Fürths Trainer will den Nachbarn schon wieder ärgern

Radoki: Sein Trauzeuge und ein Fan-Appell

Will seine "positive Derby-Bilanz" weiter ausbauen: SpVgg-Coach Janos Radoki.

Will seine "positive Derby-Bilanz" weiter ausbauen: SpVgg-Coach Janos Radoki. imago

Im Derby gegen den 1. FC Nürnberg wird SpVgg-Coach Radoki neben den Langzeitverletzten nur auf Stephen Sama (Knieprellung) verzichten müssen. Bei Sercan Sararer, der zuletzt eine Denkpause verordnet bekommen hatte , ist noch nicht klar, ob er im Kader stehen wird. "Sercan hat diese Woche über normal trainiert", formulierte es Radoki diplomatisch.

Der ehemalige SpVgg-Profi, der als Spieler "eine positive Derby-Bilanz" vorweisen kann, fiebert dem prestigeträchtigen Vergleich entgegen. "Am ersten Trainingstag in der Woche ging es schön zur Sache", so der ehemalige beinharte Verteidiger. Dass der FCN aktuell zwei Plätze über dem Tabellen-11. rangiert, sei kein Vor- oder Nachteil. "Im Derby gibt es grundsätzlich keine Favoritenrolle. Das Spiel steht für sich. Alles, was war oder was ist, spielt keine Rolle. Es geht nur um dieses einzige Spiel", kennt Radoki die "Derby-Regeln".

Fan-Appell: "Es wäre schön, da wieder hinzukommen"

Sein Ziel: "Wir wollen in erster Linie schauen, dass wir unser Spiel durchbekommen." Die Nürnberger hätten eine "sehr kompakte Mannschaft", die vor allem "stark bei zweiten Bällen" sei. Dass es neben dem Platz erneut zu Ausschreitungen kommt , darauf kann Radoki gerne verzichten: "Früher wurden die Derbys nur auf dem Platz ausgetragen. Es wäre schön, da wieder hinzukommen."

Auf dem Spielfeld konnte ich ihn sicherlich nicht leiden.

Janos Radoki über seinen Trauzeugen

Das wichtigste Spiel in Franken habe immerhin auch so genügend Geschichten zu erzählen. "Mein Trauzeuge - Jochen Weigl (elf BL-, 108 2BL-Spiele, d.Red.) - ist damals gegen mich im Derby auf dem Feld gestanden. Er als Nürnberger und ich als Fürther", denkt Radoki gerne an seine aktive Zeit zurück: "Auf dem Spielfeld konnte ich ihn sicherlich nicht leiden." Dass nun die jüngere Derby-Vergangenheit klar für das Kleeblatt spricht, will Radoki nicht zu hoch hängen. "Davon können wir uns rein gar nichts kaufen", stellte der 44-Jährige klar. Es wird "kein schönes Spiel, sondern viel Kampf" werden, prophezeite der Fürther Trainer. Entscheidend könnte sein, ob seine Mannschaft eben "diesen einen Dosenöffner" findet - wie in den letzten Jahren auch.

msc