Bundesliga

Hektik in Leverkusen - Remis im Revierschlager

26. Spieltag: Lebenszeichen von Ingolstadt - Bremer Schützenfest

Hektik in Leverkusen - Remis im Revierschlager

Zwei Tore per Kopf, eines vom Punkt: Mario Gomez gelang ein lupenreiner Hattrick.

Zwei Tore per Kopf, eines vom Punkt: Mario Gomez gelang ein lupenreiner Hattrick. Getty Images

Hattrick von Gomez, Havertz antwortet

Eigentlich steuerte die Partie zwischen Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg auf einen Sieg der Heimelf zu. Bellarabi (40.) und Volland (65.) hatten das Team von Trainer Tayfun Korkut etwas glücklich in Führung gedacht, doch dann drehte Gomez im Alleingang mit einem Hattrick die Partie (80., 83., 87., Foulelfmeter). Doch damit nicht genug: Havertz, in der 59. Minute für Mehmedi gekommen, glich in der 89. Minute wieder aus. 3:3 lautete somit der Endstand, keiner der beiden Kontrahenten konnte sich somit entscheidend von der Abstiegszone absetzen.

Ingolstadt: Lebenszeichen dank Hadergjonaj

Lebenszeichen im Tabellenkeller für den FC Ingolstadt: Mit 2:1 gewinnen die Schanzer am Sonntag gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 1:0 und können den Rückstand auf den Relegationsplatz damit etwas verkürzen. Mainz ist nun dagegen mit dem Tabellen-16. FC Augsburg punktgleich und muss bangen. Der FCI hatte den besseren Start und ging durch Bregeries Kopfball (10.) verdient in Führung. Mainz tat lange zu wenig, übernahm nach der Pause aber nach und nach die Spielkontrolle. Der Ausgleich nach Öztunalis Freistoß (70.) wurde von Hadergjonaj umgehend mit einem langen Flankenball direkt ins Tor (73.) beantwortet. Die Schlussphase überstand Ingolstadt ohne große Probleme und fuhr am Ende den sechsten Saisonsieg ein.

Aubameyangs Maskenjubel - Kehrers Torpremiere

Das 171. Revierderby zwischen Schalke und Dortmund brachte keinen Sieger hervor. Der BVB hatte in einem umkämpften Duell am Samstag in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel und auch mehr Torschüsse vorzuweisen (5:3). Die Führung war daher nicht unverdient, wenngleich Sekunden vorher Burgstaller die Großchance zur Schalker Führung ausgelassen hatte. Danach lief der Konter, den Kagawa auf Aubameyang weiterleitete - 0:1 (53.). Der Gabuner feierte sein 24. Saisontor mal wieder mit Maske .

Aubameyang

Nach dem Tor war von ihm nicht viel zu sehen: Pierre-Emerick Aubameyang nach dem Führungstor auf Schalke. Getty Images

S04 hatte anschließend Pech bei einem Höwedes-Kopfball (57., Bürki!) und Glück bei BVB-Großchancen durch Dembelé (58., 74.). Der Ausgleich fiel durch Youngster Kehrer, der nach Goretzkas Geniestreich erstmals in der Bundesliga einnetzte (77.). In der Nachspielzeit ging der Ball an Bartras ausgestreckten Arm, einen Elfmeter forderten die "Königsblauen" vergeblich, Trainer Markus Weinzierl wurde aus dem Innenraum verwiesen. Durch das 1:1 rutschte Dortmund hinter Hoffenheim auf Rang vier, Schalke bleibt im Mittelfeld. Die Derby-Bilanz in der Bundesliga liest sich nun so: 30 Schalker sowie 32 Dortmunder Erfolgen stehen 28 Unentschieden gegenüber.

In Sachen nächster Meistertitel ist der FC Bayern ja seit dem vergangenen Spieltag "durch" - Präsident Uli Hoeneß nahm jedenfalls erste Glückwünsche bereits an. Gegen Augsburg schaufelte der Rekord-Champion drei weitere Zähler auf sein prall gefülltes Konto. Lewandowski mit seinem 22. Saisontor sowie Thomas Müller, der im zweiten Spiel in Folge traf, stellten schon bis zur Pause auf 2:0. Auch ohne Neuer (Fuß-OP) sowie Martinez und Alonso (Gelbsperre) geriet der Erfolg danach nie mehr in Gefahr. Lewandowski fügte im zweiten Abschnitt sogar noch sein 23. und 24. Saisontor hinzu und bleibt im Rennen um die kicker-Torjägerkanone und den Golden Shoe aussichtsreich dabei. Der Endstand, weil auch noch Thiago traf und Müller den Doppelpack schnürte: 6:0!

Leipzig am Ende noch klarer Sieger

Den komfortablen Vorsprung an der Spitze haben die Bayern auch der Formdelle Leipzigs zu verdanken, das zuletzt nur einen Zähler in drei Spielen geholt hatte. Gegen Schlusslicht Darmstadt gelang immerhin ein am Ende klarer 4:0-Dreier, bei dem die Lilien nach Keitas Volleyschuss zum 1:0 - bei der Vorbereitung war Burkes Hand im Spiel - viele Hochkaräter ausließen. Forsberg machte mit seinem achten Saisontor den Deckel aufs Spiel (67.), Orban und Keita nutzten dann noch weitere Lücken. Somit liest sich die Auswärtsbilanz der Südhessen, die Sirigu mit der Ampelkarte verloren (72.), wie folgt: 0/0/12, 4:31 Tore.

HSV-Held Holtby - Werder gewinnt wieder in Freiburg

Das Rennen um die internationalen Fleischtöpfe wie auch der Abstiegskampf ist eng. Jeweils zwei Vertreter der einen wie der anderen Seite trafen sich in Hamburg und im Breisgau. Beim HSV, Gastgeber von Köln, war die Heimstärke seit Anfang Dezember verlässlicher Faktor und hält die Gisdol-Elf im Abstiegskampf auf Tuchfühlung mit der Konkurrenz. Anfangs sah es nach dem nächsten Heimdreier aus - Müller war früh erfolgreich. Doch Jojic glich aus. Später Held war dann Holtby in der Nachspielzeit, der das Volksparkstadion zum Beben brachte. Der HSV gewinnt damit erstmals wieder nach fünf Spielen ohne Sieg gegen den FC.

Werder Bremen setzte seinen Höhenflug auch an der Dreisam fort: Die Hanseaten drehten beim 5:2 in Freiburg so richtig auf, nachdem Kruse zunächst an alter Wirkungsstätte fulminant in den Winkel getroffen hatte (21.). Delaney war in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach Garcias Hereingabe erfolgreich und Sekunden nach Wiederanpfiff per Kopf mit etwas Glück (45.+2/47.). Später machte er sogar seinen Dreierpack perfekt. Von Freiburg (Dreifachwechsel zur Pause) kam vorne auch noch was, Petersen traf per Elfmeter-Nachschuss (Wiedwald hatte zunächst pariert) zum Ehrentreffer, ehe Bartels mit Finesse den alten Abstand wieder herstellte. Grifo traf zum 2:4. Nach fünf Siegen und einem Remis in den vergangenen sechs Partien stößt Werder in der Tabelle immer weiter vor und hat nur noch drei Zähler weniger als der Tabellenachte Freiburg, der nun in drei Heimspielen in Folge nicht mehr gewann und nur eines der letzten neun Heimspiele gegen Werder erfolgreich gestalten konnte.

Frankfurt sehnt Ende der Negativserie herbei

Raffael auf der Flucht

Gejagt von vielen Frankfurtern: Gladbachs Raffael. Getty Images

Erst fünf Niederlagen in Serie, nun zwei Nullnummern hintereinander: Eintracht Frankfurt konnte seinen Negativtrend gegen Borussia Mönchengladbach beim 0:0 kaum merklich einbremsen. Die Hessen waren das deutlich aktivere Team und vergaben durch Rebic nach zwölf Sekunden schon eine Hundertprozentige. Von den Borussen kam nach vorne bis zur Pause gar nichts, danach nicht viel mehr. Am Ende durfte sich die Hecking-Elf bei Torwart Sommer bedanken, der sowohl gegen Hrgota als auch beim Handelfmeter von Fabian glänzend reagierte (78.). Damit hat Frankfurt im Laufe der Saison vier von fünf Strafstößen nicht genutzt - und Sommer erstmals einen Elfmeter in der deutschen Beletage gehalten. In der Schlussphase flog bei den Gästen Abräumer Strobl mit der Gelb-Roten Karte vom Platz (85.).

Pekarik-Premiere, Platzverweis, Alufest und Süle-Hammer

TSG 1899 Hoffenheim

Verdienter und vor allem eminent wichtiger Dreier: 1899 Hoffenheim siegte in Berlin. Getty Images

Zehn Siege, ein Remis und eine Niederlage: Herthas famose Heimbilanz bis zum 25. Spieltag konnte sich sehen lassen - und ist nach wie vor der Hauptgrund, warum sich die Berliner (40 Punkte) berechtigte Europacup-Hoffnungen machen können. Beim Heimspiel am Freitagabend gegen Hoffenheim kassierte die tolle Heimbilanz allerdings eine zweite Delle nach dem 0:1 gegen Werder Bremen am 14. Spieltag: Nach 90 Minuten stand ein 1:3 zu Buche.

Dabei hatte für die Alte Dame alles nach Plan begonnen: Ausgerechnet Abwehrmann Pekarik steuerte in seinem 151. Bundesliga-Spiel seinen allerersten Treffer im deutschen Oberhaus bei (32.). Doch der starke Kramaric hatte die Antwort parat, der Kroate traf nach einem Handspiel von Mittelstädt vom Punkt aus (39.). Apropos Mittelstädt: Der 20-Jährige erlebte einen gebrauchten Abend, denn nach einem zu harten Einsteigen sah der blutjunge Linksverteidiger im zweiten Abschnitt Gelb-Rot (58.). Damit war der TSG quasi fast Tür und Tor Richtung Sieg geöffnet, wenngleich zunächst Kramaric (66.) und Demirbay (68.) gleich dreimal am Aluminium scheiterten. Süle in seinem 100. Bundesliga-Spiel mit einem Dampfhammer unter die Querlatte (76.) und Kramaric mit seinem Doppelpack (86.) brachten den insgesamt verdienten Dreier aber trotzdem noch unter Dach und Fach.

kon