Frankfurt: Schiedsrichter-Ärger nach dem 1:2 gegen Freiburg

Kovac: "... dann müssen wir aufhören"

Niko Kovac

War mit der Leistung von Referee Günter Perl nicht einverstanden: Frankfurts Trainer Niko Kovac. imago

Nachdem die Eintracht zuletzt mit einigen Karten und Platzverweisen Schlagzeilen gemacht hatte, sprach Kovac davon, dass die SGE " die Tretertruppe Nummer eins in Deutschland" sei . Bei der Begegnung gegen Freiburg standen wieder die Entscheidungen des Schiedsrichters im Mittelpunkt. Doch wenn der Coach sich mit Kritik am Unparteiischen sonst meist zurückhält, so redete er sich nach der Niederlage gegen die Breisgauer geradezu in Rage.

Die Gründe hierfür: Das zu Unrecht aberkannte Tor von Ante Rebic nach einer Ecke in der 33. Minute sowie der Treffer von Florian Niederlechner zum Endstand (59.), dem eine Abseitsposition vorausgegangen war. "Wenn man solch einen Eckball abgepfiffen bekommt, dann müssen wir aufhören. Beim Tor zum 2:1 ist er nicht einen halben Meter, sondern einen Meter im Abseits. Wenn ich das nicht sehe, dann muss ich mich fragen, wieso sehe ich das nicht?", schimpfte Kovac.

Auf die Frage nach der rustikalen Spielweise seiner Mannschaft reagierte der Trainer ebenfalls gereizt: "Den Stempel haben wir doch eh schon. Ich bin der Meinung, das ist ungerechtfertigt. Ich sage meiner Mannschaft, dass wir körperloser spielen müssen, weil wir im Moment im Fokus stehen. Wir dürfen demnächst gar nichts mehr machen. Vielleicht dürfen wir uns noch gegenseitig anschauen. Ich bin der Meinung, das geht nicht."

Fußball ist ein Männersport. Da gehört ein bisschen Härte dazu.

Danny Blum

Auch Sportdirektor Bruno Hübner haderte nach dem Spielschluss: "Ich habe es mir abgewöhnt, die Schiedsrichter zu kommentieren. Die entscheidenden Momente werden wirklich gegen uns gepfiffen. Wenn wir in Führung gehen, dann gibt es ein anderes Spiel." Noch deutlicher wurde Danny Blum: "Wir haben heute ein reguläres Tor aberkannt bekommen. Dann haben wir ein Abseitstor gegen uns bekommen. Somit verlieren wir heute 1:2. Jede Woche haben wir Theater mit den Schiedsrichtern. Wir sollten mal wieder Fußball spielen. Fußball ist ein Männersport. Da gehört ein bisschen Härte dazu. Man muss austeilen und einstecken können", so der Ex-Nürnberger.

Daneben konnte die Eintracht allerdings von Glück reden, dass die beiden gelbwürdigen Tritte von Rebic gegen Lukas Kübler (37., 39.) jeweils ungeahndet blieben. Unter dem Strich steht nach dem 1:2 somit die vierte Liganiederlage in Folge. Die nächste Aufgabe am kommenden Wochenende wird nicht leichter - ganz im Gegenteil, am Samstag (15.30 Uhr) wartet der schwere Gang nach München auf die SGE.

sha

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