Was wird aus Dortmunds Derby-Helden?

Kagawa vor ungewisser Zukunft beim BVB

Shinji Kagawa

Bleibt er bei Borussia Dortmund? Shinji Kagawa. picture alliance

Den 19. September 2010 wird Shinji Kagawa vermutlich nie vergessen. Der BVB gewinnt mit 3:1 auf Schalke, der Japaner steuert zwei Treffer bei, und bei der Rückkehr tragen ihn die Fans auf den Schultern vom Bus zum Trainingsgelände. "In diesem Derby", sagt Sportdirektor Michael Zorc in einem Interview mit dem kicker (Donnerstagsausgabe), "werden Helden geboren."

Kagawa ist einer dieser Helden, unabhängig davon, wie seine Zeit bei der Borussia weiter verlaufen wird. Mit insgesamt 52 Toren und 40 Assists hat der 28-Jährige tiefe Spuren überlassen: Von 236 möglichen Pflichtspielen in mittlerweile fast fünf Jahren als Angestellter von Borussia Dortmund bestritt Kagawa 175, das entspricht 74 Prozent.

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Damit hat er sich eigentlich unentbehrlich gemacht - und nachdrücklich für eine Verlängerung seines Vertrages empfohlen. Nur noch bis 2018 läuft sein Arbeitspapier, das nach den branchenüblichen Gepflogenheiten baldmöglich ausgedehnt werden müsste oder zu einem Verkauf des Japaners in diesem Sommer führt.

Seine Einsatzquote ist auf 52 Prozent gefallen

"Es hat noch keine Gespräche gegeben", sagt Zorc. Auch Kagawa hat damit keine Eile. Er wartet ab, wie sich seine persönliche Situation in Dortmund entwickelt: Seine Einsatzquote in der laufenden Saison ist auf 52 Prozent gefallen, Thomas Tuchel soll nicht zu den glühendsten Verehrern des Mittelfeldspielers gehören.

Am Mittwoch kam Kagawa von einer zehntägigen Länderspielreise aus Japan zurück. Seinen beiden Toren am 19. September 2010 ließ er in den Jahren danach zwei weitere gegen Schalke folgen. Nur gegen Wolfsburg und Bremen traf er ebenfalls schon viermal. Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) kann er wieder ein Dortmunder Held werden.

Thomas Hennecke

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