Hannover wechselt sportliche Führung aus

Bader und Möckel müssen bei 96 gehen - Heldt übernimmt

Horst Heldt

Horst Heldt steigt bei Hannover 96 als Sportdirektor ein. imago

Nach dem 0:2 am Samstag in Karlsruhe kam am Sonntag der Aufsichtsrat von Hannover 96 zusammen, um über die sportliche Situation zu beraten. "Alle Mitglieder des Aufsichtsrates fühlen sich nach wie vor dem Ziel verpflichtet, alle Kraft darauf zu verwenden, den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu schaffen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind davon überzeugt, dass die Lizenzspiel-Mannschaft auch die sportlichen Möglichkeiten dazu besitzt", heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Allerdings waren die Aufsichtsratsmitglieder nicht mehr davon überzeugt, das Ziel direkter Wiederaufstieg mit der sportlichen Führung erreichen zu können, das Vertrauen in die Verantwortlichen war aufgebraucht: "Der Aufsichtsrat hat aus diesem Grund Sport-Geschäftsführer Martin Bader und den Sportlichen Leiter Christian Möckel mit sofortiger Wirkung von ihren Verpflichtungen aus den jeweiligen Arbeitsverträgen freigestellt", heißt es weiter. Die Aufgaben des Duos wird ab sofort Horst Heldt übernehmen. Der 47-Jährige wird nach Angaben des Vereins am Montag auf einer Pressekonferenz um 15 Uhr öffentlich vorgestellt.

Heldt stieg unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Karriere (359 Bundesligaspiele und 36 Tore für den 1. FC Köln, 1860 München, Eintracht Frankfurt und den VfB Stuttgart) bei den Schwaben als Sportdirektor ein. Im Sommer 2010 wechselte er als Vorstand zu Schalke 04. Nachdem er mehr und mehr in die Kritik geraten war, machte er im Sommer 2016 Platz für Christian Heidel.

Bader übernahm im Oktober 2015 das Amt als Geschäftsführer Sport, der 48-Jährige brachte Möckel als Sportlichen Leiter mit. Das Duo konnte den Abstieg der Niedersachsen in der letzten Saison nicht mehr verhindern, der klare Auftrag lautete direkter Wiederaufstieg. Nach zwei sieglosen Spielen gegen Abstiegskandidaten mehrten sich die Zweifel. Der mächtige Klub-Chef Martin Kind und der Aufsichtsrat um Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder zogen nun die Reißleine.

jer