Schalke: Startelfplatz für Coke "nur im Notfall"

Einsatz von Kolasinac und Choupo-Moting fraglich

Sead Kolasinac und Eric Maxim Choupo-Moting, Schalke 04

Noch im Wartestand: Die Schalker Sead Kolasinac und Eric Maxim Choupo-Moting. imago

Sead Kolasinac bringt die Mentalität mit, die nötig ist, um im Revierderby erfolgreich zu sein. Er ist ein Spieler, der, überspitzt formuliert, eher von Schmerzmitteln zugedröhnt auflaufen würde, bevor er auf einen Derby-Einsatz verzichten müsste. Trainer Markus Weinzierl, der Kolasinac anerkennend als "Energiespieler" tituliert, stellte am Donnerstag aber klar: "Wir werden ihn nur spielen lassen, wenn sicher ist, dass kein Risiko besteht."

Ein Ausfall des Bosniers, der wegen muskulärer Probleme vorzeitig von der Länderspielreise heimgekehrt war, würde den FC Schalke hart treffen. Auch sportlich entstünde eine kaum zu schließende Lücke, denn: Abdul Rahman Baba fällt wegen eines Kreuzbandrisses inklusive Meniskusschaden ohnehin aus, Dennis Aogo ist nach seinem Bänderriss noch nicht wieder einsatzfähig. Damit gäbe "es im Team keinen weiteren gelernten Linksverteidiger", sagt Weinzierl.

Thilo Kehrer, zuletzt Rechtsverteidiger, könnte die Rolle links in der Viererkette übernehmen, wodurch jedoch eine Vakanz auf der rechten Seite entstehen würde. Wäre das die Startelf-Chance für Coke, der sich vor der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hat und nun vor seiner ersten Kadernominierung steht? "Coke hat zwar die 90 Minuten im Test gegen Hannover 96 gut überstanden, ist aber erst seit vier Wochen im Mannschaftstraining", sagte Weinzierl. Ein Kandidat für den Kader sei der Spanier gewiss, eine Alternative für die Anfangsformation jedoch "nur im Notfall".

Toni Lieto

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