Gegen Regensburg "im Stich gelassen"

SCP: Emmerling bleibt und übt Kritik

Stefan Emmerling

Bleibt vorerst Trainer beim Drittligisten SC Paderborn: Stefan Emmerling. imago

"Da fühlt man sich schon etwas im Stich gelassen", kritisierte SCP-Coach Stefan Emmerling seine Elf nach der Partie am vergangenen Wochenende. Der 51-Jährige wirkte sichtlich enttäuscht, vor allem mit der Leistung nach Wiederanpfiff war er nicht einverstanden. "Uns wurden in der zweiten Halbzeit klar die Grenzen aufgezeigt", so der Trainer. "Es hat kein Aufbäumen mehr stattgefunden. Spieler, die große Ansprüche an sich selbst haben, müssen da einfach mehr Präsenz zeigen und auch mehr Qualität auf den Platz bringen."

In den folgenden Tagen wurde viel über den gebürtigen Heidelberger diskutiert. "Ich bin erst seit Freitag im Amt und möchte zunächst die Gesamtlage gründlich analysieren. Dafür werde ich noch einige Zeit brauchen und deshalb wird weder heute noch am Montag eine Entscheidung fallen", sagte der neue Sportdirektor Markus Krösche gegenüber dem "Westfalen-Blatt". Die Trennung blieb allerdings aus.

Trainersteckbrief Emmerling

Emmerling Stefan

Der 36-Jährige meldete sich überraschend früh und überraschend deutlich zu Wort. "Ich habe ausführliche Gespräche mit der Mannschaft sowie dem gesamten Trainerstab geführt und bin zu diesem Ergebnis gekommen. Wir werden den Klassenerhalt mit Stefan Emmerling schaffen. Davon bin ich überzeugt", erklärte der Manager am Sonntag. "Emmerling wird die Mannschaft auf unseren nächsten Gegner Hansa Rostock vorbereiten und auch in Rostock (Samstag, 14 Uhr LIVE! bei kicker.de) auf der Bank sitzen."

Den Coach allein kann man für die aktuelle Misere auch nicht verantwortlich machen. Emmerlings Punkteschnitt ist sogar besser als der seiner Vorgänger Stefan Effenberg oder Markus Gellhaus. Die Verantwortung liegt nun also auch bei den Spielern des Tabellen-17., den Sechs-Punkte-Rückstand auf das rettende Ufer zu verkürzen und ihre sportliche Zukunft sowie die des Trainers zu sichern.

kon