25. Spieltag: CFC beendet Heimmisere

MSV holt Punkt in Bremen - FCM patzt gegen Mainz

Simon Brandstetter

Duisburgs Brandstetter hätte für drei Punkte in Bremen sorgen können, doch der MSV muss sich mit einem 0:0 begnügen. imago

Den 25. Spieltag der spannenden 3. Liga wurde am Sonntag mit der Partie zwischen Werder Bremen II und dem MSV Duisburg abgeschlossen. Am Ende trennten sich die beiden Kontrahenten mit einem 0:0. Der MSV war die aktivere Mannschaft und hatte besonders in Durchgang zwei gute Chancen, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, ließ diese aber liegen. Fast hätte sich das gerächt, doch Bremens Schmidt verpasste vier Minuten vor Ende eine durchaus mögliche Überraschung. Doch auch mit dem einen Punkt kann Bremen, das nun seit drei Partien nicht mehr verloren hat, gut leben. Ebenso wie Duisburg, die Zebras sind im Jahr 2017 noch ohne Niederlage und bauen ihren Vorsprung auf Rang zwei sogar noch um einen auf acht Zähler aus

Magdeburg unterliegt Mainz II - Regensburg festigt Relegationsplatz

Bernd Rosinger (Lotte) gegen André Luge (Regensburg, re.)

Sprichwörtlich auf Augenhöhe: Bernd Rosinger (Lotte) gegen André Luge (Regensburg, re.). Getty Images

3. Liga - 25. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
MSV Duisburg
47
2
1. FC Magdeburg
39
3
Jahn Regensburg
39
3. Liga - Torjäger 2016/17
Beck Christian
11
Fink Anton
11
Röser Lucas
11
3. Liga - Topspieler 2016/17
Bredlow Fabian
2,56
Gersbeck Marius
2,62
Kunz Kevin
2,68

Magdeburgs Löhmannsröben hatte die Überraschung des Spieltags quasi prognostiziert: "Das wird schwerer als in Duisburg, weil alle von uns einen Sieg erwarten", warnte er vor dem Heimspiel gegen Mainz. Die harte Realität sah dann so aus für den Favoriten: Seydel traf früh für das Schlusslicht (8.), Schwedes Ausgleich (35.) konterte 05-Profi Zimling mit einem 25-Meter-Volleykracher zum Gästedreier, der Mainz bis auf fünf Zähler ans rettende Ufer heranrutschen lässt. Es war der zweite Auswärtssieg der Rheinhessen nach dem Coup in Osnabrück. Magdeburg, das Schwede spät noch mit Gelb-Rot verlor, trennt durch den Patzer nur noch das Torverhältnis von Rang drei.

Denn der SSV Jahn Regensburg gewann sein Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte mit 2:0 und zog nach Punkten gleich. Geipl vom Elfmeterpunkt (58.) und Rahn mit einem Eigentor aus 17 Metern sorgten für die Tore in der Continental-Arena. Lotte, das bekanntlich noch zwei Ligaspiele in der Hinterhand hat , rutschte bis auf Platz zehn ab.

Osnabrück und Halle sieglos

Schäffler köpft den SVWW zum nächsten Sieg

Spätes Glück: Torjäger Schäffler (re.) köpfte den SVWW zum nächsten Sieg imago

Der Abwärtstrend des VfL Osnabrück hält an, die Niedersachsen verloren beim SV Wehen Wiesbaden mit 1:2 und damit zum vierten Mal in Folge. Die Hessen drängten früh auf das erste Tor, das der VfL durch Heider machte. In Unterzahl wohlgemerkt, denn Syhre hatte schon nach zehn Minuten wegen einer Notbremse Rot gesehen. Erst in der zweiten Hälfte drückte sich die Überlegenheit der Hausherren auch in Treffern aus: Ruprecht per Foulelfmeter (77.) und letztlich Schäffler (fünf Treffer in sechs Spielen) per Kopf in der Schlussminute drehten den Spieß noch um. Die Bilanz von SVWW-Neu-Coach Rüdiger Rehm liest sich damit so: drei Spiele, drei Siege, schon Platz 13!

Wie der SVWW empfing auch Abstiegskonkurrent Preußen Münster einen Aufstiegsanwärter: Der Hallesche FC wollte sich mit einem Dreier oben festbeißen. Es gelang nur ein Teilerfolg gegen lange Zeit dezimierte Münsteraner (Schwarz sah Rot wegen groben Foulspiels, 36.). Die Möhlmann-Elf ging in Unterzahl durch den eingewechselten Wiebe in Führung (58.), Martin Röser glich fast im Gegenzug für den HFC aus. Münster, das am kommenden Spieltag auch noch auf Rizzi verzichten muss (5. Gelbe Karte), bleibt damit unter dem Strich stehen.

Wieder mit entspannter Personallage untermauerte die SG Sonnenhof Großaspach ihren Platz im oberen Tabellendrittel. Im Fautenhau gelang der Mannschaft von Oliver Zapel ein 3:1 über den FSV Frankfurt, der damit 2017 weiter auf einen Dreier wartet und nur noch wegen der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsrang zu finden ist. Lucas Röser brachte die SGS per Elfmeter auf Kurs (50.), Schiek erhöhte, Stark verkürzte, Binakaj entschied das Spiel (82.).

Mit-Absteiger Paderborn rutschte in die "Flop 3" des Klassements. Die Ostwestfalen zogen in Kiel trotz schneller Führung durch Zolinski (7.) den Kürzeren. Weil die "Störche" den Matchwinner in ihren Reihen hatten. Der hieß Schindler und lieferte gleich zweimal (16., 50.). Das war's aber noch nicht an der Förde: Strohdiek scheiterte wenig später per Handelfmeter am Kieler Schlussmann Kronholm, in der Nachspielzeit sah Paderborns Riski noch Gelb-Rot.

Rostock gleicht spät aus - Zwickau schlägt Erfurt

Wegkamp trifft

Tor für Aalen in Rostock: Wegkamp netzt ein. imago

Parallel empfing Hansa Rostock den VfR Aalen und seinen Ex-Trainer Peter Vollmann. Der Rückrundenstart für die Kogge verläuft weiter durchwachsen (1/4/1), denn gegen den finanziell angeschlagenen VfR reichte es nach Toren von Wegkamp zum 0:1 (25.) und Väyrynen zum späten Ausgleich (87.) nur zu einem Punkt. Die beiden Rivalen bleiben im Tabellenmittelfeld hängen.

Der FSV Zwickau setzte seinen Vormarsch hingegen im neuen Jahr durch einen 3:1-Sieg in Erfurt fort und ist schon Tabellen-15. Öztürk, Neuzugang Koch und König markierten die Tore für die Ziegner-Elf, die nach dem 0:3 in Wiesbaden prompt in die Erfolgsspur zurückkehrte und die Abstiegszone verließ. Ganz anders Rot-Weiß: Die Mannschaft von Stefan Krämer erlitt nach dem 1:0 von Köln einen Dämpfer und rutschte hinter den FSV zurück. Nikolaou konnte lediglich die vielzitierte Kosmetik betreiben (87.).

Chemnitz beendet die Heimmisere und klopft oben an

Enges Duell: Der Chemnitzer Cincotta gegen den Kölner Bender (re.).

Enges Duell: Der Chemnitzer Cincotta gegen den Kölner Bender (re.). imago

Am Freitagabend beendete der Chemnitzer FC seine Heimmisere und landete gegen Fortuna Köln den ersten Sieg zu Hause seit dem 16. Oktober 2016 (4:1 gegen Mainz). "Mit einem Heimsieg gegen die Fortuna sind wir wieder oben dran. Doch zunächst müssen wir unsere Hausaufgaben machen", hatte Türpitz erklärt, der CFC machte beim 3:1 seine Hausaufgaben. Die schnelle Antwort auf das unglückliche Eigentor von Dabanli (21.) durch Hansch (23.) spielte den Himmelblauen dabei ebenso in die Karten wie der verschossene Elfmeter von Brasnic (76.) beim Stand von 2:1 für Chemnitz. Die Elf von Trainer Sven Köhler redet im Aufstiegsrennen ein gewichtiges Wörtchen mit, Köln dagegen muss nach fünf sieglosen Spielen und zuletzt drei Niederlagen den Blick nun nach unten richten.

kon