Nachgefragt beim Mainzer Angreifer

Cordoba: "Man schaut auf die Minuten"

Jhon Cordoba

Erleichterung pur: Jhon Cordoba bedankt sich innig bei Vorbereiter Levin Öztunali. imago

Jhon Cordoba, fast 600 Minuten lang haben Sie nicht getroffen. Nun hat es wieder geklappt. Was fällt von einem Stürmer ab mit so einem Tor?

Jhon Cordoba: Es ist kein großes Gewicht von meinen Schultern gefallen, weil wir zusammenarbeiten und jeder seine Aufgabe hat. Ich habe ja auch Tore vorbereitet in dieser Zeit. Klar braucht ein Stürmer Treffer, dieser gibt mir einen zusätzlichen Kick für das nächste Spiel. Das ist wichtig. Das Tor war die Frucht meiner Arbeit.

Haben Sie Ihre Torlos-Minuten gezählt?

Cordoba: Natürlich schaut man auf die Minuten. Aber für unser Spiel als Gemeinschaft hat jeder seine Aufgabe, für die er kämpfen muss. Da ist das Individuum nicht so wichtig und damit auch nicht, viele Tore zu schießen. Hauptsache, man arbeitet. Dann kommt der Rest automatisch.

Ihr Team presste früh und hoch, in der Schlussphase fehlte dafür die Wucht. Schon in Leverkusen kamen Sie mit viel Verve aufs Feld. Liegt es der Mannschaft mehr, den Gegner zu überrennen als zu taktieren?

Cordoba: Wir trainieren darauf, von vornherein Vollgas zu geben, entwickeln uns aber immer weiter. Das wird im Lauf der Saison nicht stoppen. Wir werden daran weiterarbeiten, dass wir hinten heraus noch ein bisschen mehr übrig haben.

Zum Resultat: Ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene?

Cordoba: Es ist ein gutes Ergebnis für uns. Nicht zu verlieren war das erste Ziel. Jetzt wissen wir ganz genau, dass wir nochmal Gas geben müssen, um in Darmstadt einen Dreier zu holen.

Aufgezeichnet von: Benni Hofmann

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