Regensburgs Angreifer verletzt sich bei Fortuna Köln schwer

SSV bestätigt: Saison für Ziereis beendet

Markus Ziereis

Die entscheidende Szene im Kölner Südstadion: Regensburgs Markus Ziereis wird nach seiner schweren Ellenbogenverletzung behandelt. imago

Für beide Trainer war es die wohl spielentscheidende Szene. In der 88. Minute ging der erst kurz zuvor eingewechselte Ziereis in ein Kopfballduell mit Kölns Boné Uaferro. Bei der Landung fiel Ziereis unglücklich auf den Ellenbogen und verletzte sich dabei schwer.

Denn beim Aufprall kugelte sich Ziereis den Ellenbogen aus, weswegen der 24-Jährige nach einer Behandlungspause umgehend in eine Kölner Klinik eingeliefert wurde. Dort wurde das Gelenk wieder eingerenkt und ein Gipsverband angelegt. Am Montag wurden dann bei einer Kernspintomographie in Regensburg Kapsel- und Bänderverletzungen am betroffenen Ellenbogen festgestellt, welche vermutlich sogar eine Operation notwendig machen. Ziereis wird in jedem Fall für mehrere Monate ausfallen, die Saison ist für den Angreifer definitiv beendet.

Die Unterbrechung sorgte für eine Wende in der Partie. Denn bis dato führten die technisch besseren und wendigeren Regensburger durch zwei Grüttner-Tore (44., 76.) verdient mit 2:0. Besonders das zweite Tor war sehenswert, als sich der Torschütze den Ball per Hacke selbst vorlegte.

Für die Fortunen schien sich damit die Misserfolgsserie fortzusetzen. Denn die Kölner Südstädter hatten zuvor fünf Spiele nicht gewinnen können, die letzten drei gingen verloren. Doch die Verletzung Ziereis' führte zu einer späten Wende in der Partie.

"Die Unterbrechung hat uns nicht gutgetan", konstatierte Jahn-Coach Heiko Herrlich: "Wir haben danach keine Spannung mehr aufbringen können." Genauso sah es auch Fortunen-Trainer Uwe Koschinat: "Möglicherweise war das für uns heute, so komisch sich das anhört, die entscheidende Situation", sagte Koschinat.

Während die Regensburger bis zur Verletzungspause laut Herrlich die Partie "phasenweise dominiert" hatten, schafften es die Kölner laut Koschinat nicht, "die vorhandene körperliche Dominanz gewinnbringend auf den Platz zu bringen." In der Nachspielzeit gelang aber Christopher Theisen (90.+6) und Markus Pazurek (90.+9) jeweils per Kopf nach Eckbällen doch noch der Ausgleich. "Gott sei dank hat es dann in der Nachspielzeit bei zwei Standards geklappt", zeigte sich Koschinat erleichtert.

jer/sha