Hamburg ist seit sechs Heimspielen ungeschlagen

Gisdol: "Das war eine schwere Aufgabe"

Markus Gisdol

Hat mit seiner Mannschaft einen wichtigen Sieg gegen Berlin eingefahren: Hamburgs Trainer Markus Gisdol. imago

Vor dem Spiel gegen die Hauptstädter hatte Gisdol seine Mannschaft zu Geduld ermahnt. Nach rund 75 gespielten Minuten dürfte sich der 47-Jährige bestätigt gefühlt haben: Gegen Hertha war der HSV zwar die bessere Mannschaft, kam aber nur zu wenigen Abschlüssen. "Hertha gibt dir ganz wenig Räume, sie sind so diszipliniert und machen im Abwehrverhalten keine Fehler", erklärte Gisdol nach dem Spiel am Mikrofon von "Sky". "Das war heute eine schwere Aufgabe."

Umso mehr freute sich der gebürtige Schwabe über drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt - und das nur eine Woche nach dem blamablen 0:8 in München und wenige Tage nach dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal gegen Mönchengladbach (1:2). "Das Spiel gegen Gladbach war schon gut. Heute haben wir auch eine gute Leistung abgeliefert und uns in einem ganz schwierigen Spiel durchgesetzt", betonte Gisdol, dessen Mannschaft schon im ersten Durchgang hohen Aufwand betrieben hatte.

Wenn der Gegner schon offensiv denkt und man den Ball erobern kann, ist das eine gute Möglichkeit, ihn zu erwischen.

Markus Gisdol über die Entstehung des 1:0

Dennis Diekmeier und Lewis Holtby hatten die ersten dicken Gelegenheiten (15.) vergeben, wenig später war der auffällige Nicolai Müller an Hertha-Schlussmann Rune Jarstein (19.) gescheitert. Auch in der zweiten Hälfte hatte der Offensivmann die einzigen beiden Chancen (57., 65.) vor Ekdals Tor (77.). "Man hat gespürt, dass wir dran sind. Wir haben nicht aufgegeben", wird Müller im Twitterkanal der Hamburger zitiert. Zunächst aber waren die Hamburger plötzlich in der Defensive gefordert, hatten Glück, dass Berlin seinen einzigen Konter über Vedad Ibisevic nicht ausspielte (67.) und Vladimir Daridas Schuss - abgefälscht von Kyriakos Papadopoulos - knapp neben dem Tor landete (75.).

Freude über Woods Balleroberung vor dem 1:0

Spielbericht

"Du darfst dem Gegner nur wenige Möglichkeiten geben", betonte Gisdol, der aber anfügte: "Mit dem dauerhaften Dranbleiben und der Mentalität haben wir gewonnen." Denn nur zwei Minuten später traf Ekdal zum 1:0. Dem Treffer vorausgegangen war eine starke Balleroberung von Bobby Wood, der Berlins Marvin Plattenhardt den Ball im Spielaufbau geklaut hatte. "Das war entscheidend", freute sich Gisdol. "Wenn der Gegner schon offensiv denkt und man den Ball erobern kann, ist das eine gute Möglichkeit, ihn zu erwischen."

Zwei weitere Heimspiele an den kommenden drei Spieltagen

Der HSV blieb damit im sechsten Liga-Heimspiel in Folge ungeschlagen, sammelte da 14 von 18 möglichen Punkten. An den kommenden drei Spieltagen treten die Hamburger nun zwei weitere Male im Volksparkstadion an. Ein Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt? "Ich kenne die Mannschaft ein Stück weit. Wir hatten immer mal wieder Rückschläge. Wir haben uns trotzdem nicht vom Weg abbringen lassen", gibt sich Gisdol kämpferisch.

pau

Bilder zur Partie Hamburger SV - Hertha BSC