prozent alleiniger Investor der RBL GmbH, in Höhe von 52,38 Mio. Euro . Das hatte die Mitteldeutsche Zeitung herausgefunden.

Für den 41-Jährigen ist dies nichts Besonderes. "Das ist nichts Außergewöhnliches. Wir haben von der Red Bull GmbH ein Darlehen in Anspruch genommen, das wird absolut fremdüblich verzinst. Andere Vereine haben auch strategische Partner, die denen Darlehen zur Verfügung stellen. Es gibt unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten, daher ist das, was bei uns passiert ist, völlig normal", erklärte dieser und kündigte an: "Selbstverständlich zahlen wir dieses Darlehen zurück und tilgen unsere Verbindlichkeiten."

Mintzlaff sieht Leipzigs Europapokal-Teilnahme nicht gefährdet

Die ökonomische Abhängigkeit von Red Bull könnte gerade mit Blick auf das Financial Fair Play zu einem Problem für RB Leipzig werden. Mintzlaff bereitet das aber keine schlaflosen Nächte. "Das eine ist Red Bull als Sponsor. Das hat nichts damit zu tun, dass wir ein Darlehen aufnehmen. Das hat nichts mit Financial Fair Play zu tun."

Wenn wir uns qualifizieren sollten, dann werden wir auch europäisch spielen.

Oliver Mintzlaff

Für den Fall, dass sich RB sportlich für die Champions League qualifizieren würden, sieht Mintzlaff keine Gefahr, um in Konflikt mit UEFA-Regularien zu geraten . "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wir sehen gar keine Probleme auf uns zukommen. Wenn wir uns qualifizieren sollten, dann werden wir auch europäisch spielen."

Neben den wirtschaftlichen Aspekten geht es dabei auch um die Nähe zu Red Bull Salzburg. Mintzlaff glaubt nicht, dass die UEFA Leipzig aus diesem Grund das Startrecht verweigern würde. Es habe "ein Entflechtungsprozess stattgefunden", so habe Ralf Rangnick seine Doppelfunktion als Sportdirektor in Salzburg und Leipzig auch mit dem Wissen beendet, "dass man hier irgendwann mal europäisch spielt".

128 Mitglieder anwesend - nur 17 stimmberechtigt

Sportlich haben die Leipziger aber nicht nur große Pläne für die Herren-Mannschaft, auch die Frauen sollen schon bald erstklassig spielen, wie Mintzlaff erklärte: "Wir wollen mit unserer ersten Frauen-Mannschaft in die 1. Bundesliga aufsteigen.

Insgesamt waren 128 der 818 Mitglieder bei der Mitgliederversammlung am Freitag anwesend - wobei nur 17 der 818 stimmberechtigt sind. Mintzlaff: "Wir haben eine sehr offene und transparente Mitgliederversammlung abgehalten, alle Fragen zugelassen."

drm

Diese Spieler wechselten von RB Salzburg zu RB Leipzig