Freiburger Rechtsverteidiger ist heiß auf die Startelf

Nah dran: Ignjovski entfacht Feuer

Aleksandar Ignjovski mit Trainer Christian Streich

Hat zuletzt gut zugehört: Aleksandar Ignjovski mit Trainer Christian Streich. picture alliance

"Iggy ist voll dabei und haut sich rein", sagte Streich schon vor dem Auswärtsspiel in Augsburg, bei dem er Ignjovski (kicker-Note 3,5) zum Beginn der zweiten Halbzeit für den angeschlagenen Lukas Kübler einwechselte. Der 26-Jährige habe ein bisschen Zeit gebraucht, "aber jetzt ist er ganz in Freiburg angekommen", so der SC-Coach. Die Zweikampfstärke des serbischen Nationalspielers hatte er schon mehrfach gelobt, aber auch immer wieder betont, dass seine taktischen Fähigkeiten noch ausbaufähig seien.

"Ich konnte die Ideen des Trainers nicht schon nach wenigen Wochen umsetzen", sagt Ignjovski, "das braucht einfach Zeit und ist für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar, weil es nur um Kleinigkeiten geht." Dass er nur selten zum Zug kann, kann er nachvollziehen, weil die Mannschaft gut funktioniert habe und die Ergebnisse auch gestimmt hätten. "Und manchmal braucht man auch etwas Glück. Wenn man reinkommt und ein gutes Spiel macht, bleibt man meistens in der Mannschaft."

Wir sprechen überhaupt nicht darüber, wir denken wirklich nur von Spiel zu Spiel.

Aleksandar Ignjovski zum Thema Europa League

Am Anfang der Saison hatte Pascal Stenzel auf der Rechtsverteidiger-Position die Nase vorn, und als sich der 21-jährige Leihspieler von Borussia Dortmund an der Schulter verletzte, erhielt Lukas Kübler den Vorzug vor dem Routinier, der schon 108 Bundesligaspiele und 53 Zweitligaspiele gemacht hat. "Er ärgert sich, wenn er nicht spielt, aber dann ist Feuer im Training", berichtet Streich.

Willkommene Pause im Nationaltrikot

Die Länderspielpause kann Ignjovski zudem nutzen, sich beim SC weiter zu empfehlen, da er vom serbischen Nationaltrainer diesmal nicht nominiert wurde. Der 26-Jährige wäre zwar gerne wieder dabei gewesen, sieht aber auch den Vorteil, "dass ich mich in Freiburg weiter beweisen und noch mehr dazu lernen kann".

Freude auf Werder - Europa League kein Thema

Schließlich möchte er auch unbedingt beim nächsten Heimspiel gegen seinen Ex-Verein Werder Bremen auflaufen. Obwohl er 2014 von Bremen nach Frankfurt gewechselt ist, hat er noch immer einige Freunde dort und auch Sympathien für den Verein und seine Fans. Am kommenden Wochenende werden die aber keine Rolle spielen, da gelte es nur, den nächsten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. "Das Wichtigste ist, dass der Verein in der Liga bleibt", sagt Ignjovski, "und wenn dieser Druck weg ist, können wir vielleicht sogar noch besser spielen."

Auch wenn er selbst noch nie in der Europa League gespielt habe und das "schon etwas Besonderes wäre", sei das derzeit weder für ihn noch für seine Kollegen ein Thema. "Wir sprechen überhaupt nicht darüber, wir denken wirklich nur von Spiel zu Spiel."

Daniela Frahm