3. Liga

Paderborns Geschäftsführer Markus Krösche ist zuversichtlich im Abstiegskampf: "Werden das ohnehin verhindern"

Paderborn: Geschäftsführer optimistisch im Abstiegskampf

Krösche: "Werden das ohnehin verhindern"

Markus Krösche

Motivator im Abstiegskampf: SCP-Geschäftsführer Markus Krösche (li.) baut seine Schützlinge auf. imago

Das 1:1 beim FC Hansa Rostock war für den 36-jährigen Krösche im Interview mit "dfb.de" "ein Schritt in die Richtige Richtung". Zwar konnte der SC Paderborn erneut nicht gewinnen, dennoch will der neue Verantwortliche nicht aufgeben. Seit acht Partien warten die Ostwestfalen auf einen Sieg, zehn Spiele stehen noch aus, um das Ruder herumzureißen und damit den dritten Abstieg in drei Jahren noch zu verhindern.

"Es wird ganz eng. Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Schluss um den Klassenverbleib kämpfen werden", bleibt Krösche realistisch, sieht aber durchaus Chancen, auch nächstes Jahr in der dritthöchsten deutschen Spielklasse mitmischen zu dürfen. "Die Mannschaft hat nach der Niederlagenserie den Glauben an sich wiedergefunden", so der ehemalige Mittelfeldmann, der für die Paderborner 228 Ligaspiele bestritten hat.

3. Liga - 30. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
MSV Duisburg
54
2
1. FC Magdeburg
50
3
VfL Osnabrück
48
SC Paderborn 07 - Die letzten Spiele
Bayern (A)
3
:
2
Hertha (H)
1
:
2

Statistik spricht klar gegen den SC Paderborn

Statistisch gesehen schaut die Zukunft der Blau-Schwarzen jedoch alles andere als rosig aus: Sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat in der Historie der 3. Liga zu diesem Zeitpunkt noch kein Klub aufholen können. Bei 29 Zählern aus 29 Spielen rangiert der SCP aktuell auf dem 19. Tabellenplatz. Bliebe dies der Fall, ginge dies einher mit dem direkten Fall aus der Beletage des deutschen Fußballs in die Bedeutungslosigkeit des Amateurfußballs. Ein Szenario, das der Geschäftsführer tunlichst vermeiden will und auch möglichst ignoriert: "Das darf uns nicht beeinflussen. Mittlerweile lese ich über diese Statistik auch hinweg. Wir werden das ohnehin verhindern."

Wir arbeiten auf allen Ebenen daran, auch weiterhin Profifußball anbieten zu können.

Markus Krösche plant die Zukunft des SC Paderborn

Doch trotz aller Zuversicht, in seiner Position muss Krösche für die Planung der kommenden Spielzeit auch die Regionalliga berücksichtigen - für ihn "selbstverständlich alles andere als einfach". Dass der Verein an dem Abstieg in die Viertklassigkeit zugrunde gehen könnte, glaubt der gebürtige Hannoveraner nicht und hat auch in diese Richtung vorgesorgt: "Wir arbeiten auf allen Ebenen daran, auch weiterhin Profifußball anbieten zu können. Dies gilt nicht nur für den sportlichen, sondern auch für den finanziellen Bereich."

Paderborner Fans

Die Paderborner Fans fordern den Klassenerhalt von ihrem Klub. imago

Dass die Rettung auch mit dem aktuellen Trainer Stefan Emmerling gelingen kann, davon ist Krösche überzeugt und setzt auf Zusammenhalt im Abstiegskampf: "Nur gemeinsam wird es funktionieren. Ich habe das Gefühl, dass Stefan die Mannschaft nach wie vor erreicht und dass seine Maßnahmen greifen." Besonders freut sich der Niedersachse über die "viele Unterstützung von außen". Zwar gibt es durchaus negative Stimmen, die er allerdings vollkommen respektiert ("Es ist doch ganz klar, dass wir uns die Saison anders vorgestellt hatten"), dennoch "überwiegt nach wie vor die Zuversicht. So soll es sein".

Erstes Endspiel gegen Großaspach

Wenn es am kommenden Samstag nun gegen die SG Sonnenhof Großaspach geht (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de), will Krösche "alles dafür tun, um die Partie zu gewinnen. Alle - von der Mannschaft über die Mitarbeiter der Geschäftsstelle bis zu den Fans - müssen dafür mit einem klaren Ziel vor Augen zusammenhalten und an einem Strang ziehen". Gelänge wieder kein Sieg, stünden die Paderborner dichter den je davor, mit einem unrühmlichen Rekord in die Geschichte des deutschen Fußballs einzugehen. Denn das traurige "Kunststück" von drei Abstiegen in Folge ist tatsächlich noch keinem Klub gelungen.

kög