Nationalteams Freundschaftsspiele 2004, 3. Spieltag
18:05 - 5. Spielminute

Tor 0:1
F. Ernst
Rechtsschuss
Vorbereitung B. Schneider
Deutschland

18:46 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Brdaric
Deutschland

19:13 - 53. Spielminute

Tor 0:2
Brdaric
Kopfball
Vorbereitung Görlitz
Deutschland

19:15 - 55. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Asamoah
für Klose
Deutschland

19:17 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Rezaei
Iran

19:18 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Iran)
Azizi
für Nikbakht-Vahedi
Iran

19:22 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Iran)
Alawi
für Golmohammadi
Iran

19:24 - 64. Spielminute

Spielerwechsel (Iran)
Rahmati
für Mirzapour
Iran

19:24 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Iran)
Zare
für Mofrad
Iran

19:28 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Hitzlsperger
für B. Schneider
Deutschland

19:33 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Podolski
für Brdaric
Deutschland

19:36 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Huth
Deutschland

19:36 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Iran)
Borhani
für Karimi
Iran

19:40 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Borowski
für Deisler
Deutschland

19:41 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Mertesacker
für Wörns
Deutschland

19:42 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Iran)
Badavi
für Kaabi
Iran

19:46 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Schweinsteiger
für F. Ernst
Deutschland

IRN

GER

Länderspiel in Teheran: Iran - Deutschland 0:2 (0:1)

Ernst und Brdaric treffen

Nach dem 1:1 gegen Weltmeister Brasilien zeigte das DFB-Team ein auf fünf Positionen verändertes Gesicht: Im Tor gönnte Nationaltrainer Jürgen Klinsmann Kahn eine Verschnaufpause, so dass Lehmann in seinem 20. Länderspiel von Beginn an ran durfte. Hinten spielten Görlitz und Wörns für Hinkel und den verletzten Fahrenhorst. Vor der Abwehr sollte Ernst, der den angeschlagen zu Hause gebliebenen Frings ersetzte, abräumen. Ganz vorne präsentierte sich mit Brdaric und Klose für Asamoah und den unter Klinsmann vier Mal erfolgreichen Kuranyi ein neues Sturmduo. Auf Seiten der Iraner war neben den Bundesliga-Profis Mahdavikia und Hashemian vor allem Mittelfeldmotor Karimi, auch genannt "Maradona" Asiens, der bekannteste Name.

Vor 110.000 Zuschauern in Teheran nahm die deutsche Elf mit einem Blitzstart den stürmisch beginnenden Persern gleich den Wind aus den Segeln: Nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß von Schneider prallt der Ball zu Ernst, der das Leder nach Zusammenspiel mit dem Leverkusener wieder aufgelegt bekommt. Mit einem trockenen Rechtsschuss ins kurze Eck lässt der Bremer Keeper Mirzapour aus 20 Metern keine Abwehrchance (5.). In der Folge entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie, zunächst mit Vorteilen für das deutsche Team. Dennoch hatte der Iran in der 11. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, als Karimi Lahm versetzte und auf Rezaey zurücklegte, der aber aus 16 Metern um Zentimeter vorbeizielte. Bis zur 25. Minute hatte die Nationalelf die Partie gut im Griff. Der sehr engagierte Schneider (13., 19.) und Klose bei einer Riesenchance allein vor Mirzapour (22.) hatten das 2:0 auf dem Fuß, bevor nach einer guten halben Stunde die beste Phase der Perser begann. Immer wieder angetrieben vom überragenden Karimi, der sich des Öfteren als großartiger Dribbelkünstler erwies, sowie Mahdavikia, erspielte sich die Heimelf bis zum Pausenpfiff Chance auf Chance und stürzte die nicht immer sattelfeste deutsche Abwehr immer wieder in größte Verlegenheit. Nosrati (32.), Hashemian (35.) sowie Karimi und Mahdavikia binnen einer Minute (40.) scheiterten entweder am eigenen Unvermögen oder aber am glänzend disponierten Lehmann, der den knappen Vorsprung schließlich in die Halbzeitpause rettete. Nach dem Wechsel drängte der Iran zunächst weiter, blieb aber ohne Einschussmöglichkeit und wurde eiskalt ausgekontert: Klose legt auf der rechten Außenbahn Görlitz den Ball wunderbar in den Lauf. Der Münchner geht bis zur Grundlinie, flankt dann punktgenau auf den in der Mitte postierten Brdaric, der per Kopf aus sieben Metern ins linke Eck trifft (53.). Deutschland hatte sich nun viel besser auf die Angriffsaktionen der Perser eingestellt, auch schien sich bei der Heimelf das kraftraubende Spiel der ersten 45 Minuten bemerkbar zu machen. Von den stets präsenten Antreibern aus dem ersten Durchgang war so gut wie nichts mehr zu sehen. Die Luft war raus nach dem zweiten deutschen Tor. Beide Trainer leiteten ein munteres Wechselspiel ein, bei dem England-Legionär Hitzlsperger und Mertesacker zu ihrem Landerspiel-Debüt kamen. Auch bedingt durch das viele neue Personal kam auf beiden Seiten kein Spielfluss mehr zustande. Mehr als Halbchancen sprangen auf beiden Seiten in der Schlussphase nicht mehr heraus: Der ebenfalls eingewechselte Podolski wurde von der iranischen Abwehr im letzten Moment noch gebremst (79.), bei Alawis Kopfball zeigte sich der überzeugende Lehmann als Meister seines Fachs (82.).

Spieler des Spiels

Jens Lehmann Tor

1
Spielnote

3
Tore und Karten

0:1 F. Ernst (5', Rechtsschuss, B. Schneider)

0:2 Brdaric (53', Kopfball, Görlitz)

Iran

Mirzapour 4 - Kaabi 4 , Mofrad 4 , Rezaei 3,5 , Nosrati 4 - Golmohammadi 3 , Nekounam 4, Mahdavikia 2,5, Karimi 2 , Nikbakht-Vahedi 3,5 - Hashemian 4

Deutschland

Lehmann 1 - Görlitz 3,5, Wörns 3 , Huth 4 , Lahm 5 - F. Ernst 3 , Deisler 4 , Ballack 4, B. Schneider 3,5 - Brdaric 4 , Klose 4,5

Schiedsrichter-Team

Saad Kamel Mane Kuwait

4,5
Spielinfo

Stadion

Azadi-Stadion

Zuschauer

110.000 (ausverkauft)

Auch im dritten Spiel unter der Regie von Nationaltrainer Jürgen Klinsmann blieb die Nationalelf ungeschlagen. Gegen den Iran überstand das DFB-Team nach früher Führung mit Glück die Drangphase der Perser vor der Pause und entschied die Partie mit einem erneuten Blitzstart im zweiten Durchgang.