Hansa-Trainer über die aktuelle Situation

Brand: "Das zerrt an den Nerven"

Hansa-Trainer Christian Brand

Wirkt wenig erfreut: Hansa-Trainer Christian Brand kann mit den letzten Auftritten seiner Elf nicht zufrieden sein. imago

"Es ist verrückt", beschrieb FCH-Trainer Christian Brand die aktuelle Situation im Interview mit dem kicker. "Wir haben nur zwei von zehn Rückrundenspielen verloren, aber es fühlt sich an, als wären es viel mehr gewesen. Das zerrt an den Nerven". Zuletzt durfte sein Team am 23. Spieltag mit dem 1:0 gegen Halle einen Sieg feiern. Seitdem ließ Hansa reihenweise Punkte liegen, unter anderem gegen abstiegsbedrohte Teams wie Frankfurt (0:0) oder zuletzt Paderborn (1:1). Entsprechend ungemütlich wurde es rund um das Ostseestadion. Im letzten Heimspiel sangen die Zuschauer "Wir wollen euch kämpfen sehen" von den Rängen.

Brand: "Es geht darum, den absoluten Willen zu entwickeln"

"Ich kann verstehen, dass die Fans mit unserer Darbietung in der zweiten Hälfte gegen Paderborn unzufrieden waren", konnte Brand die Reaktion von der Tribüne nachvollziehen. "Wir wissen um die schwierige Stimmungslage in Rostock und müssen uns ganz alleine aus der Situation befreien. Dazu bedarf es großer mentaler Stärke und Teamgeist." Auch Konstanz sieht der 44-Jährige als einen entscheidenden Faktor im Saisonendspurt. "Es geht darum, den absoluten Willen zu entwickeln und eine Führung auch mal über die Zeit zu bringen oder das entscheidende Tor zu machen", so der Trainer. In den letzten Spielen gelang es den Rostockern oft nicht, einen Vorsprung ins Ziel zu retten. In Zwickau verspielten die Blau-Weißen in der zweiten Hälfte sogar noch eine 2:0-Führung.

Trainersteckbrief Brand

Brand Christian

Spielersteckbrief Gardawski

Gardawski Michael

Spielersteckbrief Erdmann

Erdmann Dennis

Dennoch zeigte sich Brand optimistisch und konzentrierte sich weiter auf sein Ziel: "Wir wollen 45 Punkte holen - das ist das primäre Ziel und das werden wir auch schaffen. Die Mannschaft muss sich aber bewusst sein, dass wir an jedem Spieltag immer ans Limit gehen müssen, um zu gewinnen". Auch am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel in Osnabrück (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gilt es das umzusetzen. Gegen die Niedersachsen forderte der Coach eine kämpferische Leistung seiner Elf ein. "Die Jungs müssen verstehen, wo und für welchen Verein sie spielen."

Mit Erdmann und Gardawski nach Osnabrück

Gut, dass am Wochenende mit Dennis Erdmann und Kapitän Michael Gardawski gleich zwei Führungsspieler nach Gelb-Sperre wieder mit von der Partie sind. Letzterer stimmte die Mannschaft auch direkt auf das richtungsweisende Aufeinandertreffen mit dem Tabellendritten ein.

"Wir müssen jetzt einfach noch enger zusammenrücken. Es geht einfach nicht anders", erklärte der 26-Jährige bei "Hansa-TV". "Wir müssen jetzt nicht mehr so viel reden, sondern uns einfach mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Ich glaube, das ist auch der Punkt: Jetzt erst mal den Fokus nur auf das Osnabrück-Spiel zu legen", so der Mittelfeldspieler im Vorfeld des 30. Spieltags.

Garbuschewski trainiert wieder

Auch wieder auf dem Platz, allerdings noch nicht im Kader, ist Ronny Garbuschewski. Der Offensivmann meldete sich diese Woche im Mannschaftstraining zurück und absolvierte ein erstes individuelles Programm mit dem Ball. In den vergangenen Monaten fiel der 31-Jährige aufgrund der Nachwirkungen einer Knie-Operation aus, absolvierte so bisher erst sechs Saisonspiele.

Was Christian Brand von der Partie in Osnabrück erwartet und wie er zu der Degradierung von Tobias Jänicke steht, lesen Sie in der aktuellen kicker-Printausgabe vom Donnerstag.

kon