2. Bundesliga

VfB Stuttgart lässt "Top-Profi" Hajime Hosogai nach Japan zu Kashiwa Reysol gehen

Japaner verlässt Stuttgart mit sofortiger Wirkung

VfB lässt "Top-Profi" Hosogai gehen

Hajime Hosogai

Zurück in Japan: Hajime Hosogai. picture alliance

Das 0:5 bei Dynamo Dresden und das 0:3 bei den Würzburger Kickers waren bislang die sportlichen Tiefpunkte unter Trainer Hannes Wolf beim VfB Stuttgart. Und es werden die letzten beiden Startelfeinsätze von Hajime Hosogai im "Ländle" bleiben.

Am Freitagmorgen vermeldete der VfB, was sich bereits am Donnerstag abgezeichnet hatte : Hosogai verlässt Stuttgart gen Japan, wo das Transferfenster noch bis zum 31. März geöffnet ist. Er schließt sich dem dortigen Erstligisten Kashiwa Reysol an, der drei der ersten vier Saisonspiele verloren hat und bei dem auch der Ex-Gladbacher Yuki Otsu (2011/12) unter Vertrag steht.

Spielersteckbrief Hosogai
Hosogai

Hosogai Hajime

"Hajime hat uns gegenüber den Wunsch geäußert, den VfB zu verlassen. Wir haben die Situation gemeinsam erörtert und am Ende seinem Wunsch entsprochen", erklärte VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser. "Hajime ist ein äußerst angenehmer Mensch und ein absoluter Top-Profi. Er möchte regelmäßig spielen, was wir natürlich nachvollziehen können."

Beim VfB hatte er diese Möglichkeit nicht mehr: Seit der Würzburg-Klatsche (kicker-Note 5,5) durfte Hosogai keine Minute mehr für den VfB auflaufen, er beendet das Kapitel Stuttgart mit zehn Zweitliga-Einsätzen, acht davon als Startelfspieler (Notenschnitt 3,50). Er war im Sommer seinem langjährigen Trainer Jos Luhukay (FC Augsburg und Hertha BSC) auch nach Stuttgart gefolgt - Hertha kassierte 700.000 Euro Ablöse -, doch mit dem Trainerwechsel Ende September sanken seine Einsatzchancen. Ein Muskelfaserriss und ein Zehenbruch erschwerten die Lage zusätzlich.

"Ich habe bis jetzt in den fünf Städten Augsburg, Leverkusen, Berlin, Bursa und Stuttgart gelebt und mich entschieden, dass Stuttgart meine letzte Station in Deutschland sein soll. Mit meiner Familie habe ich schon vorher darüber gesprochen", teilte Hosogai am Freitag mit. "Ich habe über die Rolle, die ich beim VfB Stuttgart einnehmen sollte, und die aktuelle Situation nachgedacht und fast jeden Tag mit Klubverantwortlichen gesprochen, über meinen Berater mit vielen Klubs gesprochen und mich dann zu einem Wechsel nach Japan entschieden."

Der VfB kann den Abgang verkraften - und kassiert rund 400.000 Euro

Zuletzt war Hosogai (30 A-Länderspiele) deswegen nicht einmal mehr für die japanische Nationalmannschaft nominiert worden. Und so kehrt er nach über sechs Jahren Europa den Rücken. Der VfB, im defensiven Mittelfeld mit Anto Grgic, Matthias Zimmermann, Winterneuzugang Ebenezer Ofori und dem in dieser Saison meist weiter vorne agierenden Kapitän Christian Gentner immer noch breit aufgestellt, kann den Abgang verschmerzen - und kassiert noch eine Ablösesumme über rund 400.000 Euro: Hosogai war noch bis 2018 gebunden.

jpe

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