Schwede gegen Münster gesperrt

"Effektivität hat gesiegt" - Magdeburgs tiefer Frust

Tiefer Frust bei der Magdeburger Mannschaft

Nach der 1:2-Niederlage gegen Mainz II ist die Magdeburger Mannschaft frustriert. imago

"Im Fußball zählen Tore, da haben wir heute zu wenig gemacht", hielt Härtel nach dem Spiel nüchtern fest. Allerdings sprach der 47-Jährige seiner Mannschaft trotz der unerwarteten Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht Mainz ein Lob aus. Die Leistung habe unter dem Strich nämlich gestimmt, vor allem in der ersten Hälfte, "die im Spiel mit dem Ball nach vorne mit das Beste war, was ich in den bisher zweidreiviertel Jahren hier mitgemacht habe". Am Ende gingen die Magdeburger leer aus, weil Mainz-Profi Niki Zimling mit einem sehenswerten Distanzschuss das 2:1 für die Gäste erzielt hatte (53.), aber auch, weil die Härtel-Elf nach dem Seitenwechsel die letzte Konsequenz in ihren Angriffen vermissen ließ.

Man fühlt sich schlecht nach Niederlagen, vor allem wenn man so viel investiert hat wie wir.

FCM-Kapitän Marius Sowislo

Letzteres bemängelte vor allem Marius Sowislo, der die fehlende Kaltschnäuzigkeit seines Teams in den entscheidenden Momenten kritisierte. "Die Effektivität hat heute gesiegt", haderte der FCM-Kapitän nach dem Spiel am Mikrofon des "MDR". "Man fühlt sich schlecht nach Niederlagen, vor allem wenn man so viel investiert hat wie wir." Der Blick richtet sich deshalb schon fast zwangsläufig voraus auf das zweite Heimspiel in Folge: Am kommenden Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gastiert mit Preußen Münster der nächste Abstiegskandidat in der Magdeburger Arena. "Wir müssen uns jetzt schütteln und dann geht es weiter", betonte Sowislo.

Meckern und falscher Einwurf: Schwede fehlt gesperrt

Spielbericht

Gegen den SCP nicht mitwirken kann Tobias Schwede. Der Mittelfeldmann hatte gegen Mainz zuerst eine Gelbe Karte wegen Meckerns erhalten und war kurz vor dem Ende der Partie vom Platz geflogen, nachdem er einen Einwurf in der Nähe der Mittellinie unerlaubterweise weiter nach vorne verlegen wollte und anschließend den Ball wütend weggeworfen hatte. "Er hat den Einwurf zwei Meter weiter vorne ausgeführt. Ich sehe das manchmal zehn, fünfzehn Meter weiter vorne so. Für uns ist es ärgerlich, weil er heute ein gutes Spiel gemacht hat und jetzt erst einmal zugucken muss", kritisierte Härtel den Unparteiischen Sven Waschitzki. Allerdings nahm er auch Schwede in die Pflicht, weil dieser seinen Platzverweis mit zwei Unbeherrschtheiten provoziert hatte. "Er wird eine Strafe bezahlen müssen", so der FCM-Trainer.

pau