2. Bundesliga

Nach spätem Aussetzer: Verbeek schnappt sich Gündüz

Bochums Trainer hadert mit fehlender Cleverness

Nach spätem Aussetzer: Verbeek schnappt sich Gündüz

Musste sich deutliche Worte von Coach Gertjan Verbeek anhören: Bochums Unglücksrabe Selim Gündüz.

Musste sich deutliche Worte von Coach Gertjan Verbeek anhören: Bochums Unglücksrabe Selim Gündüz. imago

Das Heimspiel des VfL war gerade erst beendet, als sich Verbeek noch auf dem Spielfeld Unglücksrabe Gündüz schnappte. Der Niederländer sprach auf den 22-Jährigen ein, gestikulierte wild und erklärte. Offenkundig ging es dabei auch um die Elfmeterszene in den letzten Zügen des Spiels, die den Bochumern einen sicher geglaubten Zähler kostete. "Ich denke, es war dumm von mir, in der letzten Minute so hinzugehen. Für mich war es ein Elfmeter. Ich muss da nicht hingehen, das war unnötig", sagte Gündüz nach Spielschluss. Zuvor war er völlig übermotiviert in Ihlas Bebou an der Grundlinie hineingesprungen - ohne Not.

"Das nehme ich auf meine Kappe": Geknickter Pechvogel

"Dafür möchte ich mich entschuldigen - bei der Mannschaft und den Fans, die uns bis zur letzten Minute super unterstützt haben. Das nehme ich auf meine Kappe", stellte Gündüz klar. Der Offensivmann, der erst in der 89. Minute Gelb für hämischen Applaus in Richtung Schiedsrichter gesehen hatte, konnte froh sein, darüber hinaus nicht vom Platz zu fliegen. "Ich bin noch jung, da macht jeder mal Fehler. Natürlich ist es unglücklich, dass es mir in der letzten Minute passiert, aber für uns geht es weiter", so Gündüz abschließend.

Spielersteckbrief Mlapa

Mlapa Peniel

Spielersteckbrief Gündüz

Gündüz Selim

Spielersteckbrief Losilla

Losilla Anthony

Trainersteckbrief Verbeek

Verbeek Gertjan

2. Bundesliga - 23. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfB Stuttgart
48
2
1. FC Union Berlin
44
3
Hannover 96
42

Am Ende waren einige Spieler zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

VfL-Coach Gertjan Verbeek über das 1:2

Dass der häufiger grantelnde Verbeek nicht zufrieden sein konnte, überraschte nicht. "Wir befinden uns nicht in einer super Form, das konnte man sehen. Dann ist es wichtig, dass man sich nur mit dem beschäftigt, was man selbst beeinflussen kann. Am Ende waren einige Spieler aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Ein Unentschieden wäre meiner Meinung nach gerechtfertigt gewesen. So muss man sagen: selbst schuld", haderte der VfL-Coach.

Mlapa: "Da wird es auch mal wild"

Auch Anthony Losilla fiel es im Anschluss schwer, positiv zu bleiben: "Natürlich ist es für den Kopf schwer. Am Ende sind es Kleinigkeiten, die heute das Spiel entschieden haben." Angreifer Peniel Mlapa, der kurz vor dem Wechsel das 1:0 besorgt hatte, stellte sich klar hinter Kollege Gündüz. "Es war ein hektisches Spiel und wir sind eine junge Mannschaft, da passieren solche Fehler und da wird es auch mal wild", so Mlapas Erklärung: "Aber man kann niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben alles reingehauen, was will man machen, wenn man am Ende so verliert."

msc